Zweite Niederlage in Folge

2:3 in Hörde: RC Sorpesee patzt zum Jahresbeginn - bleibt aber Tabellenführer

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Trotz ihres großen Einsatzes verloren die Volleyballerinnen des RC Sorpesee ihr Auswärtsspiel beim TV Hörde.

Hörde/Sundern - Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben den Auftakt ins Jahr 2020 verpatzt: Beim TV Hörde setzte es für die Mannschaft von Trainer Julian Schallow eine knappe 2:3-Niederlage. Trotzdem bleibt das Team weiter Tabellenführer.

Wie von der Tarantel gestochen rannten die Spielerinnen des RC Sorpesee am späten Sonntagabend den Abwehrbällen in der Sporthalle des Gymnasiums Hörde hinterher und mussten doch am Ende in eine denkbar knappe 2:3-Niederlage in der Ferne einwilligen. "Da war bei weitem noch nicht alles Gold, was da glänzte auf dem Spielfeld, vom Einsatz und Kämpferherz aber kann man uns zu keiner Phase einen Vorwurf machen", bilanzierte RCS-Coach Julian Schallow nach der Partie. Es habe das letzte Quäntchen Aggressivität, Mut und in der einen oder anderen Phase auch die Abgezocktheit, die der TV Hörde in Person von Alisha Ossowski an diesem Abend auf ihrer Seite gehabt hätte, gefehlt.

Nach kurzem Abtasten startete der RCS dabei recht gut in den ersten Durchgang: Zwar musste das Team um Kapitänin Kirsten Prachtel berufsbedingt auf Co-Trainer Linus Tepe und Alexandra Sharipov verzichten, dennoch setzte das verjüngte Team die ersten Akzente. Die Aufschläge fanden ihr Ziel und zur Mitte des Satzes hatten die Gäste aus dem Sauerland sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Unter dem Jubel der Blauen Wand auf Reisen verspielte das Team zwar den Vorsprung etwas leichtfertig, konnte aber in der Crunchtime des Satzes den Sack dann doch zumachen. 

Hörde kontert mit wuchtigen Angriffen

Einen ganz ähnlichen Satzverlauf sahen die zahlreichen Anhänger beider Seiten dann in Durchgang drei, den der RCS mit druckvollen Aufschlagserien und einer cleveren Passverteilung ebenfalls auf der Habenseite verbuchen konnte. "Gerade in diesen Phasen packten die Gäste um das Liberaduo Katharina Schallow und Victoria Vornweg beherzt zu und es ging schon durchaus in Ordnung, dass die zwischenzeitliche 2:1-Satzführung zu Buche stand", meinte Julian Schallow.

Negativ gesprochen könnte man in den Sätzen zwei und vier die Schwächen im RCS Spiel auflisten und eine lange Mängelliste zusammenstellen. "Eine alte Trainerweisheit aber besagt: 'Wenn man nicht positives zu sagen hat, einfach mal die Fresse halten!'", sagte Schallow, der stattdessen von den wuchtigen Angriffen der Hörder Damen und dem fast fehlerfreien Spiel der Ex-Profispielerin Alisha Ossowski, die nicht nur die Annahme der Gastgeberinnen überragend organisierte, sondern auch im Angriff einen Sahnetag erwischte und die Lücken im RCS-Block gnadenlos ausnutzte, berichtete. So kam der TV zweimal zum Satzausgleich und es kam, wie es an einem tollen Volleyballabend kommen musste: Der Tie Break musste entscheiden. 

Spannendes Ende im Tie Break

"Und dieser Entscheidungssatz brachte noch einmal alles auf das Parkett, was den Volleyballsport so attraktiv und spannend macht", schwärmte Schallow. Das Spiel wogte hin und her. Der TV konterte eine frühe Führung des RCS bevor es Mitte des Durchgangs umgekehrt ging. Der RCS kam nach kurzer Schwächephase zurück und übernahm die Führung. Bis zum 14:13 kämpften beide Teams verbissen um jeden Ball, bevor das Pendel zugunsten der Gastgeberinnen ausschlug und die Damen vom Sorpesee in eine 2:3-Auswärtsniederlage der Kategorie "spektakulär, aber nicht unvermeidbar" einwilligen musste, wie Trainer Julian Schallow erklärte. Trotzdem bleibt der RCS Tabellenführer der Dritten Liga West, auch wenn der Vorsprung auf den Zweitplatzierten (SSF Fortuna Bonn) durch zuletzt zwei Niederlagen in Folge auf einen Punkt geschrumpft ist.

So heißt es für die Sauerländerinnen nun Wunden lecken bis zum nächsten Auftritt: Am kommenden Samstag gastiert der FCJ Köln II im Schulzentrum in Sundern. Bis dahin hofft Trainer Schallow auf die Rückkehr der verletzten und beruflich verhinderten Spielerinnen. 

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