FC hofft auf viele Spender

Setzen auf „Crowdfunding“ (v.l.): FC-Vorsitzender Engelbert Schulte, Geschäftsführer Franz Vollmert, Frank Nennstiel, Sparkasse, und FC-Kassierer Uwe Rink. Foto: harpo

Finnentrop. „Der ganze Stolz des FC Finnentrop“ ist in die Jahre gekommen. Genauer gesagt: Die Heizungsanlage des Clubheims bedarf dringend einer kompletten Erneuerung. ...

Finnentrop. „Der ganze Stolz des FC Finnentrop“ ist in die Jahre gekommen. Genauer gesagt: Die Heizungsanlage des Clubheims bedarf dringend einer kompletten Erneuerung. Dazu geht der FC neue Wege.

Im Vereinsheim an der Gutenbergstraße stellte der Vorstand des Fußballclubs sein Crowdfunding-Projekt vor, mit dem eine moderne Heizung und ebenso notwendige professionelle Entlüftungsanlage finanziert werden sollen.

„Blass geworden“ sei Kassierer Uwe Rink angesichts des Kostenvoranschlags, wusste Geschäftsführer Franz Vollmert zu berichten, Rink nickte. „Ich wusste gar nicht, was eine professionelle Entlüftungsanlage ist“, so Vollmert weiter, „bis ich die Kosten sah.“ 37.000 Euro wurden für Heizung und Entlüftung veranschlagt, darin „eingeschlossen sind schon eigene Arbeiten“.

1979 bis 1999, zwei Jahre, fünf Monate und sieben Tage, dauerte es, bis der FC Finnentrop „komplett in Eigenleistung“ (Vollmert) sein Clubhaus errichtet hatte. „Die Mannschaften schleppten als Aufwärmtraining Hohlblocksteine nach oben, einen ,Magath-Hügel‘ brauchten wir nicht. Selbst die Firstbalken sind von Vereinsmitgliedern getragen worden. Nur die ,Großtechnologie‘ haben wir an Firmen vergeben.“

Der Geschäftsführer weiter: „Nach fast 20 Jahren ist es notwendig geworden, große Investitionen zu tätigen. Die Heizungsanlage muss erneuert werden und vor allem die Entlüftung der vier Umkleide- und Duschkabinen ist ein Riesenproblem. Hier muss dringend eine professionelle Entlüftungsanlage installiert werden, da alle bisherigen Maßnahmen nicht den erwünschten Erfolg brachten.“

Der FC hat zurzeit 8 Jungen- und 3 Mädchenmannschaften im Juniorenbereich und 1 Frauenmannschaft sowie 2 Seniorenmannschaften im Spielbetrieb – die Kabinen werden täglich genutzt. „An ein Trocknen der Räume ist kaum zu denken.“

Im Lauf des Jahres sei die Situation immer prekärer geworden, „die Ablagerungen lassen sich nicht mehr auf herkömmliche Weise entfernen, es muss eine moderne Entlüftung her“. Die kostet 19.000 Euro.

Trotz aller Modernisierungsversuche entspricht auch die Heizungsanlage nicht mehr den energietechnischen Erfordernisse. „Bei vier Mannschaften duschen die letzten kalt“, sagt Vollmert.

Die 37.000 Euro „sind für uns schlichtweg nicht aufzubringen. Wir konnten wegen der laufenden Unterhaltskosten auch keine Rücklagen bilden, sodass wir uns zum ,Crowdfunding‘ entschlossen haben, in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Finnentrop“.

Vorgesehen ist bei der neuen Heizung auch Solarthermie. Der FC-Vorstand hofft auf viele Spender, auch außerhalb des Vereins. 480 Mitglieder zählt der FCF, davon sind mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche.

Frank Nennstiel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Finnentrop, signalisierte, „an Großspender“ herantreten zu wollen und verwies gleichzeitig auf die Stiftung seines Kreditinstituts: „Der Verein sollte auf jeden Fall einen Antrag stellen.“

Einen zeitlichen Rahmen für die Dauer der Spendenaktion hat sich der Fußballverein nicht gesetzt.

Geschäftsführer Franz Vollmert: „Wir hoffen auf Spenden, wenn wir dann sehen, dass es funktioniert, können wir auch einen Kredit aufnehmen. Aber erst einmal wünschen wir uns Unterstützung.“

Info: www.fc-finnentrop.de

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