17 Referees geehrt - Drei Teilnehmer am Landeswettbewerb:

Kreisschiedsrichter-Ausschuss sagt „Danke, Schiri!“

Der KSA ehrte seine Schiedsrichterjubilare mit FLVW-Ehrennadeln, -urkunden und Präsentkörben für 520 Jahre Tätigkeit als Referees. Foto: harpo

Kirchveischede/Kreis Olpe. Regina Heim, Marco Jung und Manfred Reichling vertreten den Fußballkreis Olpe im Landeswettbewerb „Danke, Schiri!“ Dieses Ergebnis gab Marco Cremer, Vorsitzender des Kreisschiedsrichter-Ausschusses (KSA), am Montagabend in der Kirchveischeder Schützenhalle bekannt. Außerdem wurden 17 Referees in dieser letzten Schulung im Jahr 2017 für langjährige aktive Mitgliedschaft im KSA geehrt.

„Danke, Schiri!“ ist eine bundesweite Aktion von DFB und Dekra, mit der engagierten Spielleitern auf Amateurebene in den Sparten „Weibliche Schiedsrichter“ sowie „U50“ und „Ü50“ gedankt werden soll.

2016 stellte der FLVW-Kreis Olpe mit Sandra Föhrdes (RW Lennestadt) die Landessiegerin in der Kategorie „Weibliche Schiedsrichter“. Ob dies in einer der Kategorien erneut gelingen könne, sei eher zweifelhaft, „weil kaum anzunehmen ist, dass ein Kreis zweimal in Folge ausgewählt wird“. Aber, so Cremer, „wir melden sie mit den Begründungen, und dann sehen wir weiter“. Zu allen drei Siegern wusste Marco Cremer eine kleine Anekdote zu erzählen.

Für Regina Heim (28, SF Biggetal) sprechen unter anderem ihre Leistungen als SR in der Westfalenliga und ihr Einsatz im KSA für die Fördergruppe. „Und das alles, obwohl sie in Essen als Bewährungshelferin arbeitet.“

Marco Jung (28, SV Brachthausen-Wime) ist laut Marco Cremer ein „gutes Beispiel dafür, dass es möglich ist, Schiedsrichter, aktiver Fußballer und Vorstandsmitglied in einem Verein“ zu sein.

Mit Manfred Reichling (75, FSV Gerlingen) vertritt ein Mann den Kreis, dessen langjähriger Einsatz für sich sprechen, so der KSA-Vorsitzende: „55 Jahre Schiedsrichter, 12 Jahre SR-Beobachter auf Verbandsebene, ein Leben für das SR-Wesen.“

Zudem wurden 17 Schiedsrichterjubilare, davob 3 in Abwesenheit, geehrt. Für 10 Jahre gab es silberne FLVW-Ehrennadeln, für 20 Jahre die Nadel in Gold, ab 25 Jahren eine FLVW-Ehrenurkunde und einen Präsentkorb des KSA.

10 Jahre: Adrian Bock (SC Drolshagen), Stephan Hahn(BW Hillmicke), Marcel Padberg (FC Kirchhundem)

20 Jahre: Adem Özen (VfR Rüblinghausen), Özgur Tuncdemir (Tus Lenhausen)

25 Jahre: Achim Koch (FC Altenhof), Sebastian Weber (SV Heggen), Michael Wielpütz-Hahn (BW Hillmicke)

30 Jahre: Jan Fox (SV 04 Attendorn), Walter Geberbauer (SV Dahl-Fridrichsthal)

35 Jahre: Detlef Scheppe (SV Rothemühle), Wasilios Tsapanidis (Hützemerter SV), Wolfgang Rawe (SF Biggetal)

45 Jahre: Friedhelm Scheppe (FC Altenhof)

50 Jahre: Heinz Sternberg (SV Oberelspe)

55 Jahre: Theo Wurm (SC LWL 05)

60 Jahre: Friedel Schimsheimer (SC LWL 05).

Marco Jung (v.l.), Regina Heim und Manfred Reichling wurden von Thorben Siewer, Marco Cremer und Uli Keine (h.v.l.) als Sieger der Aktion „Danke, Schiri!“ ausgezeichnet. Foto: harpo


Vor den Ehrungen blickte KSA-Chef Marco Cremer kurz auf die erste Halbserie 2017/2018 aus Schiedsrichtersicht zurück. „Positiv zu bewerten ist: Trotz größerer Probleme konnten alle Spiele mit Schiedsrichtern besetzt werden. Mein Dank gilt allen Schiedsrichtern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit, insbesondere denen, die kurzfristig – manchmal sonntags um 12 Uhr auf Anruf - für Kollegen einspringen und zwei, drei Spiele an einem Wochenende leiten. Besorgnis erregend ist aber die Zahl der Nicht-Antritte von Schiedsrichtern.“

135 Aktive umfasst das Kontingent derzeit, 7 weniger als zum 31. Dezember 2016. „Unter den Sieben sind vor allem Studenten, die aufhören mussten, das ist aber nicht das ganz große Problem. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Kameraden zu gewinnen. Auch bei den Vereinen tut sich in dieser Beziehung etwas.“

Auch auf die Fitness der Spielleiter ging der Elsper ein: „Die physischen Anforderungen an die Schiedsrichter in den Kreisligen A und B sind deutlich gestiegen. Der läuferische Aufwand ist beträchtlich größer geworden durch die Eingleisigkeit. Die beiden Ligen sind sportlich sehr stark im Vergleich mit den Nachbarkreisen. Wir können den Mannschaften nicht vermitteln, dass Schiedsrichter einen Radius von 10 Metern links und rechts der Mittellinie haben. Daraus folgt, dass wir die läuferischen Anforderungskriterien deutlich erhöhen müssen.“ 

Positiv sei zu bewerten, dass „der Austausch mit den Vereinen intensiver geworden ist“. Dies sei beispielsweise im Falle des Spieltags an Pfingstmontag festzustellen, als die DJK Bonzel in ihren Vorstoß zur Verlegung ausdrücklich auch die Belange der Schiedsrichter einbrachte.

Schließlich betrieb Marco Cremer Werbung in eigener Sache: „Derzeit haben wir 34 Mitglieder in unserem SR-Förderverein. Das ist wenig angesichts unserer Mitgliederzahl.“

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