Schallow hadert mit den Schiedsrichterinnen

Siegesserie endet in Cloppenburg: RC Sorpesee verliert 1:3

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Auf die Unterstützung der "Blauen Wand" konnten sich die Volleyballerinnen des RC Sorpesee auch in Cloppenburg verlassen.

Cloppenburg/Sundern. Die Erfolgsserie ist gerissen: Nach zuletzt vier Siegen in Folge haben die Volleyballerinnen des RC Sorpesee ihr Auswärtsspiel beim TV Cloppenburg mit 1:3 verloren. Nach dem Spiel saß der Stachel bei allen Beteiligten tief.

Als der TV Cloppenburg mit einem wuchtigen Angriff den 3:1 Sieg perfekt machte, entlud sich der Frust auf Seiten Gäste und ihrer aufopferungsvoll anfeuernden Fans. "Es war der Frust über eine Niederlage, die sich in der Zeit nach dem Spiel ganz und gar nicht fair und verdient anfühlte und die neben der Klasse-Leistung der Gastgeberinnen aus dem hohen Norden auch noch eine Reihe anderer Gründe hatte", erklärte RCS-Coach Julian Schallo. So blieben auf der Rücktour nur leere Hände und eine Menge schlechter Stimmung, von der sich das junge Team wohl so schnell nicht wieder erholen würde. 

Aufgrund des parallel angesetzten Spiels der zweiten Mannschaft in Gütersloh musste der RCS in Cloppenburg mit einem Mini- Kader von neun Spielerinnen antreten. Entsprechend holprig nach der langen Fahrt geriet der Auftakt in Satz eins: Bei einigen Fehlern zu viel im Angriff und vor allem in der Blocksicherung hatten die Gäste viel Luft nach oben. Dennoch fand das Team gegen Mitte des Satzes ins Spiel und knabberte von den zwischenzeitlichen fünf Punkten Vorsprung des TVC Punkt für Punkt zurück. Ein jähes Ende fand die Aufholjagd der Sauerländerinnen dann nach Angaben von Schallow in einigen Entscheidungen der Schiedsrichterinnen. Beim 23:24 war dennoch die Chance da, noch einmal zurückzukommen. Ein Positionsfehler im RCS-Block aber brachte das 1:0 für Cloppenburg und den ersten Tiefschlag für die Gäste. 

Team zeigt Kämpferherz in Satz drei

Etwas angestochen und gereizt startete der RCS in den zweiten Satz. Eine schnelle Führung egalisierte Cloppenburg und doch hatten die Gäste nun Überwasser. Die Annahme um eine immer stärker werdende Nicole Freiburg stabilisierte sich und im Mittelblock um Franziska Finke und Vanessa Vornweg packte wiederholt zu. Die Damen vom Sorpesee zogen davon, verpassten es aber, etwas Abstand zwischen sich und die Gastgeberinnen zu bringen. "So kam es gegen Ende des Satzes und zwei gelbe Karten später wie es kommen musste", meinte Schallow. Ein "Pfiff zur Unzeit" und ein erneuter Fehler in der Block-Positionierung - der TVC war mit 2:0 in Führung. "So schnell kann es gehen gegen einen bis in die Haarspitzen motivierten und mit viel Erfahrung gesegneten Gegner", sagte der RCS-Coach. Eine Zehn-Minuten-Pause brachte viel Gelegenheit, sich zu besprechen und den Fokus auf das Spiel wieder zu finden. 

Dementsprechend energiegeladen startete der RCS auch in Satz drei. Zwar glich der TVC die schnelle Führung des RCS aus, aber spätestens als Franziska Finke zur Aufschlaglinie schritt, war es um den Satz für die Gastgeberinnen dann doch geschehen. Vorteil in diesem Durchgang: Der RC Sorpesee erspielte sich einen souveränen Vorsprung, der auch in der Endphase mit einigen hektischen Aktionen auf beiden Seiten nicht mehr schmolz. Beim 25:14 jubelte somit die Blaue Wand und es schien ganz so, als würden die Gäste einmal mehr ihr großes Kämpferherz zeigen und dem aufreibenden Spiel eine entscheidende Wende geben. 

Rückweg mit "mieser Laune" angetreten

Mit eben dieser Überzeugung ging es in Satz vier und auch diesem Abschnitt drückte das Team vom Sorpesee lange Zeit seinen Stempel auf. Zeitweise führte die Mannschaft unter dem lautstarken Applaus ihrer Fans mit vier oder fünf Punkten. "Was in diesem Satz allerdings fehlte, war der alles entscheidende Zwischenspurt, der die Cloppenburgerinnen endgültig auf Distanz halten könnte", teilte Schallow mit. So kam es an diesem Tag, wie es kommen musste: Die Beine bei den RCS-Damen wurden etwas zittrig, der TVC spielte den Ball sicher ins Feld und als es dann ganz eng wurde und die Entscheidung des Satzes anstand war es laut Schallow wie in den ersten beiden Durchgängen: "Das Schiedsgericht übernahm die Entscheidung der Partie", so der Trainer. 

Für den RCS blieb beim 1:3 nur der Frust und die Gewissheit, es besser machen zu können. "Dass die Mannschaft nach der Partie natürlich mit mieser Laune den langen Weg ins Sauerland antrat, war klar. Dass weiter Volleyball gespielt wird, aber ebenso. Bald dann auch wieder vor heimischer Kulisse und mit einem frischen Tag für den Sport", kündigte Schallow an.

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