Meggen: 32. Kreis-Masters bietet Hallenfußball voller Rasse und Klasse

FC Lennestadt beendet grün-schwarze Serie

„Die Nummer 1 im Kreis sind wir“: Der FC Lennestadt gewann in eigener Halle das 32. Masters um den Krombacher-Cup. Der zuvor viermal in Folge erfolgreichen SG Finnentrop/Bamenohl blieb nur Rang vier. 
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„Die Nummer 1 im Kreis sind wir“: Der FC Lennestadt gewann in eigener Halle das 32. Masters um den Krombacher-Cup. Der zuvor viermal in Folge erfolgreichen SG Finnentrop/Bamenohl blieb nur Rang vier. 

Meggen/Kreis Olpe – Ein schöneres Abschiedsgeschenk konnten die Spieler des FC Lennestadt ihrem scheidenden Trainer Jürgen Winkel nicht machen.

Mit einem souveränen 5:0 im Finale gegen den SV Ottfingen gewannen Kevin Schulte & Co. das 32. Hallen-Masters um den „Krombacher-Cup“ und beendeten damit zugleich die Siegesserie des großen Konkurrenten SG Finnentrop/Bamenohl.

FCL kommt spät in Schwung

Das Aufeinandertreffen der zwei besten Teams im Kreis wurde zu einem der spektakulärsten Hallenspiele der jüngeren Vergangenheit. Letztlich gewann der FCL mit 2:0 nach Verlängerung. Dabei hatte es vor rund 400 Zuschauern zu Beginn des Turniers nicht nach einem FC-Erfolg ausgesehen. Gleich im ersten Spiel gewann A-Kreisligist SV Heggen in der Gruppe B gegen den Ausrichter mit einer taktisch und kämpferisch starken Leistung mit 4:3.

Am Ende ein Tor Vorsprung

Im zweiten Spiel kam der FCL nicht über ein 1:1 gegen den späteren Finalgegner SV Ottfingen hinaus. Da aber der SC LWL 05 nach zwei Partien nur vier Punkte und die – noch – bessere Tordifferenz aufwies, kam es im letzten Gruppenspiel zum Showdown: Mit 6:2 fegte Lennestadt LWL aus der Halle und belegte mit vier Zählern Rang zwei hinter dem SV Ottfingen (5 Punkte). LWL fehlte in der Schlussabrechnung ein Treffer zum Weiterkommen. 

Anders die Situation in Gruppe A. Finnentrop//Bamenohl holte das Maximum von neun Punkten, SpVg Olpe belegte mit sechs Zählern Rang zwei, es folgten Hützemert/Schreibershof mit drei und SV Rahrbachtal ohne Punkte. 

Aber wie Heggen in der Parallelgruppe überzeugten auch A- und B-Ligist. Rahrbachtal schoss insgesamt gegen die höherklassige Konkurrenz sieben Tore – und Timo Halbe von Hützemert/Schreibershof schaffte gleich zwei Kunststücke: Mit sechs Treffern wurde er mit 30 Liter Bier als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet, und diese sechs Tore waren zugleich die Gesamtausbeute seiner Mannschaft. 

Das vorweggenommene Finale zwischen FCL und SG Finnbam war an Dramatik kaum noch zu überbieten. Die Lennestädter zogen dem spielstarken Westfalenligatabellenführer mit konsequentem Pressing „den Zahn“, ließen kaum Kombinationsspiel zu und kamen zu den klareren Chancen. Nach 20 Minuten hieß es 0:0; zehnminütige Verlängerung, eine rote Karte gegen Lukas Völmicke wegen Handspiels, Pfostenschüsse, tolle Torhüterparaden, Zweiminutenstrafen, rassige Zweikämpfe bis zur letzten Sekunde – die Fans sahen alles, was Hallenfußball so attraktiv macht. 

Dramatisches Spiel 

Als sich die meisten Zuschauer wohl schon auf ein 9m-Schießen eingerichtet hatten, trafen Christian Schmidt und Marvin Gouranis zum 2:0 und brachten damit die Halle zum Beben.

Das zweite Halbfinale dominierte Julian Scheppe. Der Ottfinger glich zweimal den Olper Vorsprung durch Sergen Gülbeyaz und Neuzugang Talhan Varli aus – um dann mit einem Kabinettstückchen zum Zungeschnalzen, einem Volleyschuss aus der Drehung, zum 3:2-Sieg für den Wendener Gemeindepokalsieger einzunetzen.

Das 9m-Schießen um Rang drei entschied die Spielvereinigung Olpe durch einen Treffer von Fabian Schulte mit 1:0 zu ihren Gunsten. 

Deutlicher Finalsieg

Die Geschichte des Endspiels ist schnell erzählt. Bis zur Pause schossen Daniel und Christian Schmidt, Samuel Eickelmann und Maurice Dobbener einen 4:0-Vorsprung heraus, Venhar Bivolacu traf nach dem Wechsel zum 5:0-Endstand. 

Eine schöne Geste gab es zwei Minuten vor dem Endes des Finales: Steffen Dicke, der im Sommer seine Karriere beendet, rückte für Kevin Schulte zwischen die Pfosten. 

Pokalspielleiter Uli Keine, FLVW-Kreisvorsitzender Joachim Schlüter und Jens Selter als Repräsentant der Krombacher Brauerei ehrten Sieger und Platzierte. Neben Geldprämien für die vier Erstplatzierten durfte sich jedes Team über eine Antrittsprämie von 100 Liter Pils freuen.

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