Von "Sausewind" bis "Raserei"

Mehr als 290 Läufer kommen beim "Finnensturm" in Hüsten ins Ziel

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Die kleinsten Läufer wurden vor dem „Flitzebogen“ auf Betriebstemperatur gebracht. Weitere Bilder gibt es auf der LAC-Homepage.

Hüsten. Die mittlerweile achte Auflage des „Finnensturms“ veranstaltete das LAC Veltins Hochsauerland jetzt auf der Holzschnitzelbahn im Sport- und Solepark Hüsten. Mehr als 290 Finisher waren es diesmal, die im Abendlicht den beleuchteten Rundkurs genossen.

Es gab eigentlich nur strahlende Gesichter und zufriedene Läufer. Mit dem Regenwetter des Vortages oder des frühen Veranstaltungstages hätte es wohl eine Wasserschlacht mit weniger Teilnehmern gegeben. Aber der November liebt den Finnensturm wohl. Von einem wirklichen Novembersturm war wie in den Vorjahren nichts zu merken. An die Temperaturen von etwa sechs Grad hat man sich auch schon gewöhnt.

Damit war aber auch eine tolle Grundlage für eine Bilderbuchveranstaltung gegeben. „Zügige Siegerehrungen der drei Erstplatzierten jedes Laufes unter im Abendhimmel beleuchteten Bäumen – das hat schon was und gibt es wohl nicht woanders“, so der LAC-Vorsitzende Thomas Vielhaber. So gab es trotz etwas feuchtem Schnitzeluntergrund und leicht rutschigem Zieleinlauf keine Verletzten, dennoch gute Zeiten und für einige Sportler ein „Warmlaufen“ für die Meisterschaften im Crosslauf am nächsten Tag in Herten. Und weil alles so gut klappte konnten auch die letzten Teilnehmer noch vor 20 Uhr die Heimreise oder einen Besuch im Nass antreten.

Im „Flitzebogen“, dem ersten Lauf, waren die Kleinsten unterwegs. 87 Mädchen und Jungs stürmten die 1-Kilometer-Bahn und brachten Eltern und Betreuer jede Menge Freude und Begeisterung. Emma Fischer (TuS Müschede, W6), Pia Sophie Tellmann (TV Arnsberg, W7), Jana Grabitz (TV Neheim, W8) und Janina Vieth (TuS Müschede, W9) hießen die weiblichen Sieger. Bei den Jungen gewannen Tom Fritz Kraft (TuS Müschede. M6), Felix Körner (TuS 31 Elleringhausen, M7), Sam Schönfelder (TV Neheim, M8) und Simon Schmitz (M9).

59 Mädchen und Jungs kämpften im „Sausewind“ über eine Runde (1 Kilometer). Die Erstplatzierten in den Altersklassen W10 bis W13 und M10 bis M13 heißen: Mia Vollmer (DJK Werl), Marie Zachrau (TuS Voßwinkel), Zoe Levermann (SC Hagen-Wildewiese) und Nina Nolte (DJK Werl) bei den Mädchen sowie Adrian Schmidt (VfL Fleckenberg), Luca Grobbel (VfL Fleckenberg), Fynn Plemper (SSV Meschede) und Lars Franken (DJK Werl).

"Bleibe Fan dieser Veranstaltung"

Im „Herbstorkan“ über 2 Kilometer jagten 16 junge Frauen und Männer guten Zeiten und Platzierungen nach. Sophie König (SkiClub Fretter), Clara Cranauge (SkiClub Fretter), Anka Hagelschuer (Marathon Menden) und Natalie Anikeev (SC Hagen-Wildewiese) hießen die Altersklassensiegerinnen und bei den Jungs siegten Ben Schlücking (DJK Werl) und Julian Gutstein (SkiClub Fretter).

Die „Raserei“ stellte den Abschluss der Veranstaltung dar. Der Lauf ist allen Älteren vorbehalten und geht über fünf Runden (5 Kilometer). Dabei ging es vorne um Zeiten, Gewinnen und Prestige und weiter hinten um Fun, Genießen und Staunen. Denn die mit Fackeln und Kerzen geschmückte Start- und Zielstrecke bot – egal ob schnell oder langsam – für alle ein einmaliges Bild. Die Siegerinnen hießen Nina Jörden (25:39 Minuten), Helga Wortmann (RC Sorpesee) und Julia Boning (RC Sorpesee). Der Vorjahreszweite André Kraus (Lauftreff Ruhrtalrunners/TuS Oeventrop) gewann unangefochten vor Magnus Schröder (SC Hagen-Wildewiese) und Ralf Klauke (LC Dortmund).

Insgesamt wurden 82 Athleten im Ziel erfasst. Bei den Frauen und den Männern gab es schon ziemlich früh ein klares Ergebnis für die ersten beiden Plätze. Spannung gab es dagegen auf den Plätzen dahinter. Da nur die Siegerzeit von André Kraus unter der 18-Minuten-Grenze war, deutet vieles auf ein schweres, weil feuchtes Geläuf hin. Die weiteren Finisher hatten sich am Ende in einer langen Läuferreihe auf den Rundkurs ums Stadion Große Wiese verteilt. Sie mussten auch mit vielen Überholungen und Überrundungen zurecht kommen. Die ungeteilte Aufmerksamkeit im Start- und Zielbereich war allen jedenfalls gewiss.

Den Staffelwettbewerb der jeweils drei Besten eines Vereins gewann fast schon traditionell der SC Hagen-Wildewiese, diesmal vor dem Sauerlandlaufteam und dem Lauftreff der Ruhrtalrunners. Thomas Vielhaber zog ein positives Fazit: „Ich bin und bleibe totaler Fan dieser Veranstaltung“.

Die Ergebnisse des Finnensturms sind hier zu finden.

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