115 Athleten trotzen der Hitze

Sauerland-Trailrun: Tim Dally wiederholt Vorjahressieg

Gruppenbild mit Dame: Jule van Treeck mit (v.l.) Peter Schneider sowie Andreas Feldmann, Tim Dally und Thomas Ryba, Sieger und Platzierte des 21km-Laufs. Foto: Hartmut Poggel

Altenhundem - 32 Grad im Schatten zeigte das Thermometer zur Mittagszeit. „Das war schon ein hartes Brett. Aber es hat großen Spaß gemacht.“ Aussage eines Trailrunners, der gerade die Ziellinie des 2. SauerlandTrailrun auf dem Marktplatz in Altenhundem überquert hatte.

115 Teilnehmer, annähernd gleich verteilt auf „Männlein und Weiblein“, trotzten diesen Temperaturen. Mehr als 90 davon auf der 21km-Strecke mit 584 Höhenmetern, die weiteren waren auf der nicht minder harten 11km-Distanz unterwegs. 

„Das ist mein erster Trailrun. Ich trainiere nach einer schweren Beinverletzung auch erst wieder seit drei Monaten. Und dann das!“ Jule van Treek vom Running-Team Grafenberg bei Düsseldorf konnte ihr Glück im Ziel kaum fassen: Nach 1.07:18 std. hatte sie lachend die Ziellinie als Siegerin überquert. Auf Rang 2 lief Sandra Faust (FC Lennestadt), Dritte wurde Jessica Gerrisen (LiebesGrün Runningteam/Schmallenberg). Sie hatte erst vor Wochenfrist die 101 km des Hollenmarsches wandernd bewältigt; im Sommer plant sie einen Sponsorenlauf von Rotterdam nach Hamburg. 

Die 11 Kilometer der Männer waren fest „in heimischer Hand“. Immanuel Barkholz (SG Wenden/55:57 min.) gewann vor André Steinberg (Shark Attack Saalhausen) und Björn Schneider (Ski-Club Olpe). Zu einer Vereinsmeisterschaft wurde der 21km-Lauf der Frauen: Hier siegte Kirsten Althoff (LSF Münster/2.04:53 std.) vor ihrer Vereinskameradin Silvia Sprenger (2.06:04 std.) und der vereinslosen Jana Wolgast (2.06:19 std.). 

Tim Dally (Sport Schneider Trail-Team Altenhundem) ist eine Marke im Trailrun. Der 34-Jährige wiederhote über 21 km seinen Vorjahreserfolg in 1:27:54 std.) vor Andreas Feldmann (@short.man.running.up/1.30:58 std.) und Thomas Ryba (1.39:54 std.). Zwar nicht lächelnd, aber offensichtlich in bester Verfassung lief „Lena“ über die 11 km auf und ab durchs Sauerland: Der Jack-Russel-Terrier-Mix zog Herrchen Andreas Hagen (Running-Team Grafenberg) förmlich über die Linie.

 „Eigentlich bräuchte es bei den 11- und 21km-Strecken wegen der Topografie keine zusätzlichen Extreme“, so Organisator Peter Schneider (Sport Schneider). „2018 war es ein strakes Gewitter, das fast zum Abbruch führte, heuer die enorme Hitze.

Wir haben mit zehn Helfern am Vortag siben Stunden lang die Strecke markiert und am Morgen die Getränkemenge an den fünf Verpflegungsstationen kurzfristig verdreifacht.“

Auffällig: Trotz der großen Anstrengung gab es bei der Zielüberquerung fast nur lächelnde Gesichter: „Hart, aber ein ganz toller Lauf. Harte Anstiege, heftige Downhills, tolle Aussichten – alles da, was das Herz eines Trailrunners erfüllt. Top-Strecke, Top-Orga und Top-Helfer. Wir kommen wieder“, so der Tenor der Finisher. 

„Es hat keine Ausfälle gegeben, alles hat gepasst“, zog auch Peter Schneider ein positives Fazit. „Ich kann mich nur bei den vielen Helfern und Unterstützern herzlichst bedanken. Ob Waldbesitzer, SGV Meggen, Stadt Lennestadt oder Forstbehörden, alle haben geholfen.“ Ergebnisse: http://sauerland-trailrun-challenge.info

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