Wetterkapriolen stoppen VLN-Piloten am Nürburgring – dann aber Start-Ziel-Sieg für Marcel Hoppe in Lauf 3

„Grüne Hölle“ ganz in Weiß

Nach zwei – wetterbedingt – vergeblichen Anläufen sicherten sich Marcel Hoppe und sein Team im H & R-Porsche 911 mit der Startnummer 123 den Sieg im dritten Lauf des P GT3 Carrera-Cups innerhalb der VLN-Serie auf der Nordschleife.

Elspe/Adenau. Marcel Hope fährt nicht erst seit gestern Rennen auf dem Nürburgring. Aber auch für den erfahrenen VLN-Piloten waren die jüngsten Wetterkapriolen in der Eifel etwas Neues.

Neben Marcel Hoppe und Moritz Kranz bildet Jörn Schmidt-Staade das 2019er-Team.

Zwei der drei bisherigen Rennen in der noch jungen Saison 2019 konnten nicht bis zum Ende ausgefahren werden, eines davon musste sogar abgebrochen werden, bevor es Punkte gab. „Das Auftaktrennen wurde nach 2.45 Stunden abgebrochen: Der Nebel war so dicht, dass an ein Weiterfahren bei hohen Geschwindigkeiten und mehr als 140 Fahrzeugen unterschiedlicher Stärken nicht mehr zu denken war“, so Mühlner-Team-Pilot Marcel Hoppe. Der Elsper lag zum Zeitpunkt des Rennabbruchs im Porsche GT3 Carrera-Cup mit seinem H & R-Porsche 911, Startnummer 123, an dritter Position: Ein Lenkungsbruch hatte eine bessere Position verhindert.

Erfolgversprechend begann für das Trio der zweite Lauf: Im morgendlichen Qualifying belegten Hoppe & Co. den ersten Startplatz. Aber bereits kurz nach Rennbeginn wurde es heftig: Schneefall kurz nach dem Start sorgte für Rennabbruch. „Der Ring hat 300 Höhenmeter von Adenau bis zur Hohen Acht. Was unten in Breitscheid noch Regen war, verwandelte die Höhen der ,Grünen‘ in eine ,Weiße‘ Hölle“, blickt Marcel Hoppe auf Nicht-Lauf 2 zurück. 

Im dritten Lauf klappte dann aber endlich alles nahezu perfekt: Von der Pole ging es ins Rennen, was folgte, war ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg für den in Blau und Schwarz lackierten Boliden. „Es war ein hartes Rennen, obwohl sich Start-Ziel-Sieg nicht so anhört. Die Nordschleife ist etwa 26 Kilometer lang, da sind unterschiedliche Witterungsbedingungen im Frühjahr nicht ungewöhnlich. Es gab trockene und nasse Stellen, viel Aquaplaning und damit fast in jeder Runde die Frage nach der Reifenwahl.“ Der „Fuchs“ Marcel Hoppe hatte hier den richtigen Riecher: „Während meines Stints wurde mir über Boxenfunk mitgeteilt, ich solle reinkommen und Slicks aufziehen. Aber ich sah voraus eine Regenwolke, aus der dann auch tatsächlich dichter Platzregen kam. Also bin ich drin geblieben und habe unseren Vorsprung auf Regenreifen vergrößert. Bei so etwas spielt Erfahrung eine große Rolle.“ 

Das Mühlner-Trio funktionierte so gut, dass am Ende der Klassensieg und Platz 12 im Gesamtklassement heraussprangen. Dabei ließ es alle Fahrzeuge der Klassen SP 7 und SP 9 mit weitaus stärkeren Motoren deutlich hinter sich. 

Auch der Teamchef war nach dem 3. Lauf voll des Lobes für seine Crew. Bernhard Mühlner: „Bernhard Mühlner: „Die Jungs haben heute einen absolut perfekten Job gemacht. Bei den schwierigen Bedingungen das Auto ohne einen Kratzer ins Ziel zu bringen ist schon schwierig. Aber so souverän, sicher und dabei auch noch ganz nach vorne zu fahren, ist schon wirklich eine tolle Leistung.“

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