Finnentroper Fußballfrauen verpassen Sprung ins Halbfinale

Olpe darf weiter vom DFB-Pokal träumen

Vor dem Spiel schworen sich die Olper auf die Partie ein. Foto: Peter Maiworm

Olpe/Finnentrop. Der Traum vom DFB-Pokal darf rund um den Olper Kreuzberg weiter geträumt werden. Am Elfmeterpunkt endeten hingegen die Hoffnungen der Finnentroper Fußballerinnen auf die erste Pokal-Hauptrunde. Mit 3:0 gewann die SpVg Olpe ihr Viertelfinalspiel gegen TuS Hordel, der FC Finnentrop verlor hingegen 5:6 (1:1) nach Elfmeterschießen.

In Olpe ließ die Lesniak-Elf von Beginn an kaum einen Zweifel daran, dass sie Herr im Haus ist und sich die historische Chance auf das Westfalenpokal-Halbfinale nicht nehmen lassen wollte. Vor nur rund 140 Zuschauern sicherten Jona Stöcker (15. Minute), Jan Prothmann (27.) und Philipp Bredebach (64.) den Erfolg. Aus einer mannschaftlich sehr geschlossenen Einheit ragten Torwrart Christian Bölker und Spielführer Denis Huckestein noch heraus. Bölker verhinderte unter anderem in der 34. Minute mit tollen Reflexen den Anschluss. 

Vorstandsmitglied Jörg Hennecke nach dem Spiel: „Ich bin überglücklich. Die Mannschaft, aus der man keinen herausheben sollte, hat ein ganz großes Spiel gemacht. Nur den ,Schnapper‘, der mit ganz starken Reflexen zweimal den Anschluss verhinderte. Alle, die heute nicht auf dem Kreuzberg waren, haben etwas ganz großes verpasst.“ Dieser Aussage schloss sich Vorstandskollege Ludger Heuel an: „Jetzt zählen wir im Pokal zu den besten vier Mannschaften in Westfalen. Ein großes Ereignis für die Mannschaft und den Verein.“ 

Neben der Spielvereinigung Olpe (Westfalenliga) stehen mit SC Paderborn, SF Lotte (beide Dritte Liga) und TuS Erndtebrück (Regionalliga) drei echte „Kracher“ im Lostopf. Die Halbfinalspiele werden Anfang 2018 ausgelost. Unterklassige Mannschaften haben kein automatisches Heimrecht. Ausgetragen werden die Partie im März oder April. Das Finale um den Krombacher Pokal steigt am 21. Mai im Rahmen des „Finaltags der Amateure“. 

Lina Filter brachte den FC Finnentrop mit 1:0 in Front, Alicia Mester (4) glich später aus. Foto: harpo

Den Sprung unter die letzten Vier verpasste das Frauen-Landesligateam des FC Finnentrop. Aus einer kompakten Defensive heraus gelang es den Schützlingen von Eftimios Douros in der ersten Halbzeit, die vom FC-Vorsitzenden Engelbert Schulte erhofften „Nadelstiche“ zu setzen. So scheiterte Mittelfeldspielerin Nadine Käsler mit einem Freistoß an der hervorragend reagierenden VfL-Torfrau Sarah Hauling, ehe Lina Filter in der 30. Minute den 1:0-Pausenstand für die Finnentroperinnen erzielte. 

Nach dem Wechsel erhöhte der Westfalenligist aus dem Münsterland den Druck und kam durch Alicia Mester (54.) zum 1:1, das auch nach 120 Minuten Bestand hatte. 

Pech hatte vom Punkt aus die erst 18-jährige Elisa Schmitz, die die Verantwortung übernahm und am Querbalken scheiterte. 

Eftimios Douros: „Wir gewinnen gemeinsam und verlieren gemeinsam. Gegen Borchen hat es geklappt, heute nicht. Wir machen weiter und nehmen auch aus diesem Spiel viel Positives mit.“

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