Marcel Hoppe lässt deutlich stärkere Autos hinter sich

Klassensieg beim 24h-Rennen in der "Grünen Hölle"

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Der H&R-Porsche mit der Startnummer 123 lief bei den 24 Stunden auf der Nordschleife wie ein Uhrwerk. Marcel Hoppe und seine Co-Piloten holten mit ihm den SP7-Klassensieg und Platz 15 im Gesamtklassement.

Selbst ein so routinierter Tourenwagenpilot wie der Elsper Marcel Hoppe lernt immer mal wieder Neues kennen. Sollte er zunächst nicht am 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife teilnehmen, so kam kurzfristig doch der Anruf von Teamchef Bernhard Mühlner (Mühlner Motorsport/Spa-Francorchamps). Und das Ergebnis ist phänomenal: Klassensieg und Platz 15 im Gesamtklassement, inmitten deutlich stärker motorisierter Boliden.

Elspe/Adenau – Die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind das größte Tourenwagen-Langstreckenrennen der Welt mit diesmal 155 Fahrzeugen aller Klassen. Mehr als 250.000 Motorsportfans pilgerten auch am letzten Juniwochenende zur „Grünen Hölle“. Viele reisen schon Tage vorher an und campen an der Strecke, die Stimmung ist eine Mischung aus Motorsport und Party und weltweit einmalig. 

„Das war schon irre. Mittwochs kam während meiner Arbeitszeit der Anruf, dass ich unbedingt kommen müsse. Nach der Arbeit also ab ins Auto und Richtung Adenau. Deadline für die Meldungen war 20 Uhr. Es kam, wie es kommen musste: Staus auf der Autobahn, die Zeit tickte runter. Um 19.15 Uhr konnten wir dann unseren Porsche mit der Startnummer 123 bei der Rennleitung anmelden. Das war verdammt knapp“, so der Elsper. Von da an wurde es aber immer besser. Hoppe pilotierte gemeinsam mit Thomas Mark/Kanada, Sebastian von Gartzen/Gießen und Moritz Kranz/Linz den 500PS starken H&R GT3 Cup-Porsche aus der VLN, aber in einer anderen Klasse, der sogenannten „SP7“. 

Diese Cup-Klasse war mit deutlich stärkeren Autos besetzt, doch die Mannschaft von Mühlner Motorsport konnte am Ende den verdienten Klassensieg einfahren. Aber nicht nur das: Darüber hinaus fuhren Hoppe und Co. auch noch im gesamten Starterfeld von 155 Autos einen sagenhaften 15. Gesamtrang heraus. Marcel Hoppe: „Insgesamt waren 45 GT3-Autos mit bis zu 600 PS im Feld, dann 15. zu werden, das ist einfach sagenhaft.“ 

Jeder Handgriff muss sitzen

Und auch Bernhard Mühlner konnte nach dem Rennen nur noch den Hut vor seiner Crew ziehen: „Diese 24 Stunden sind ein Martyrium für Mensch und Maschine, da muss jeder Handgriff sitzen. Fahrer und Mechaniker müssen voll konzentriert bleiben. Das ist eine sagenhafte Leistung von allen Beteiligten, ich bin sehr stolz auf meine Truppe, bei uns passt einfach alles.“ 

Bevor es jedoch zweimal rund um die Uhr im Porsche losging, startete der 41-Jährige auch schon im Rahmenprogramm bei den 24 Classics-500km Rennen, ein Rennen im Rahmen der Youngtimer-Trophy. Dabei sprang am Ende mit Bernd Degner/Leverkusen und Wilfried Schmitz/Setterich für die Mannschaft von Fleper Motorsport im Opel Kadett GSI ein 2. Platz heraus. 

Für die Mühlner-Mannschaft geht es am Samstag, 13. Juli, mit der VLN-Serie auf der Nürburgring-Nordschleife weiter. Dann gilt es, den nächsten Sieg in der Porsche GT3-Cup2-Serie bei der 50. Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy einzufahren. Marcel Hoppe gewann 2018 diese Klasse, die Chancen auf die Titelverteidigung stehen gut.

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