3:1-Erfolg gegen Volleyball-Team Hamburg

RC Sorpesee krönt Karnevalswochenende mit Heimsieg

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Und dann die Hände zum Himmel: Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee feierten am Karnevalssamstag einen 3:1-Heimsieg gegen das Volleyball-Team Hamburg

Sundern. Als der finale Außenangriff des Volleyball-Teams Hamburg am vergangenen Samstag Zentimeter neben der Außenlinie auf der Seite des RC Sorpesee im Aus landete, standen längst alle Volleyballverrückten im Schulzentrum Sundern auf ihren Plätzen und applaudierten dem jungen Team von der Sorpe zu einer Reifeprüfung der ganz besonderen Art. Mit großem Herz, unbändigem Einsatz und einer noch dazu spielerisch deutlich verbesserten Leistung hatten die Underdogs der geballten Angriffspower der Hamburgerinnen Stand gehalten und beim verdienten 3:1-Sieg am Ende drei Punkte für das RCS-Punktekonto in Sundern behalten können. Der Applaus von den Rängen galt am Ende aber dann doch beiden Teams, die in einer heiß umkämpften Partie ihre eigenen Stärken maximal in die Waagschale warfen und das Spiel zu dem erhofften Karnevalsspektakel machten.

Im ersten Satz kamen zunächst die Gäste um ihre bärenstarken Außenangreiferinnen und die unaufgeregt das Spiel lenkende Anisa Sarac besser ins Spiel. Zur ersten technischen Auszeit führten die Hamburgerinnen dementsprechend hauchdünn mit 8:7. Dann aber schritt Vanessa Vornweg auf Seiten des RCS an die Aufschlaglinie und drückte diesem ersten Durchgang unwiderstehlich ihren Stempel auf. Fünf Servicewinner notierte Taktikcoach Tepe alleine im ersten Durchgang und so schob sich der RCS an den Hamburgerinnen vorbei. Beim 7:11 war Vaceslav Schmidt auf den Plan gerufen und gab seinem Team neue Impulse. Bis zum 20:15 aber bauten die Gastgeberinnen unter Vollgasunterstützung von der Bank durch Amy Knight, Leonie Hoffmann und Franziska Finke ihren Vorsprung dennoch aus und sicherten sich im Finale Durchgang eins mit 25:20.

Satz zwei dann zeigte mit welcher Klasse und vor allem Angriffspower das Team aus dem hohen Norden die Reise ins Sauerland angetreten hatte. Vor allen die starken Außenangreiferinnen der Hamburgerinnen schlugen den einen oder anderen Krater in das Feld des RC Sorpesee. Da die Gäste auch im Aufschlag zulegten und die Annahme des RCS kurzzeitig zu wackeln begann, zog Hamburg davon und hatte trotz Auszeiten und Umstellungen auf Seiten der Sauerländerinnen beim 20:12 für klare Verhältnisse gesorgt. So dachte man zumindest, bis auf Seiten des RCS plötzlich wieder der Kampfgeist geweckt war. Mit starken Aufschlägen der späteren MVP Lara Drölle kam das Team zurück und hatte beim 20:23 die Lücke fast geschlossen. Zwei überlegte Aktionen der Hamburgerinnen später aber stand es 20:25 und damit bis auf den Punkt genau wieder unentschieden.

Lob vom Gästetrainer für Team und Publikum

„Wir fangen einfach nochmal an!“ - der goldrichtige Spruch von RCS Libera Michelle Henkies nach über einer Stunde Spielzeit. Die Ärmel wurden hochgekrempelt und das Spiel begann erneut. Zunächst aber hatten die Hansestädterinnen weiter die besseren Antworten. Beim 3:7 die erste Auszeit des RCS und wieder einmal war guter Rat teuer. Es war einer dieser Momente, in denen manchmal im Dunkel von irgendwo her ein Licht kommt, in diesem Fall von der Tribüne. Die zahlreichen Volleyballanhänger hatten Gefallen an dem Spiel gefunden und peitschten die Teams mit voller Power nach vorne. Das Lächeln kehrte zurück auf die Gesichter der Sorpesee-Mädels und sofort war es wieder das enge und hochdramatische Spiel, das alle in der Halle fesselte. Der Block zum 23:21 brachte Hamburg auf die Siegerstraße aber der RCS konterte, glich aus und hatte mit der jungen Laura Kemper einen weiteren Joker, der stach. Zwei gezielte Aufschläge und eine spektakuläre Abwehraktion steuerte der Youngster zum umjubelten 26:24 und zur 2:1-Satzführung für die Gastgeberinnen bei.

Die überstandene Schwächephase in Satz drei hatte den Kopf der RCS-Akteurinnen nun endgültig befreit. Das Spiel stand weiter auf des Messers Schneide, lieferte tollen Sport auf beiden Seiten, aber ab dem 10:10 mit dem vermehrt besseren Ende für den RC Sorpesee. Der RCS-Mittelblock verrichtete Schwerstarbeit und langsam setzten sich die Gastgeberinnen unter dem frenetischen Jubel der "Blauen Wand" über 13:10 auf 19:14 ab. Beim 19:22 roch Hamburg noch einmal am Anschluss aber die zittrige Hand der RC Sorpesee-Akteurinnen an der Aufschlaglinie in dieser entscheidenden Phase wurde durch erbarmungslose Abwehrarbeit und einen Schuss Glück in der Sicherung gegen den baumhohen Hamburger Block wettgemacht. Beim 24:21 folgten dann zwei gute Abwehraktionen in einem erneut nervenaufreibenden Ballwechsel, bevor ein Hamburger Angriffsfehler die rassige Partie beendete.

Großen Applaus erntete Gästetrainer Vaceslav Schmidt nach dem Spiel für seine Worte. Natürlich enttäuscht und zum Teil auch hadernd mit den Szenen in Satz drei fand er anerkennende Worte in Richtung Publikum und in Richtung des jungen RCS-Teams, das sich auch seiner Meinung nach den Erfolg mit einer tollen Einstellung und unbändigem Kampfgeist verdiente. Da konnte sich RCS-Trainer Julian Schallow nur anschließen und die Vorfreude auf noch drei weitere Heimauftritte in dieser Saison nicht verbergen.

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