Spieljahresende zwingend am 30. Juni - Zeit für Vorbereitung und Spieltage zu knapp

FLVW-Kreisvorstand Olpe beschließt den Saisonabbruch

Kreis Olpe FLVW Spielzeitabbruch 2020/21 Fußball
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Auch im Fußballkreis Olpe ist die Saison abgebrochen worden, die „Pille“ hat Ruh.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat am Montag, 19. April, endgültig das Ende der Saison 2020/2021 verkündet. In einer Presseerklärung präzisiert der FLVW-Kreisvorstand Olpe mit dem Vorsitzenden Joachim Schlüter und dem Vorsitzenden des Spielausschusses, Hartmut Baßenhoff, die Auswirkungen auf den Spielbetrieb im Kreis Olpe. Wie vom FLVW beschlossen, gibt es auch auf Kreisebene weder Meister noch Auf- oder Absteiger. Hingegen gelten für Mannschaften, die sich vom Spielbetrieb zurückgezogen haben, die üblichen Regelungen.

Kreis Olpe - Der FLVW-Kreisvorstand hat demnach beschlossen, dass die von ihm „organisierten Meisterschafts- und Pokalwettbewerbe der Spielzeit 2020/2021 im Herren- und Frauenbereich, inklusive Ü-Bereich, zum 30. Juni beendet werden, ohne das weitere Spiele durchgeführt werden“. Das Spieljahr, heißt es weiter, bleibt in den „vom FLVW Kreis Olpe organisierten Meisterschaftswettbewerben im Herren- und Frauenbereich ohne Wertung, da aufgrund der Coronavirus-Pandemie weniger als 50 Prozent der Spiele in allen Kreisligen durchgeführt werden können. In der Spielzeit 2020/2021 gibt es keine Meister, Auf- und Absteiger, wobei Zurückziehungen von Mannschaften berücksichtigt werden...“.

Der schlichte Grund für das vorzeitige Aus für weitere Spiele: Zeitmangel. Zumindest bis zum 26. April untersagt die Coronaschutzverordnung NRW jeglichen Kontaktsport. Da aber die Satzung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) das Ende eines Spieljahres zwingend am 30. Juni vorschreibt, wird die Zeit zu knapp: „Selbst wenn durch die daran anschließende Coronaschutzverordnung NRW der Kontaktsport auch im Amateursportbereich ab voraussichtlich 9. Mai wieder vollumfänglich möglich wäre, könnte unter Einberechnung einer Vorbereitungszeit von vier Wochen, die nach Einschätzung von Sportwissenschaftlern vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs notwendig ist, möglichst in Mannschaftsstärke und mit Kontaktübungen, um eine Gesundheitsgefährdung/Verletzungsrisiko der Spieler zu vermeiden, die Wiederaufnahme des Spieltriebs frühestens am 12./13. Juni erfolgen. In der Kommunikation mit den Vereinen ist deutlich geworden, dass eine Vorbereitungszeit von mindestens vier Wochen vor einer etwaigen Fortsetzung des Spielbetriebs als unabdingbar angesehen wird, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass seit dem 2. November 2020 kein Trainingsbetrieb mehr stattgefunden hat“, so der FLVW-Kreisvorstand.

Vom 12. bis 30. Juni ist es laut Mitteilung „unter anderem unter folgenden Gesichtspunkten nicht möglich und insbesondere den Vereinen im Amateursport nicht zumutbar, in allen kreislichen Staffeln 50 Prozent der Spiele bis zum 30. Juni durchzuführen“:

- Meisterschaftsspiele sollen in der Regel an Samstagen, Sonn- und Feiertagen angesetzt werden. Aufgrund der möglichen Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr sind Spiele in der Woche nicht realistisch.

- Eine dauerhafte Berücksichtigung von Wochenspieltagen für die Regelspieltage ist vor dem Hintergrund des sportlichen Wettbewerbs und der privaten und beruflichen Gegebenheiten der Spieler und Mannschaftverantwortlichen unzumutbar.

- In einzelnen Kreisligen müssen zusätzlich noch Nachholspiele ausgetragen werden, um eine einheitliche Anzahl an Spielen zu erreichen.

- Es kann zu lokalen Sperrungen von Platzanlagen und zu Trainings- und Spielverboten entsprechend der in der Bund-Länder-Konferenz festgelegten Öffnungsschritte durch die kommunalen Behörden kommen verbunden mit weiteren Beschränkungen bei der Nutzung von Umkleide- und Duschräumen.

- Bei quarantänebedingten Spielausfällen ist zusätzlich ein 10- bis 14-tägiger Versatz zur Neuterminierung der Spiele zu berücksichtigen.

- Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen einzelner Platzanlagen durch Doppelbelegung von mehreren Vereinen und die Berücksichtigung des Jugendspielbetriebs schränken die Anzahl der durchzuführenden Spiele ein.

- Ein Spielbetrieb wäre zur Zeit wohl nur unter Ausschluss von Zuschauern möglich, was die Vereine zusätzlich finanziell belasten würde.“

Diese Punkte lassen nur den Schluss zu, die Saison nicht zu Ende zu spielen.

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