Melina Schöttes triumphiert

Erster Sieg bei einem internationalen Skimarathonrennen

Melina Schöttes (M.) holte beim Dolomitenlauf ihren ersten Sieg bei einem internationalen Skimarathonrennen.

Oberhundem – Der Dolomitenlauf, die größte Langlaufveranstaltung in Österreich, die zur Visma Skiclassic Challenges zählt, feierte in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Melina Schöttes vom Ski-Club Oberhundem feierte an dieser Stelle in Osttirol ihren ersten Sieg bei einem internationalen Skimarathonrennen. Die 21-Jährige stand am Sonntag in Lienz ganz oben auf dem Podest und durfte nach einem überlegenen Sieg über die Marathondistanz von 42 Kilometern bei der Siegerehrung erstmals die Deutsche Nationalhymne für sich genießen.

Zweieinhalb Stunden vorher fiel der Startschuss in Heinfels und fast 1000 Profi- und Hobbyläufer aus 30 Nationen machten sich bei frostigen Temperaturen und Sonnenschein auf in Richtung Lienz. 

Von Beginn an konnte die 21-Jährige ihre zur Zeit gute Form bestätigen und sich unter den besten 50 Läufern behaupten. „Wir sind in einer Gruppe von sechs Läufern zusammengelaufen. Bis kurz vor dem Ziel haben wir sehr gut Zusammengearbeitet und konnten das Tempo hoch halten, weil wir uns in der Führungsarbeit abgewechselt haben. Am letzten Berg musste ich die Männer dann ziehen lassen. Da wusste ich aber schon, dass ich bei den Damen ganz vorne liege“, beschrieb die Oberhundemerin ihren Rennverlauf. 

Drei Minuten Vorsprung vor zweitplatzierter Läuferin

Nur zehn Minuten nach dem norwegischem Sieger in der Herrenklasse bog sie auf die Zielgerade in der Innenstadt von Lienz ein und durfte unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer nach 1:46:58 Stunden den Siegerkranz entgegen nehmen. Während die Oberhundemerin dem Stadionsprecher sowie dem ORF Interviews gab, überquerte drei Minuten später als Zweitplatzierte, die Finnin Terhi Pollari, die Ziellinie. Sportlerinnen aus Österreich, Frankreich, USA, Kanada, Italien und Russland komplettierten die Top Ten in der Damenklasse. 

„Mein Ziel war es auf das Podest zu laufen, heute hat einfach alles gepasst. Ich hatte sehr gutes Material, habe mich gut gefühlt und eine Gruppe erwischt, mit der ich gut mitlaufen konnte. Ich freue mich riesig über diesen Sieg beim Dolomitenlauf“, war Melinas Kommentar bei den Siegerinterviews. 

Finaleinzug beim Sprintparcours um 0,4 Sekunden verpasst

Bereits am Freitagabend fand der Dolomitensprint zur Eröffnung des Jubiläums in der Innenstadt von Lienz statt. 14 Sportlerinnen durften hier starten. Neben Nadine Herrmann, der Schwester von Biathletin Dennis Herrmann, vertrat Melina die Deutschen Farben. Auf dem anspruchsvollen und schnellen Sprintparcours mit Rampe, Steilkurve und Schanze verfehlte Melina aufgrund eines Wacklers nach der Schanze den Finaleinzug um lediglich 0,4 Sekunden. Somit bestritten Österreich, Italien und Frankreich das Finale. 

„Auch der Sprint hat riesig Spaß gemacht. Vor so vielen Zuschauer und so einer Atmosphäre bin ich bisher noch nicht gelaufen, es hat mich schon geärgert, dass ich wegen einem so dummen Fehler das Finale verpasst habe. Es war eine grandiose Stimmung an beiden Wettkampftagen, der Sieg am Sonntag war natürlich das absolute Highlight“, zieht Melina Schöttes ein mehr als positives Fazit eines sehr erfolgreichen Wochenendes in Österreich.

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