Same procedure as last year

SV Ottfingen und Rot-Weiß Hünsborn II verteidigen ihre Titel beim Wendener Hallengemeindepokal

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Titelverteidigung gelungen: Der SV Ottifngen holte nach 2019 auch in diesem Jahr den Wendener Hallengemeindepokal. Marco Heinemann vom Sponsor Volksbank OWD (l.), Bürgermeister Bernd Clemens (2.v.l.) und Lambert Stoll, Vorsitzender des Gemeindesportverbands (3.v.l.), gratulierten.

Wenden – „Nichts für schwache Nerven“ war wieder einmal der Hallenpokal der Gemeinde Wenden, darüber waren sich Bürgermeister Bernd Clemens und Lambert Stoll, Vorsitzender des Gemeindesportverbands, einig. In einem packenden Finale setzte sich der Titelverteidiger SV Ottfingen gegen den VSV Wenden durch. Die 2. Mannschaft von RW Hünsborn entschied bereits am Freitag den Reservepokal zum dritten Mal hintereinander für sich.

Die dreitägigen Festspiele in der Wendener Turnhalle starteten mit dem Reservegemeindepokal. Vor 550 Zuschauern lösten Hünsborn II, Wenden II, Ottfingen II und Gerlingen II ihre Halbfinaltickets. In umkämpften Partien setzten sich die Vertretungen vom Löffelberg und vom Siepen durch. Nachdem Fabian Thiem und Christian Kadimsky RWH II im Finale dann zunächst in Front schossen, glichen Laundrit Frangi und Sven Giesler aus, ehe Oliver Rasche und Daniel Niklas die alte Zwei-Tore-Führung wieder herstellten und das Finale letztlich für Hünsborn entschieden. 

Am folgenden Samstag griffen die Erstvertretungen der Clubs ins Spielgeschehen ein. Erwartungsgemäß qualifizierten sich der SV Ottfingen, der FC Altenhof, der SV Rothemühle, der FSV Gerlingen, Rot-Weiß Hünsborn und der VSV Wenden für die zweite Gruppenphase am Sonntag. Auch hier blieben Überraschungen aus und so standen sich der Bezirksligist SV Ottfingen und Landesligist Rot-Weiß Hünsborn sowie der Westfalenligist FSV Gerlingen und der Landesligist VSV Wenden im Halbfinale gegenüber. 

Kein Sieger nach regulärer Spielzeit

Während der regulären Spielzeit konnte sich keines der Teams durchsetzen, deswegen mussten die Finalisten vom Punkt ermittelt werden. Im ersten Halbfinale bewies der VSV nach einem 4:4-Unentschieden die größere Nervenstärke vom Punkt und zog ins Finale ein. Auch das zweite Halbfinale, in dem RWH-Allzweckwaffe Daniel Niklas den in der Hauptrunde gegen den FSV vom Platz geflogenen Marcel Hagebäumer (erhielt nach einer Zwei-Minuten-Strafe mit seinem zweiten Foul die rote Karte) mit starken Reflexen auf der Linie vertrat, endete 4:4. Das anschließende Neunmeterschießen ging an den SVO. 

Rot-Weiß Hünsborn sicherte sich darauf Platz 3 im Neunmeterschießen gegen den FSV Gerlingen. Im „Wendschen Klassiker aus alten Tagen“, wie der Bürgermeister das Finale zwischen dem VSV und dem SVO betitelte, ging es dann Schlag auf Schlag. Die zwischenzeitlichen Führungen des SVO konnte der VSV bis zum 4:4 immer wieder egalisieren, dann ballerten Luca Valido, Daniel Schnittchen und Fabian Kolb den SVO jedoch mit 7:4 in Front. Zwar kam der VSV durch Sascha Rokitte und Dominic Kruse15 Sekunden vor Schluss nochmal dran, der „Lucky Punch“ des VSV aber blieb aus. Somit gelang dem SV Ottfingen die Titelverteidigung. 

Sebastian Erner, Spielführer des SVO, übergab die Siegesprämie von 500 Euro an Thorsten Voß, Initiator von „Sternenlicht“.

Trainer Uwe Kipping sah einen verdienten, wenn auch glücklichen Sieger in seinem Team: „Klar, können wir im Halbfinale gegen Hünsborn auch verlieren, wenn wir nicht 20 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielen. Wer sich über die zwei Tage aber durchsetzt, hat sich den Sieg am Ende auch verdient.“ Besonders stolz war er über die gelungene Titelverteidigung: „Das Niveau des Turniers ist extrem hoch, deswegen gelingt eine Titelverteidigung hier nicht allzu oft. Die Jungs haben es geschafft, die Euphorie und den Zusammenhalt aus der Meisterschaft mit in die Halle zu nehmen.“ 

Siegerehrung rückt in den Hintergrund

Einen Gänsehautmoment schuf Timo Bröcher von GW Elben bei der Siegerehrung. Der Kicker verzichtete im Namen seiner Mannschaft auf die Antrittsprämie von 75 Euro und überreichte diese Thorsten Voß von der ALS-Spendeninitiative „Sternenlicht“ , welcher selbst unter der Krankheit leidet. Der Elber setzte damit ein positives Beispiel, dem alle (!) anwesenden Teams folgten. Altenhof, Rothemühle und Hillmicke (plus 75 Euro Orga-Geld) spendeten ihr Antrittsgeld ebenfalls. Vom FC Möllmicke war kein Mannschaftsvertreter mehr anwesend. Michael Hubmayer vom Vorstand des FCM versicherte aber, dass das Geld auch gespendet wurde. Der FSV Gerlingen (150 Euro), Rot-Weiß Hünsborn (250 Euro), der VSV Wenden (350 Euro) und der SV Ottfingen (500 Euro) übergaben ihren kompletten Gewinn. 

Ein Novum wurde auch beim von Eckard Stahl ausgelobten Offensivcup gebrochen. Zum ersten Mal gelang es zwei Teams, den Cup zu gewinnen. Deswegen stellte „Ecki“ den Gewinnern SVO und VSV die Möglichkeit zur Verfügung, entweder jeweils ein Dreißig-Liter-Fässchen zu erhalten, oder den Gegenwert der Fässchen an die Spendeninitiative zu übergeben. Beide Teams entschieden sich – ohne Überlegung – abermals zur Spende.

Gemeindepokal Wenden 2020 Samstag

Gemeindepokal Wenden 2020 Finaltag

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