Drei Persönlichkeiten ausgezeichnet

Jahreshauptversammlung des Kreissportbundes Olpe

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Erste Träger der KSB-Ehrennadel sind (v.l.) Dieter Kohlmeier, Anton Wolf und Reinhard Thiedemann, die – jeder auf seine Art – Enormes für den Sport im Kreis geleistet haben.

Olpe. Die wichtigste Nachricht in der Jahreshauptversammlung des Kreissportbundes Olpe kam von Landrat Frank Beckehoff. Die Rundturnhalle in Attendorn und die Turnhalle „Wünne“ in Drolshagen werden ab dem 29. Februar, bzw. 30. März wieder dem ursprünglichen Zweck zugeführt. Anders sieht es bei der Kreissporthalle aus. 

„Auch die Kreissporthalle wird uns zurückgegeben, aber der Kreis wird sie vorübergehend zur Unterbringung für ,unbegleitete minderjährige Flüchtlinge‘ nutzen müssen“, so Beckehoff. Diese jungen Menschen „sind ohne Eltern hier, oft traumatisiert und psychisch belastet“, daher benötigen sie eine intensivere Betreuung, bevor sie „jugendgerecht“ untergebracht werden können. In Rede stehen ca. 100 junge Menschen. Die Kreissporthalle wird bis „mindestens 1. April“ als Notunterkunft genutzt. In seiner Eröffnungsrede im Olper Kolpinghaus ging auch der KSB-Vorsitzende Wilfried Schauerte auf die Aufgaben der Stadt- und Gemeindesportverbände und des KSB zur Integration der Schutzsuchenden ein. Es gelte, von der „Willkommenskultur zur Integration durch nachhaltige interkulturelle Öffnung des Sports“ zu gelangen, die Sportvereine müssten noch stärker als bisher in „kommunale Netzwerke der Flüchtlings- und Integrationsarbeit“ eingebunden und auch die Inklusion voran getrieben werden. Schauerte: „Sport ist international, die Regeln sind überall gleich.“ Daraus ergebe sich, dass der Sport wie geschaffen sei, Erhebliches für die Integration zu leisten. Wilfried Schauerte sparte nicht mit Kritik an der Politik: „Zum Thema ,Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen‘ ist viel geschrieben worden. Wir wissen, dass Landrat und alle sieben Bürgermeister keine andere Wahl hatten und hoffen, dass der normale Sportbetrieb bald wieder aufgenommen werden kann [...] Es gibt aber unter uns Sportlern eine große Solidarität mit den Menschen, die zu uns kommen und vor Krieg und Gewalt fliehen müssen. Wir fordern daher jetzt die Landesregierung und die zuständigen Behörden auf, dafür zu sorgen, dass sich die Zuweisungen an den vorhandenen Ressourcen der Kommunen im Kreis Olpe orientieren, wobei Sporthallen für die Unterbringung außer Betracht bleiben müssen [...]“. 

Ehrennadeln vergeben 

Der KSB-Vorstand nach der Jahreshauptversammlung (v.l.): Rolf Kantelhardt (Fachschaftsvertreter), Wilfried Schauerte (Vorsitzender), Sylvia Gante (Schatzmeisterin), Karl Hofmeister, Wilhelm Rücker (stellvertretende Vorsitzende) und Joachim Schlüter (Vertreter der Stadt- und Gemeindesportverbände).

Wie in einer Jahreshauptversammlung üblich, standen auch beim KSB Wahlen auf der Tagesordnung. Einstimmig wurden Wilfried Schauerte (Vorsitzender), Karl Hofmeister (Stellvertreter) und Sylvia Gante (Schatzmeisterin) bestätigt, wobei sich Wilfried Schauerte vorbehielt, „nach zwei Jahren, also in der Hälfte meiner Amtsperiode ‘mal über einen Wechsel nachdenken zu dürfen“. Im Jahr 2014 hat sich der Kreissportbund eine „Ehrenordnung“ gegeben, „die beinhaltet, dass neben den finanziellen Zuwendungen für Jubiläen und Ehrenmigliedschaften auch eine Ehrennadel vergeben werden kann“. Die ersten goldenen Ehrennadeln wurden in der Versammlung an Dieter Kohlmeier, Anton Wolf und Reinhard Thiedemann verliehen. Dieter Kohlmeier ist KSB-Ehrenmitglied und war von 1996 bis 2009 13 Jahre lang u.a. stellvertretender KSB-Vorsitzender. Er hat sich in erster Linie um finanzielle Belange gekümmert und damit vielen Vereinen spürbare Entlastungen ermöglicht. Reinhard („Max“) Thiedemann ist als „Mr. Handball“ weit über den Kreis hinaus bekannt. Als Jugendlicher gründete er den Handballclub SV Würdinghausen, den er lange als Trainer und Vorsitzender leitete. Gründer des Gemeindesportverbandes Kirchhundem, Schulsportbeauftragter und Mitglied im FLVW-Kreisjugendausschuss sind nur einige seiner Engagements. Ist Thiedemann „Mr. Handball“, so ist Anton („Ede“) Wolf „Mr. Turnsport“ in Olpe. Seit 1955 fungierte er als „Vorturner“ und Turnwart im TV Olpe. In den 1960er-Jahren schaffte es der gelernte Dreher – ohne Abitur – sich an der damals renommierten Deutschen Turnschule in Frankfurt bei Adalbert Dickhut zum Sportlehrer ausbilden zu lassen. Bis heute ist Anton Wolf im TVO Übungsleiter, in Würdigung seiner Arbeit wurde er bereits 1995 zum Ehrenmitglied des größten Sportvereins im Kreis Olpe ernannt. Und auch die Wettkampfgruppen der Olper Feuerwehr brachte Wolf „in Schwung“, so dass sie nationale und internationale Titel errang, bis hin zum Sieg bei einer Feuerwehr-Olympiade. 2005 wurde Anton Wolf zudem durch den KSB für 40-jährige Tätigkeit in der Sportabzeichenabnahme geehrt.

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