Auf 3:1-Erfolg gegen Hörde folgt 0:3-Pleite gegen Borken

Gemischte Gefühle beim RC Sorpesee: Sieg in der Liga - Aus im Pokal

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Der Einsatz in der Abwehr war einer der Grundsteine zum 3:1 gegen den TV Hörde.

Sundern/Langscheid - Gemischte Gefühle gab es am zurückliegenden Wochenende bei den Volleyballerinnen des RC Sorpesee: In der Liga feierte das Team von Julian Schallow beim 3:1 gegen den TV Hörde den zweiten Sieg im zweiten Spiel, im WVV-Pokal setzte es gegen den Zweitligameister Skurios Volleys Borken eine nicht unerwartete, aber deutliche 0:3-Pleite.

"Was für ein heißes Spiel! Sehr coole Leistung beider Teams!", meinte Hallensprecher Kevin Mattig nach der Drittligapartie des RC Sorpesee gegen den TV Hörde am Samstag. Und da gab es dann gar nicht mehr so viel zu ergänzen für die beiden Coaches Tonya Williams-Slacanin und Julian Schallow. "Dieser Heimauftakt in Sundern hatte es definitiv in sich und wer seinen Platz auf er Tribüne gefunden hatte, der kam vom ersten Satz an vollauf seine Kosten", berichtete der RCS-Trainer.

Lange wogte die Partie im ersten Durchgang hin und her. Die laut Schallow "körperlich überlegenen" Gäste aus Dortmund hatten im Block und auch im Angriff die etwas besseren Karten, die Gastgeberinnen glichen durch Einsatz in der Abwehr und eine gute Aufschlagleistung aus. Ab Mitte des Satzes gelang es den Damen von See dann, Hörde etwas in die Defensive zu drängen und den Vorsprung bis zum 24:21 auszubauen. Dennoch wurde es noch einmal eng, der RCS konnte erst nach einem letzten finalen Schnellangriff aus der Abwehr heraus jubeln: 25:23 endete der enge Auftaktsatz und brachte den Hausherrinnen etwas zusätzlichen Rückenwind für Durchgang zwei.

Eine konzentrierte Leistung im Angriff bescherte den ersten Heimsieg der Saison.

Nach dem Ausgleich Fahrt aufgenommen

Darin zeigten sich die Gastgeberinnen zunächst von den vehement anstürmenden Gegnerinnen aus Hörde in der Folge etwas beeindruckt und gerieten schnell in Rückstand. Im Verlauf des Satzes war es dann aber wieder der RCS, der den Fuß Schritt für Schritt mehr auf das Gaspedal bekam. Lohn der Mühen nach zwei Auszeiten war eine hauchdünne 20:18-Führung und das vielbeschriebene Momentum zum Satzende. "Was folgte, war die einzige längere Schwächephase - oder anders formuliert: eine Sternstunde der Aufschlagtaktik des TV Hörde", berichtete Julian Schallow. Mit fünf "messerscharfen Aufschlägen" sicherte sich der TV Hörde beim Stand von 24:20 vier Satzbälle. Wenig Zeit also für die Gastgeberinnen, hier noch zu korrigieren und doch kämpfte man um jeden Ball. Zwei tolle Aufschläge und einen Block später hatte der RCS beim 24:24 die Führung auf der Kelle und brachte sich doch um den Lohn der Mühen: Zwei einfache Stockfehler kosteten den zweiten Satz und beim 24:26 war das Spiel wieder ausgeglichen.

So ging das Spiel in die Phase, in der einzelne Punkte und am Ende auch das Quäntchen mehr Biss, Willen und Physis über Sieg und Niederlage entscheiden. Einen schnellen Rückstand egalisierte der RCS und von Spielzug zu Spielzug gelang es dem Heimteam unter dem Jubel der Blauen Wand, dem TV Hörde, bei dem vor allem Alisha Ossowski, MVP Svenja Müller und die kampfstarke Libera Frauke Bartonitz herausstachen, den Zahn im Angriff etwas zu ziehen. Hier eine Abwehr, dort ein schöner Block und am Ende wieder die von Linus Tepe glänzend dirigierten Aufschläge: Der RCS marschierte davon. Beim 25:19 war Satz drei und damit der erste Punkt eingetütet und das Team wollte mehr. 

Physio Anne Schmitz freute sich über das Mehr an Spannung auf dem Feld und als die Sorpesee-Mädels auch ihre Diagonale im Angriff für sich entdeckt hatten, war der finale Durchgang auf dem Weg. Mit 25:20 im vierten Satz war es dann der RC Sorpesee, der sich in einer spannenden Partie selbst belohnte und die ersten drei Heimpunkte der jungen Saison auf der Habenseite verbuchte. 

Nach dem Erfolg gegen Hörde kannte der Jubel keine Grenzen.

Borken zeigt RCS die Grenzen auf

Nur rund 24 Stunden später standen die Sauerländerinnen erneut auf dem Feld: Diesmal gastierte im Viertelfinale des WVV-Pokals der amtierende Zweitligameister Skurios Volleys Borken in der Sporthalle der Freien Schule am See in Langscheid. Doch hier nützte dem RC Sorpesee auch der Schwung aus dem Sieg vom Vortag nichts: Die Favoritinnen aus Borken sicherten sich mit einem klaren 3:0-Erfolg das Ticket für das Halbfinale. 

Beim 25:14, 25:18 und 25:18 ließen die Gäste dabei "zu keiner Zeit Zweifel daran aufkommen, dass sie weiterhin um den Pokalsieg mitmischen wollen", sagte RCS-Coach Julian Schallow. Sein dezimiert angetretenes Team habe vor allem die körperliche Überlegenheit der Gäste anerkennen müssen: "Heute waren wir nicht auf der Höhe des Geschehens - was die Leistung von Borken aber keinesfalls schmälern soll." 

Somit endete für die Damen vom See die Pokalsaison wie im vergangenen Jahr mit einer kleinen Enttäuschung ob der eigenen Leistung. "Mit etwas Abstand jedoch gilt es aus der Niederlage zu lernen, die Punkte vom Samstag als guten Trost aus dem Wochenende mitzunehmen und sich fortan ganz auf die Meisterschaft zu konzentrieren", erklärte Schallow. Hier möchte das Team schon am kommenden Samstag gemeinsam mit seinen Fans wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

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