Spannung bis zum Schluss in Finnentroper Turnhalle

Hünsborn gewinnt Ü32-Hallenmasters im Neunmeterschießen

+
So sehen Sieger aus: RW Hünsborn holte sich den Titel beim Hallen-Masters der Ü32-Mannschaften im Kreis Olpe. 

Kreis Olpe. Die Kicker von RW Hünsborn holten sich am Samstag beim Hallen-Kreis-Masters der Ü32-Altligamannschaften in Finnentrop die begehrte Auszeichnung und den Pokal der Krombacher-Brauerei.

In einem packenden Finale konnte sich Hünsborn erst im Neunmeterschießen gegen die Vertretung von Rüblinghausen mit 7:6 Toren durchsetzen. Im Endspiel ging es flott hin und her, die Mannschaften betrieben Werbung für den Hallenfußball. 31 Sekunden vor Spielende führte Hünsborn mit 2:1, dann entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für Rüblinghausen. Der Ausgleich führte die Teams in die Verlängerung, die torlos blieb.

Viel Arbeit für die Schiedsrichter

„RW Hünsborn hat das Turnier am Ende verdient gewonnen“, stellte Staffelleiter Thomas Will bei der Siegerehrung fest. Allerdings wirkte der „Chef der Altliga“ auch etwas nachdenklich. „Einige Spieler sind heute ziemlich übermotiviert zur Sache gegangen.“ In der Tat: Nach dem Motto „Was mir fehlt an Talent, ersetze ich durch Temperament“ langten die Altinternationalen ordentlich hin. Das Schiedsrichterduo Frank Schmitt (SV Trockenrück) und Wolfgang Lemme (VSV Wenden) setzte jedoch auf Dialog statt rote Karten und brachte das Turnier mit Weitsicht über die Bühne. Beim Siegerbier, das von Jens Selter (Krombacher) gereicht wurde, präsentierten sich die Fußballer der Ü32 Generation wieder als sportlich faire Gegner.

Als Torjäger des Masters wurde Serkan Kucam (RW Hünsborn) für sechs „Buden“ geehrt, als Turnierleiter fungierte Kreisvorstandsmitglied Gerhard Kasten. Als Hallensprecher und „Männer an der Mucke“ verhalfen Georg Schmidt und Tim Wullenweber (Serkenrode) den Spielen zum nötigen Sound. Beim Gipfeltreffen der Teams SV 04 Attendorn (Titelverteidiger), VfR Rüblinghausen, SG Drolshagen/Hützemert, RW Hünsborn, FC Kirchhundem, SG Lennestadt/LaKi, RSV Listertal und SG Serkenrode/Fretter bugsierte sich Drolshagen durch einen 3:2-Erfolg gegen die SG Lennestadt/LaKi im Neunmeterschießen auf den dritten Platz.

Ärgernis: Veranstalter müssen alles selbst mitbringen

Viel Arbeit gab es für die Verantwortlichen der SG Serkenrode/Fretter. Als Ausrichter des Turniers war man bereits früh auf den Beinen und brachte Teile des hauseigenen Inventars aus den Frettertaler Vereinsheimen in die spartanisch eingerichtete Sporthalle. „Das geht nicht, das muss in Finnentrop im Gemeinderat und Gemeindesportverband angesprochen werden. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Hier gehört Grundmaterial für eine Ausrichtung rein.“ Was Serkenrodes Vereinschef Herbert Schmidt-Holthöfer ansprach, ist die Tatsache, dass für Veranstaltungen in der Halle vom Kuchengeschirr bis hin zum Dosenöffner alles mit nach Finnentrop gebracht werden musste. Das sei für ausrichtende Vereine von Events aller Art seit langer Zeit ein Dorn im Auge.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare