Oberhundemerin überrascht in Oberhof selbst Peter Schlickenrieder

Skilangläuferin Melina Schöttes für Continental-Cup nominiert

Überraschte Bundestrainer Peter Schlickenrieder: Melina Schöttes vom Ski-Club Oberhundem.

Oberhundem – Verlief die bisherige Sommersaison für die Skilangläuferin des Ski-Clubs Oberhundem mit der erfolgreichen Teilnahme an den Rollerski-Weltmeisterschaften in Lettland und dem sehr guten Abschneiden beim Weltcupfinale in Italien mehr als erfolgreich, konnte Melina Schöttes jetzt auch auf Schnee mit einem Topergebnis überzeugen. Und sie überraschte selbst DSV-Langlauftrainer Peter Schlickenrieder.

Zehn Jahre Skihalle Oberhof wurde mit einem internationalen Sprint in der Zentralen Leistungskontrolle des Deutschen Skiverbandes gefeiert. Erstmals auf Schnee in der neuen Saison gelang der 21-jährigen Oberhundemerin eine faustdicke Überraschung. Unter den 99 gemeldeten Sportlern hatten neben der deutschen Nationalmannschaft, das russische Team sowie Frankreich Sportler nach Thüringen geschickt. 

Riesige Überraschung: Als eine der letzten Läuferinnen gestartet, reihte sich Melina Schöttes nach dem Prolog über 1,1 Kilometer auf Platz 6 ein, was nicht nur für Bundestrainer Peter Schlickenrieder, der das Rennen live im Internet kommentierte, eine Überraschung war. Danach folgten für alle Sportler drei weitere Finalläufe, bei denen die besten zwei Athleten aufsteigen und die schlechtesten zwei einen Heat absteigen. 

Musste Melina im Viertelfinale einen Lauf zurück, setzte sie sich im Halbfinale wieder souverän durch und stand schließlich im Finale der besten 6. Bis Mitte des Laufes auf Platz 4 gelegen, konnte sie dem hohen Tempo der Profis um Victoria Carl, Delphine Claudel und Pia Fink am Zielanstieg nicht mehr folgen und beendete das Rennen als Gesamtsechste und verteidigte somit ihren Prologplatz. „Mit so einem Ergebnis hätte ich nie gerechnet. Heute passte alles, das Material war gut, ich habe mich von Anfang an richtig gut gefühlt, das war mein bester Sprintwettkampf bisher“, war die Oberhundemerin bei der abschließenden Siegerehrung mehr als zufrieden. 

Aufgrund dieses hervorragenden Ergebnisses wurde sie nun für den 1. Coninental-Cup (COC) Anfang Dezember in Slowenien nominiert - als einzige „Nichtkader“-Athletin des DSV.

Eine Stufe unter dem Weltcup

Der COC ist die Stufe unter dem Weltcup und dient in diesem Jahr als Quali für die U23-Weltmeisterschaft. 

Wie nah Freud und Leid im Sport beieinander liegen, musste Melina am Sonntag feststellen. Stand am Samstag ein 5000m-Crosslauf auf dem Programm, den sie mit einer Mittelfeldplatzierung beendete, ging es am Sonntag auf die Skiroller, auf denen die Oberhundemerin in dieser Saison schon mehrfach sehr gute Ergebnisse ablieferte. 21 Kilometer mit über 500 Höhenmetern lautete die Vorgabe für die insgesamt 160  Sportler. Nach ungefähr der Hälfte des Rennens, auf einer aussichtsreichen Position liegend, erwischte Melina in einer mehrköpfigen Gruppe ein Schlagloch und musste das Rennen verletzungsbedingt aufgeben.

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