3:0-Erfolg bei BW Aasee

RC Sorpesee liefert in Münster "vielleicht beste Performance der Saison" ab

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RCS-Libera Michelle Henkies zeigte in Münster eine sehr starke Leistung.

Münster/Sundern. Als Lara Drölle mit einer beherzten Finte den Deckel auf den 3:0-Sieg der Volleyballerinnen des RC Sorpesee bei BW Aasee packte, hielt es die gut 30 RCS-Fans unter den zahlreichen Volleyball-Anhängern nicht länger im Außenraum der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Münster. Aber auch unter den Anhängern der Gastgeberinnen hatte sich das erneut verjüngte Team aus dem Hochsauerland wohl etwas Respekt erarbeitet, der Applaus galt beiden Teams gleichermaßen, hatte doch Aasee bis zum allerletzten Punkt nicht aufgesteckt und nur ob der enorm kompakten Leistung des RCS in die Niederlage einwilligen müssen. Trainer Julian Schallow sprach nach der Partie von einer "Leistung ohne Worte" und der "vielleicht besten Performance der Saison".

Im Vergleich zum Heimspiel gegen Cloppenburg konnte der RCS wieder auf Kim Spreyer auf der Diagonalen und eine genesene Leonie Hoffmann als Mannschaftsführerin zurückgreifen. Im Annahmeverbund fehlte dafür die beruflich verhinderte Katharina Schallow, für die sich allerdings kurzerhand Nicole Freiburg in den wieder lieb gewonnen Spieldress warf und über die Außenposition eine tadellose Vorstellung lieferte. 

Schlüssel zum Sieg aber war schon in Satz eins offensichtlich die Achse Libera-Zuspiel. Michelle Henkies und Lara Drölle hatten sichtlich Spaß daran, zwei Drittel der Bälle auf RCS-Netzseite zu beherrschen und brachten den groß gewachsenen Block der Münsteranerinnen mit hohem Tempo immer wieder in Bewegung. Die entstehenden Lücken nutzen zunächst speziell die Außenpositionen des RCS um eine fantastisch aufgelegte Laura Kemper mit Bravour. Die Aufschläge fanden das von Linus Tepe auserkorene Ziel und beim 18:12 in Satz eins hatte der RCS ordentlich vorgelegt. Was folgte, war eine der kleinen Schwächephasen bis zum 18:17 und in der Folge eine Demonstration der Stärke der Sauerländerinnen. Bis zum 25:17 ließen sie keinen Punkt der Aasee-Damen mehr zu und sicherten sich den Rückenwind für Satz zwei.

Fans feiern neben dem Feld eine Party

Der zweite Durchgang brachte zunächst Vorteile für BW Aasee. Die RCS-Annahme ließ etwas in der Präzision nach und die Angriffe der Münsteranerinnen fanden häufiger den Weg ins Feld der Gäste. Alina Hustadt kam für Lara Drölle im Zuspiel in die RCS-Reihen und auch sonst wechselte das Trainerteam, was das Zeug hielt. Nicole Freiburg über Außen, Bonnie Bastert für den Aufschlag und Victioria Vornweg für die Annahme brachten neue Power und das Team zog auch in Satz zwei davon. Erst zögerlich mit ein zwei Punkten, dann merklich mit bis zu fünf Zählern. Eine Aufschlagsserie von Laura Kemper öffnete die Tür zum zweiten Satzgewinn einen Spalt und der RCS drängte mit aller Macht hindurch. 25:20 und damit 2:0 in den Sätzen - die Fans tanzten und feierten neben dem Feld eine Party, als sei das Spiel schon vorüber.

War es aber nicht, hielt doch Satz drei für die Volleyballfans in Münster noch einen besonderen Leckerbissen bereit. Der RCS wechselte mit Bonnie Bastert auf der Diagonalen und einer neuen Rotationsfolge auf Außen. Was aber auch immer Trainer Schallow an der Linie anstellte, sein Team brachte er nicht aus der Balance. Schnell hatte die neue Formation die Einstellung gefunden und zog das Tempo wieder an. Bei aller Gegenwehr der Münsteranerinnen waren es gerade in den langen Ballwechseln doch immer wieder die Langscheiderinnen, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Lara Drölle zauberte Pass um Pass und was die Annahme um Michelle Henkies auch im dritten Satz auf das Parkett brachte, verdiente das Prädikat "außergewöhnlich". Der RCS nahm die Vorlagen dankend auf und setzte mit Adelina Asolli den Schlusspunkt auf eine denkwürdige Partie im Münsterland - 25:17 und Sieg für den RCS.

Mit Blick auf den gesicherten vierten Platz in der Tabelle und noch zwei Spielen vor der Brust war die Frage nach den weiteren Zielen auch schnell geklärt. "Jetzt hauen wir nochmal so richtig einen raus für unsere Fans", gab Trainer Schallow zu Protokoll und freute sich insgeheim schon auf das letzte Heimspiel des Jahres in Sundern. "Also wer jetzt nicht kommt, dem kann man dann aber wirklich nicht mehr helfen", meinte RCS-Kapitänin Kirsten Platte. Ihr Bauch wächst zwar bis dahin noch etwas, aber sichtbar Spaß am Spiel auf dem Court und mit Bentja Freiburg hatte sie definitiv.

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