0:3-Niederlage im Schulzentrum

Heimpleite zum Jahresabschluss: RC Sorpesee unterliegt MTV Hildesheim deutlich

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Da konnte sich das RCS-Team um Michelle Henkies (Nr. 11) noch so sehr strecken: Gegen den MTV Hildesheim war am Ende kein Kraut gewachsen.

Sundern - Oh du traurige: Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben sich mit einer deutlichen Pleite in die Weihnachtspause verabschiedet. Das Heimspiel gegen den MTV Hildesheim verlor das Team von Trainer Julian Schallow mit 0:3.

Das hatten sich Mannschaft und blaue Wand sicherlich anders vorgestellt. Statt Jubel unterm Weihnachtsbaum hieß es nach gut einer Stunde Spielzeit im Sunderner Schulzentrum: Frust ablassen und Wunden lecken. Vorangegangen war ein Spiel gegen den MTV Hildesheim, bei dem der RCS nur bedingt Impulse setzen konnte.

Bereits in Durchgang eins wurde den knapp 200 Fans auf der Tribüne klar: Die Früchte hingen am Abend vor dem zweiten Advent mächtig hoch. In Bestbesetzung trumpften die Gäste aus Niedersachsen auf und sicherten sich schnell Punkt um Punkt - da halfen auch die Ansprachen des Trainergespanns in den Auszeiten nicht. Die Gastgeberinnen agierten in den Augen ihres Co-Trainers Linus Tepe "ohne dem nötigen Druck im Aufschlag und zu unflexibel in der Abwehr, um am Ende etwas Zählbares vorweisen zu können". Und so spielten die Hildesheimer angeführt von der bestens aufgelegten Cinja Tillmann wie sie wollten. Punkt für Punkt setzen sich die Gäste ab und verwandelten schließlich beim 24:18 den ersten Satzball.

Schwächen des RCS werden deutlich

"Das saß", kommentierte Tepe später kurz und prägnant. Doch die Mannschaft vom Sorpesee wollte schnell den Hebel umlegen und sich zurück ins Spiel fighten - was zu Beginn des zweiten Satzes auch zunächst gelang: Deutlich agiler agierte die Annahme um Libera Katharina Schallow und Kapitänin Kirsten Prachtel - laut Tepe "das Fundament, um später druckvoll den einen oder anderen Angriff auf dem Feld des MTV reinzudreschen". Oder anders gesagt: "Frustabbau, wie man es sich wünschen kann". Doch die Mannschaft von Gästetrainer Vojkan Lazic ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen drehten die Hildesheimerinnen ab Satzmitte wiederum auf und schlichen sich Punkt um Punkt an den RCS heran. Wiederum war es MVP Cinja Tillmann, die die Wende einläutete und ihr Team auf die Siegerstraße zurückführte. Der Bann bei den Gästen war gebrochen. "Was folgte, war ein Angriffsspiel, das unsere Schwächen noch einmal deutlich machte", bilanzierte Linus Tepe. Da geriet es fast in den Hintergrund, dass der Satzball des MTV zum 25:21 einem Videobeweis wohl nicht standgehalten hätte.

Und so blieb dem RCS-Team um die spätere MVP Alexandra Sharipov nur, auf die nächsten drei Durchgänge zu hoffen. Der erste davon fing wie schon Satz zwei ordentlich an. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe des Tabellenführers und des Teams mit den laut Tepe "nominell besten Einzelspielerinnen der Liga". Sowohl Bonnie Bastert als auch Laura Kemper gelang es immer mehr, ihre Attacken in Punkte zu wandeln. Und als dann Kim Spreyer einen ihrer zahlreichen Blockpunkte feierte, keimte wieder Hoffnung auf dem Feld und der Tribüne auf, auf der auch Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel Platz genommen hatte. Sollte doch noch was gehen? Aus Sicht des RCS-Teams leider nicht: Denn auch in Satz drei gelang es nicht, die notwendige Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten. "Nahezu symptomatisch für das Spiel endete der letzte Ball mit einer Ungenauigkeit in der Abwehr", berichtete Linus Tepe. 

"Ball ruht bis Anfang des neuen Jahres"

"Wir müssen anerkennen, dass wir heute nicht die notwendige Teamleistung aufs Feld gebracht haben, die es braucht, um so einen starken Gegner mindestens mehr ärgern zu können", zeigte sich der Co-Trainer am Ende enttäuscht. Jetzt heißt es für die Damen des RCS aber erst einmal: Pause, regenerieren, den Kopf frei bekommen. Denn eine so intensive erste Saisonhälfte mit allein 13 Pflichtspielen in der Meisterschaft sowie zwei Auftritten im Pokal binnen drei Monaten hat die Akkus doch heruntergefahren.

"Wir werden im Athletikbereich weiter aktiv bleiben. Ansonsten heißt es: Still ruht der Ball bis Anfang des neuen Jahres", gibt Tepe Einblick in die Trainingsplanung der nächsten Wochen. "Heute ist nicht aller Tage. Wir kommen wieder - keine Frage", hieß es aus der Mannschaft, die am 12. Januar das erste Pflichtspiel beim TV Hörde bestreitet, bevor am 18. Januar der FCJ Köln zum ersten Heimspiel des neuen Jahres in Sundern gastiert.

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