Spektakulärer Fallrückzieher

"Tor des Monats" im November: Stürmer aus dem Sauerland steht zur Wahl

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Philipp Hofmann, Stürmer des Karlsruher SC aus Eslohe-Wenholthausen, ist für das "Tor des Monats" November nominiert.

Karlsruhe/Sauerland - Zwölfmal im Jahr lässt die ARD Sportschau ihre Zuschauer über das "Tor des Monats", also den schönsten Treffer der vergangenen Wochen, abstimmen. Im November steht auch ein Sauerländer zur Wahl: Philipp Hofmann, Profi des Karlsruher SC, könnte mit seinem spektakulären Treffer gegen Jahn Regensburg gewinnen.

Es läuft die 56. Minute des Zweitligaspiels zwischen dem Karlsruher SC und dem SSV Jahn Regensburg, als KSC-Mittelfeldspieler Marc Lorenz von der linken Außenbahn eine Flanke in den Regensburger Strafraum schlägt. In der Mitte setzt sich Stürmer Philipp Hofmann gegen die gegnerischen Abwehrspieler durch und versenkt den Ball mit einem spektakulären Fallrückzieher in der rechten Ecke des SSV-Tores. Mit dem Treffer zum 3:0 (Endstand 4:1) besorgte Hofmann nicht nur die Vorentscheidung in dieser Partie, der Sauerländer sicherte sich damit auch die Nominierung zum "Tor des Monats" November. 

Für Philipp Hofmann, der in Arnsberg geboren ist und aus Eslohe-Wenholthausen stammt, läuft es in dieser Saison sehr gut: Mit dem KSC belegt er als Aufsteiger momentan den elften Platz und mit seinen neun Saisontoren belegt er in der Torjägerliste der zweiten Bundesliga gemeinsam mit Andreas Voglsammer (Bielefeld), Silvère Ganvoula (Bochum) und Sonny Kittel (Hamburg) den dritten Platz. 

Philipp Hofmann: Viele Stationen in bisheriger Laufbahn

Damit gelang dem 26-Jährigen, der vor der Saison ablösefrei von Eintracht Braunschweig nach Karlsruhe gewechselt ist, in dieser Spielzeit der Durchbruch. Dass Hofmann zweifelsohne talentiert ist, stellte er schon oft unter Beweis. Allerdings fehlte ihm bei seinen bisherigen Stationen zumeist die Konstanz. 2009 wechselte der Wenholthauser vom SC Neheim in die Jugendabteilung des FC Schalke 04, wo er es aber nicht bis zu den Profis schaffte. Nach Ausleihen nach Paderborn und Ingolstadt verkauften die Königsblauen den Stürmer im Sommer 2014 schließlich für eine Million Euro zum 1. FC Kaiserslautern

Dort kam Hofmann zwar in der Zweitligasaison 2014/15 30 Mal zum Einsatz, allerdings stand er nur zehnmal 90 Minuten auf dem Platz. Nach nur einem Jahr verließ der Sauerländer den Betzenberg und wechselte für zwei Millionen Euro zum FC Brentford nach England, wo er aber in seiner Premieren-Saison nach verheißungsvollem Start meist nur noch zu Kurzeinsätzen kam. Im zweiten Jahr kam er sogar nur auf zehn Einwechslungen, sodass er seine Zelte auf der Insel abbrach und nach Deutschland zurückkehrte. 

Tor des Monats: Abstimmung telefonisch und online möglich

Doch auch bei der SpVgg Greuther Fürth, die Hofmann im Juli 2017 für 250.000 Euro verpflichtete, wurde der Angreifer nicht wirklich glücklich: Nach nur einem halben Jahr mit neun Einsätzen und einem Tor in der zweiten Liga "flüchtete" der heute 26-Jährige zum Ligakonkurrenten Eintracht Braunschweig, mit dem er am Saisonende sogar in die dritte Liga abstieg. Der bittere Gang in Liga drei war für Hofmann aber nicht nur schlecht: In der darauffolgenden Saison stand der Wenholthauser in jedem Spiel auf dem Platz - zumeist über die volle Distanz - und kam auf elf Treffer. 

Dadurch wurde der Karlsruher SC auf Hofmann aufmerksam und verpflichtete den Stürmer im Sommer 2019 ablösefrei. Im Badenland scheint er nun endgültig sein Glück gefunden zu haben, was die eindrucksvolle Quote von bislang neun Treffern in 16 Spielen belegt. Sein schönster Treffer gelang dem Angreifer aber zweifelsohne beim Heimspiel gegen Regensburg. Ob der nun mit einer "Tor des Monats"-Medaille belohnt wird, entscheiden die Zuschauer: Noch bis zum 18. Dezember (12 Uhr) können Fußballfans telefonisch unter 01371/3690-05 oder online auf der Homepage der Sportschau für den Sauerländer abstimmen. Dort ist auch ein Video des spektakulären Treffers zu finden.

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