Sportler vom TV Attendorn beim Treppenmarathon

Lauf über 80.000 Stufen

Zieleinlauf von Kristina Tille mit ihren Eltern, die an der Strecke lange mitgefiebert und -gelitten hatten und am Ziel mit einem Strauß Rosen standen.

Der Sächsische Mount-Everest Treppenmarathon ist eine, seit dem Jahr 2005 existierende, Extremsportveranstaltung auf der sogenannten Spitzhaustreppe im sächsischen Radebeul, nahe Dresden, dem sich zwei Attendorner Läufer kürzlich stellten.

Berichte aus einschlägigen Fachzeitschriften bezeichnen den Lauf als „den schwersten und größten Extremtreppenlauf der Welt“.

Insbesondere die nonstop knapp 80.000 zu bewältigenden Stufen definieren das Ereignis. Um die Höhe des namensgebenden Mount 100 mal Everest zu bezwingen, mussten die Starter 100 mal die insgesamt 379 Stufen der Treppe hinunter und wieder hinauf laufen. Ein zu überwindender Höhenunterschied von 8848 Metern treppauf und wieder treppab summieren sich hier zu einer Gesamtstrecke von 84,4 Kilometern. Dazu gab es ein Zeitlimit von 24 Stunden. Ein Marathon bergab und einer bergauf. Diese unvorstellbare Herausforderung nahmen insgesamt 54 Männer und 6 Frauen an. Andreas Geyer musste nach 65 Runden das Rennen beenden. Immense Pollenbelastung des endlich beginnenden Frühlings brachten ihm erhebliche Atem-Einschränkungen, die ein Weiterlaufen unmöglich machten.

Kristina Tille vom TV Attendorn konnte sich den Sieg bei den Frauen erkämpfen. Mit bemerkenswerten 6 Stunden und 16 Minuten Vorsprung zur Zweitplatzierten Daniela Dilling aus Berlin, erreichte sie den Gipfel des sächsischen Mount Everest. Hand in Hand mit ihren Eltern, die am Rande der Strecke mitfieberten, lief sie glücklich durch den Zielbogen. Ihre Zeit von 17 Stunden und 30 Minuten unterbot den alten Streckenrekord um ca. 9 Minuten. Einzig sechs der gestarteten Männer konnten vor Kristina Tille das Ziel erreichen. Insgesamt erreichten 28 der gestarteten 60 Läufer das Ziel des Mt. Everest in Radebeul.

www.treppenlauf.de

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