Zweimal Schöttes und einmal Selter bei „Jizersca“ in Bedrichov

Heimisches Trio stark in der Loipe

Vertraten die heimische Langlaufszene in Bedrichov mit Erfolg (v.l): Andreas Schöttes, Benjamin Selter und Manuel Schöttes.

Attendorn/Oberhundem/Bedrichov – Strahlender Sonnenschein, leichte Minusgrade und herrlichster Pulverschnee bildeten die Rahmenbedingungen für die 53. Auflage des „Jizersca“ in Bedrichov, des größten Langlaufevents in Tschechien. Mittendrin Benjamin Selter (TV Attendorn) sowie Manuel und Andreas Schöttes (beide SC Oberhundem).

5000 Läufer am Start

Knapp 5000 Athleten aus aller Welt hatten sich angemeldet, um bei diesem Hochkaräter in der klassischen Technik dabeizusein. „Alles was Rang und Namen hat in der aktuellen Skimarathonszene steht hier am Start. Schließlich gehört das Rennen zur Ski-Classics-Reihe, praktisch die Marathon-Weltmeisterschaft‘, erläutert Uli Selter vom TV Attendorn, der als Trainer und Betreuer vor Ort war. Neben einer ganzen Reihe von Sportlern aus den Reihen des WSV mit Benjamin Selter vom TV Attendorn und Manuel Schöttes auch die zur Zeit schnellsten Läufer des Kreises Olpe, sowie der Chef des SC Oberhundem und Nordische WSV-Sportwart Andreas Schöttes in der Altersklasse am Start im Stadion Bedrichov im tschechischen Isergebirge.

„Stau“ nach dem Start 

„Wir hatten etwas schwierige Bedingungen zu Beginn und standen bereits wenige Meter nach dem Startschuss im Stau“, kommentieren Benjamin Selters und Manuel Schöttes den Renneinstieg unisono. Vorn hatte der Veranstalter die Profiteams unter anderem mit Olympiasieger Petter Nordhug platziert, die den ersten Engpass noch flüssig passieren konnten. Rund 15 Kilometer ging es zunächst stetig bergan bis hinauf aufs Plateau. „Die Überholjagd nach dem Startproblem hat prima funktioniert, aber auch einige Körner gekostet“, so Selter weiter. Trotzdem erwischte der 23-Jährige einen absoluten Sahnetag. 2.34:06 std. zeigte die Uhr nach 50 schweren Kilometern am Ende für ihn und bescherte ihm einen 117. Gesamtrang unter knapp 5000 Finishern. Damit war er zugleich siebstbester Deutscher im Klassefeld. Rang 783 hieß es am Ende für Manuel Schöttes, der 3.20:28 std. hinlegte und damit seine Leistungen vom Dolomitenlauf und aus der Ramsau bestätigte. 

Andreas Schöttes stark

Einen starken Eindruck hinterließ erneut auch Andreas Schöttes. Mit seinen 3.27:22 std. finishte er nicht nur als 941. des Gesamtklassements, sondern qualifizierte sich auch für einen Top-Startplatz beim schwedischen Wasalauf im März. „Ich war jetzt zum dritten Mal hier, eine tolle Strecke, super Stimmung und einfach top organisiert. Es macht immer wieder Spaß, hier zu laufen, auch wenn in diesem Jahr bei uns kaum Vorbereitung für solche langen Strecken auf Schnee möglich ist, was sich natürlich an den Zeiten widerspiegelt“, zieht Andreas Schöttes ein positives Fazit.

Melina Schöttes bei DM

Einen Wermutstropfen hinterließ aus heimischer Sicht allerdings das Fehlen von Melina Schöttes. Sie musste nach ihrem Erfolg beim Dolomitenlauf aufgrund eines Infektes kurzfristig absagen und bereitet sich nun auf die Deutschen Meisterschaften am Karnevalswochenende in Oberstdorf vor.

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