28 Titel nach wie vor rekordverdächtig

VfL Gummersbach: Weltweit bekannte Marke kommt nach Meggen

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Der VfL Gummersbach ist nach wie vor ein weltweit bekannter Handballverein. Zuletzt gewann der Club im Jahr 2011 einen Titel, aktuell spielt das Team gegen den Abstieg aus der 1. Bundesliga.

Lennestadt/Gummersbach. Nach dem TuS Ferndorf am vergangenen Mittwoch stellt der SauerlandKurier heute dessen Kontrahenten vor. Die großen Erfolge liegen zwar schon einige Zeit zurück, dennoch gehört der VfL Gummersbach nach wie vor zu den weltweit bekanntesten Handballvereinen.

Namen wie Heiner Brandt, Joachim Deckarm, Josef („Sepp“) Wunderlich, Stefan („Kretsche“) Kretzschmar, Andreas („Hexer“) Thiel oder Daniel Narcisse sind jedem Handballfan geläufig.

Am Donnerstag, 24. Januar, stellt sich der Bundesligaclub in den Dienst der guten Sache und bestreitet in der Großturnhalle Auf'm Ohl in Meggen ein Benefizspiel gegen Handball-Zweitligist TuS Ferndorf. Gegründet wurde der Verein aus dem Bergischen Land bereits 1861, Handball gespielt wird im Verein für Leibesübungen seit 1923. Anders als beispielsweise beim Kontrahenten TuS Ferndorf wurde in Gummersbach nahezu ausschließlich Hallenhandball gespielt.

Als Bundesliga-Dino ist Gummersbach der einzige Verein in der Geschichte des deutschen Handballs, der seit Gründung der Handball-Bundesliga im Jahr 1966 ununterbrochen deren Mitglied ist. Nicht nur das, 1966 gewann der VfL auch seine erste Deutsche Meisterschaft, der elf weitere folgen sollten. Nur der THW Kiel kann mehr nationale Meistertitel vorweisen.

Bereits 1967 holten die Bergischen ihren ersten europäischen Titel, insgesamt wurden es elf. Fünf DHB-Pokalsiege komplettieren die Erfolgsliste. Zuletzt gelang den Gummersbacher Handballern der internationale Titel-Hattrick in den Jahren 2009 bis 2011, in denen sie ein Mal den EHF-Pokal und zwei Mal den Europapokal der Pokalsieger erringen konnten.

Carsten Lichtlein bekanntester Spieler

Der VfL Gummersbach stellte regelmäßig Spieler für die Handball-Nationalmannschaft ab. Nicht übergangen werden dürfen aber auch die enormen finanziellen Probleme, die den Club in den 2010er-Jahren immer wieder zwangen, starke Spieler zu verkaufen. Aktuell kämpft die Mannschaft von Trainer Denis Bahtijarevic um den Verbleib in der 1. Handball-Bundesliga.

Bekanntester Akteur ist Torwart und Ex-Nationalspieler Carsten Lichtlein, der nach der Saison zurück in seine fränkische Heimat geht und sich dem HC Erlangen anschließt.

Der VfL Gummersbach spendet seinen Anteil am Erlös des Benefizspiels ebenfalls für einen sozialen Zweck: „Wir stellen das Geld dem Förderverein der Gesamtschule Marienheide zur Verfügung“, erklärte VfL-Sprecherin Nastasja Kleinjung gegenüber dem SauerlandKurier.

Das Benefiz-Handballspiel VfL Gummersbach gegen TuS Ferndorf findet am Donnerstag, 24. Januar, in der Turnhalle Auf‘m Ohl in Meggen statt. Anwurf ist um 19.30 Uhr, Einlass in die Halle ist bereits ab 17.30 Uhr. Im Vorprogramm kommt es zu einem „Mixmatch“ – 2x20 Minuten Fuß- und Handball – zwischen einer Lennestädter Fußball-Stadtauswahl und der 1. Mannschaft der Handballsportgemeinschaft (HSG) TSG Lennestadt/SV Würdinghausen.

Sowohl TuS Ferndorf als auch VfL Gummersbach bauen im Foyer der Halle kleine Fanshops auf. Zum Programm des Abends gehört des Weiteren auch eine Tombola.

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