RC Sorpesee verliert nach großem Kampf gegen DSHS Snowtrex Köln

Fest ohne Happy End

RCS verliert an Spieltag 4

Standing Ovations und warmer Applaus von den Rängen, ein herzliches Shake Hands von Trainern und Schiedsrichtern nach dem Spiel, es stimmte fast alles: "Nur das Ergebnis passt mal irgendwie nicht zum Spiel", so das Fazit im Trainertalk nach dem 3-Punkte-Sieg des Kölner Spitzenteams im prall gefüllten "Wohnzimmer" der Sauerländer Talentschmiede. Mit 3:1 hatte die Erfahrung und Klasse auf Seiten der Gäste soeben ein Spiel gewonnen, das über weite Strecken auf des Messers Schneide stand und Volleyball vom Feinsten bereithielt für die bestens aufgelegten Volleyball Anhänger im HSK.

Der RCS, erstmals in der Saison mit einem gut gefüllten 12er Kader, fand zwar schleppend ins Spiel und lief in der ersten Phase von Satz eins einem kleinen Rückstand hinterher, gegen Mitte das Satzes aber taute das Team vollends auf und legte los. Unter Regie von Lara Drölle wurde die Annahme um Libera Lisa Hennecke stabiler und vor allem das Angriffsspiel druckvoller. Henrike Axt und Franziska Meier sorgten für Entlastung in einer intensiven Partie und Michelle Henkies überzeugte mit druckvollen Aufschlägen. Als beim 19:19 Köln mit zwei Punkten davonzog konterte der RCS mit einer Serie zum 24:21 und sicherte sich Satz 1 mit 25:22. Erster Satzgewinn in eigener Halle unter dem frenetischen Jubel der 425 Fans in der ausverkauften Halle.

Den Seitenwechsel nutzte der RCS zum Energietanken und entlud diese Energie in den kommenden Minuten auf dem Feld. Über 4:0 baute die Mannschaft den Vorsprung auf 11:1 aus und zeigte den entzückten Fans Volleyball der Extraklasse. Kirsten Platte und Nora Anders blockten was das Zeug hielt und über Nicole Freiburg und Lena Vedder lief das Angriffsspiel der Damen vom See fast fehlerfrei. So eindrucksvoll wie der RCS die Führung ausgebaut hatte aber auch die Reaktion der Gäste. Köln blieb ruhig und sammelte unter Mithilfe der Gastgeberinnen in der Folge des Satzes Punkt um Punkt ein. Über 13:8 arbeiteten sich die Gäste wider heran, bevor der RCS beim 20:19 erneut zum Zwischenspurt anzog. 23:19 für die Gastgeberinnen und die 2:0-Satzführung vor Augen konnte man die Lockerheit aber nicht bewahren. Köln konterte und kam beim 25:23 zu einem äußerst engen Satzgewinn. 1:1 alles wieder offen.

Satz 3 brachte dann die Erkenntnis, dass schnelles Verarbeiten von Misserfolgen noch nicht zu den Stärken des jungen RCS Teams gehört. Köln spielte seine Klasse aus und dominierte den Durchgang von Beginn an. Über 10:5 und 22:11 kam der Gast zu einem ungefährdeten 25:13 Satzgewinn an dem auch die Einwechselung von Vanessa Vornweg in dieser Phase nichts ändern konnte. Nach fast einer Stunde starker Leistung des RCS nun also 2:1 Satzführung für Köln. Durchatmen und wieder Kraft tanken beim Seitenwechsel war angesagt.

Satz 4 brachte den spannungsgeladenen Höhepunkt eines fulminanten Volleyballspiels. Der RCS warf alles in die Waagschale, die Abwehr um Katharina Schulte-Schmale und Lisa Hennecke sicherte wichtige Bälle und die Abteilung Diagonal mit Lena Vedder und Nora Anders punktete mit Vollgas. Beim 18:15 hatte der RCS einen kleinen Vorsprung erarbeitet und steuerte auf den ersten Punktgewinn in heimischer Halle. Diese Rechnung hatte man aber ohne die abwehrstarken Gäste aus Köln gemacht. Beim 21:21 stand das Spiel auf des Messers Schneide und man hätte die Luft im Schulzentrum mit eben diesem Messer schneiden können. Das bessere Ende aber hatte erneut Köln. Mit 25:22 sicherten sich die Domstädterinnen Satz 4 und damit ein 3:1 der äußerst umkämpften Art.

Am Ende blieb dem Team vom Sorpesee also nur der Gewissheit nicht wirklich weit weg zu sein, selbst von den Top-Teams der Liga und erneut die eigne Leistung gesteigert zu haben. Anerkennende Worte vom Gästecoach und die Gratulation an beide Teams für ein tolles Spiel. Wenn ein Gästetrainer aber das gegnerische Publikum lobt, dann wird man hellhörig und kann wohl kaum mehr sagen über Stimmung und Atmosphäre im Schulzentrum Sundern. Der beste Weg zu Selbstvertrauen im RCS Team und eine Unterstützung, die die Mannschaft trotz punktlosem Ausgang trägt, bald dann auch wieder zu Punkten und Siegen.

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