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Schiedsrichter-Situation „auf Kante genäht“

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Von: Hartmut Poggel

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Die Ehrung der Schiedsrichterjubilare gehört traditionell – neben einem gemeinsamen Essen – zur letzten Belehrung der Referees im Jahr. Corona-bedingt wurden zwei Jahrgänge zusammengefasst
Die Ehrung der Schiedsrichterjubilare gehört traditionell – neben einem gemeinsamen Essen – zur letzten Belehrung der Referees im Jahr. Corona-bedingt wurden zwei Jahrgänge zusammengefasst. © Hartmut Poggel

Bisher galt der Fußballkreis Olpe immer noch ein wenig als Idyll, wenn es um unsportliches Verhalten ging. Ein Blick allein in die Sportgerichtsverfahren im Märkischen Kreis belegt diese Aussage. Doch damit scheint es – zumindest in Ansätzen – vorbei zu sein.

Kirchveischede/Kreis Olpe – „Der Ton ist auch im Kreis Olpe zu Saisonbeginn rauer geworden“, blickte der KSA-Vorsitzende Marco Cremer während der letzten Schiedsrichterschulung 2021 auf den ersten Teil der Spielzeit zurück. Cremer nahm dabei in der Schützenhalle in Kirchveischede vor allem die Kreisliga C in den Fokus: „Dort hat es schon einen Spielabbruch gegeben.“ Dieser Vorfall wird am Donnerstag, 2. Dezember, vor dem Kreissportgericht im Hotel Sangermann in Oberveischede verhandelt.

Dazu passt auch Cremers Information an die Schiedsrichter, dass es aktuell 120 Referees im Kreis gibt. Auf FLVW-Ebene haben sich vonAnfang 2020 bis Juni 2021 knapp 460 Schiedsrichter abgemeldet, in den zurückliegenden fünf Monaten seien weitere 406 hinzugekommen.

Noch können alle Spiele von Schiedsrichtern geleitet werden

Im Kreis Olpe können aktuell noch alle Begegnungen mit Schiedsrichtern besetzt werden, wenn auch „Doppelschichten“ keine Seltenheit mehr seien. Den Vogel schießt dabei der 70-jährige Wolfgang Wassersleben vom SC Drolshagen ab, der es in der bisherigen Spielzeit schon auf 60 Partien brachte. „Die 100 macht er locker voll“, so Marco Cremer. „Aber auch hier sieht es bei uns noch besser aus als in anderen Kreisen, in denen nicht einmal mehr Bezirksligaspiele besetzt werden können.“

Umso wichtiger, dass acht Bewerber Ende August ihre Schiedsrichterprüfung mit Erfolg abgelegt haben.

Der KSA-Vorsitzende ging mit seinen Kollegen hart ins Gericht: „56 haben bei der letzten kreislichen Überprüfung nicht am Leistungs- und Wissenstest teilgenommen. Erschreckend.“

Cremer wies außerdem darauf hin, dass er sich in der nächsten KSA-Schulung am 14. März erneut für den FLVW-Kreisvorstand - 2022 findet wieder ein Kreistag statt - bewerben werde. Er erkläre dies schon jetzt, „damit keine Gerüchte aufkommen“.

„Danke, Schiri“ sagten Marco Cremer (l.) und Thorben Siewer (r.) den beiden Kreissiegern Sebastian Weber (2.v.l.) und Klaus Hütte
„Danke, Schiri“ sagten Marco Cremer (l.) und Thorben Siewer (r.) den beiden Kreissiegern Sebastian Weber (2.v.l.) und Klaus Hütte. © Hartmut Poggel

Klaus Hütte und Sebastian Weber Kreissieger der Aktion „Danke, Schiri“

Traditionell werden in der letzten SR-Schulung eines Jahres Schiedsrichter geehrt, und seit 2016 werden auch die Kreissieger der Aktion „Danke, Schiri“ vorgestellt. Da 2020 nicht geehrt werden konnte, wurden zwei Jahrgänge zusammengefasst.

Schiedsrichterjubilare 2020 sind:

10 Jahre – Reinhard Laube (FC Lennestadt)

25 Jahre – Rolf Mertens (FSV Helden), Andrea Rath (SV Rothemühle), Eberhard Springob (SV Listerscheid)

30 Jahre – Marco Cremer (SSV Elspe)

35 Jahre – Gerhard Epe (VfR Rüblinghausen), Pasquale Orsini (SV 04 Attendorn)

40 Jahre – Wolfgang Lemme (VSV Wenden)

45 Jahre – Hartmut Baßenhoff (FC Kirchhundem)

2021

10 Jahre – Christoph Hömberg (SV Fretter), Marco Jung (SV Brachthausen/Wirme), Daniel Scherer (SF Möllmicke)

20 Jahre – Aycan Güldiken (FC Finnentrop)

30 Jahre – Hüseyin Colak (SC Drolshagen), Stephan Hinz (SV Oberelspe)

40 Jahre – Ahmed Schrage (FC Lennestadt)

45 Jahre – Wolfgang Arns (RSV Listertal)

50 Jahre – Klaus Hütte (SpVg Olpe)

60 Jahre – Bruno Kirchhoff (SF Dünschede)

Für den Landeswettbewerb „Danke, Schiri“ wurden Klaus Hütte (Ü50, SpVg Olpe) und Sebastian Weber (U50, SV Heggen) nominiert.

Klaus Hütte ist nicht nur seit 50 Jahren Schiedsrichter, sondern auch ein sehr gefragter Schiedsrichter-Beobachter auf FLVW-Ebene; Sebastian Weber ist KSA-Mitglied, sehr aktiv in der Schiedsrichterwerbung und hat maßgeblichen Anteil an der Etablierung des sogenannten Tandem-Modells.

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