ESV Finnentrop: Rhönradturnerinnen bei Deutschland-Cup "top"

Lia Noelle Börner gewinnt zwei Disziplinen

Lia Noelle Börner gewann beim Deutschland-Cup zwei Disziplinen.

Finnentrop/Bielefeld – Die Rhönradturnerinnen des ESV Finnentrop sind mit den Wasserfreunden so etwas wie die SG Wenden der Gemeinde an Bigge, Lenne und Fretter: Regelmäßig belegen sie bei überregionalen Sportveranstaltungen vordere Plätze. Und ebenso regelmäßig werden sie dafür durch Gemeinde und Kreis geehrt.

Mit Lia Noelle Börner und Laura Lingemann vertraten zwei junge Frauen den ESV beim Deutschland-Cup in Bielefeld – mit großem Erfolg.

"Fantastische Leistung"

Lia Noelle Börner gelang dabei eine echte Sensation: In der Altersklasse 19 bis 24 holte sie in den Disziplinen Gerade (9,85 Punkte) und Spirale (6,40 Punkte) jeweils mit klarem Vorsprung vor der Konkurrenz zwei Titel. „Eine fantastische Leistung“, lobt Cheftrainerin Annika Schmidt-Eickelmann ihren Schützling. 

Mit diesem Erfolg belohnte sich die Jurastudentin für das harte Training im Vorfeld. 

Lia Noelle Börner studiert in Gießen, „die gute Erreichbarkeit war einer der Gründe für die Wahl dieses Studienortes“, erklärte sie im Gespräch mit dem SauerlandKurier. „So verliere ich nicht den Kontakt zu meinen Sportkameradinnen, meiner Familie, meinen Freunden.“ Zweimal pro Woche geht‘s in der Dreifachturnhalle „ans Gerät“ – Lia Noelle reist kurz vorher an und anschließend gleich wieder zurück nach Gießen. 

Doch jetzt ist leider erst einmal Schluss mit dem Leistungssport: Die Rhönradsportlerin muss sich Knieoperationen unterziehen – der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs in den Rhönradsport steht noch in den Sternen.

Laura Lingemann hat ihre Karriere beendet und startet nun eine Trainerlaufbahn.

Auch Laura Lingemann zeigte in Bielefeld die stärkste Leistung ihrer sportlichen Karriere: In einer sehr stark besetzten Gruppe Ü24 belegte die 25-Jährige in der Disziplin Gerade den vierten und im Zusatzwettkampf Spirale den fünften Platz. „Das waren meine besten Platzierungen in all den Jahren“, sagt sie, „und zugleich meine letzten.“

Schon mit drei Jahren wurde sie von der Mutter zum Rhönradturnen mitgenommen, mit fünf Jahren bestritt sie ihren ersten Wettkampf. Im Lauf der Zeit gab es einige Verletzungen: „Als Sport-Physiotherapeutin kenne ich meinen Körper und höre auf ihn. Jetzt ist Schluss.“ 

Trainerlaufbahn

Aber nur aktiv: Wie so viele Teamkolleginnen vor ihr, wechselt auch Laura Lingemann in die ESV-Trainerriege.

„Ich freue mich auf die Traineraufgabe. Ich bin schon so nach und nach bei der Anfängergruppe ins Traineramt hineingerutscht. Und jetzt möchte ich mein Wissen und Können an die Jüngeren weitergeben. Vor allem das Training mit der Leistungsriege macht mir großen Spaß.“

"Sehr bodenständig"

Trainerin Annika Schmidt-Eickelmann: „Diese Kontinuität ist eine unserer Stärken. Kaum eine Turnerin hört mit dem Ende der Karriere auf, sondern macht im Trainerteam weiter. Die meisten unserer Turnerinnen sind sehr bodenständig.“

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