SSV Elspe bekommt Module neuester Generation

Modernes LED-Flutlicht erhellt Wiesengrund

Erik Swennen, Nora Klaren (beide Triple A), Jörg Fischer (Firma Fleschsysteme), Fabian Biermann, Wilhelm Soemer, Christoph Heimes (mit einer der alten Flutlichtlampen, v.l.) vom SSV Elspe.
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Erik Swennen, Nora Klaren (beide Triple A), Jörg Fischer (Firma Fleschsysteme), Fabian Biermann, Wilhelm Soemer, Christoph Heimes (mit einer der alten Flutlichtlampen, v.l.) vom SSV Elspe überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit der neuen Flutlichtanlage.

Elspe - Deutlich heller, deutlich günstiger beim Stromverbrauch: Mit Förderung des Stadt Lennestadt, des Kreises Olpe und des Bundesministeriums für Umwelt hat der SSV Elspe eine hochmoderne LED-Flutlichtanlage installieren können.

Die neuen Lampen sind etwas Besonderes: Der Wiesengrund ist der erste Platz, der von der neuesten LED-Generation der niederländischen Firma AAA-Lux ausgeleuchtet wird. „Die Lichtausbeute ist um 15 Prozent deutlich erhöht worden, die Ausleuchtung gleichmäßiger“, sagte Erik Swennen, Inhaber der Firma Triple A-Lux. Er war mit seiner Mitarbeiterin Nora Klaren am Dienstagabend eigens angereist, um sich von der Leistungsfähigkeit seiner Module in der Praxis zu überzeugen.  

1961 erster Verein mit Flutlicht 

Schon einmal war der Elsper Sportverein beim Thema Flutlicht ganz vorn. 1961 erhielt der SSV als erster Sportverein im Kreis Olpe eine Flutlichtanlage. Der 90-jährige Heinz Diehl, Urgestein des Vereins, weiß auch, wovon die Anlage bezahlt wurde. Der talentierte Stürmer Rudi Pöggeler wechselte seinerzeit zum renommierten Oberliga-Verein Westfalia Herne, bei dem auch Hans Tilkowski spielte. „Für Rudi Pöggeler haben wir 2000 Mark bekommen, das war damals viel Geld“, erzählt Heinz Diehl, „wir haben davon von der Post Masten gekauft und die erste Flutlichtanlage eines Sportplatzes im Kreis Olpe bezahlt.“  

Anheizen der alten Lampen entfällt 

Für diese Summe ist die moderne Elsper Anlage natürlich nicht zu haben. Rund 30.000 Euro, so sagt Christoph Heimes, Vorstand Sportanlagen, kosten die acht Module sowie die Installation. Dafür kann sie auch eine Menge mehr: Jedes Modul hat eine eigene IP-Adresse und kann entsprechend angesteuert werden. „Sie springt auf Knopfdruck an, das langwierige 20- bis 30-minütige teure Anheizen der alten Lampen entfällt“, erläutert Jörg Fischer von der Heidelberger Spezialfirma Fleschsysteme, der die Masten mit seinem Mitarbeiter Mikel Schimanski bestückt hat. Schimanski hat die voreingestellten Module mit einer Zielvorrichtung auf dem Mast auf den Elsper Platz ausgerichtet, so dass eine gleichmäßige Ausleuchtung und Abgrenzung zur Nachbarschaft sichergestellt wird.  

Gleichmäßige Ausleuchtung des Platzes 

„Der Knackpunkt bei den alten Metalldampf-Lampen neben dem enormen Stromverbrauch: Es gab dunkle Stellen in der Spielfeldmitte und im Strafraum“, sagt Schimanski. Ab jetzt Geschichte. Gleichmäßige Ausleuchtung, blendfrei und dabei drei Mal heller, denn die neuen Lampen haben eine gemittelte Leuchtstärke von rund 150 Lux, wie Erik Swenner durch Messungen feststellte. 

Per Funk gesteuert 

Gesteuert werden die LED-Module mit einer kleinen Box per Funk, und, das ist Bedingung für eine Förderung durch den Bund: Sie müssen regulierbar sein. Im Trainingsbetrieb dürfen maximal 80 Prozent der Leistung abgerufen werden, um dem Ziel, der Strom- und der damit verbundenen CO2-Einsparung gerecht zu werden. „Es reichen beim Training aber auch locker die nun eingestellten 60 Prozent“, meint Jörg Fischer. Wird nicht der ganze Platz genutzt, kann auf Halbfeld 1 oder 2 geschaltet werden, nach Spielende auf 15 Prozent Leistung. 

In der Kasse bemerkbar 

Unter dem Strich wird sich die Investition für die Vereine in der Kasse bemerkbar machen. Die Stromkosten für den Betrieb der Leuchten können halbiert werden, sogar „bis zu zwei Drittel Einsparung sollten drin sein“, meint Fischer. Nach ersten Tests tagsüber gab’s am Dienstagabend im Wiesengrund dann das erste Heim-Leuchten. „Fast Stadion-Atmosphäre“, lobte SSV-Trainer André Weigler.

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