Auch wenn Corona-bedingt vieles für die Oberhundemerin deutlich aufwändiger war

Skilangläuferin Melina Schöttes mit abgelaufener Wintersaison zufrieden

Segrun/Schweiz/Graubünden Skilangläuferin Melina Schöttes SC Oberhundem
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Melina Schöttes vom Skiclub Oberhundem (vorn) vertrat in Segrun als einzige Athletin die Farben des WSV.

Einladungsrennen statt Deutscher Meisterschaft. Für Melina Schöttes vom SC Oberhundem ging es mit weiteren 34 Langläufern des Deutschen Skiverbandes (DSV) zu einem letzten Wettkampfwochenende noch einmal in die Schweiz. Die 22-jährige Athletin des SCO vertrat in Segrun/Graubünden als einzige Frau die Farben des Westdeutschen Skiverbandes (WSV). Die Einladung war eingebunden in die Schweizer Meisterschaften.

Oberhundem/Segrun - Rund 60 Frauen nahmen am Auftakt - einem klassischen Sprint - teil, darunter auch eine Schweizer WM-Silbermedaillengewinnerin von Oberstdorf. Melina Schöttes belegte nach 3:36,66 min. im Prolog einen hervorragenden 14. Platz, zu einer Top-Ten-Platzierung fehlten lediglich 1,8 Sekunden. Dies reichte für den ungefährdeten Einzug in die Finalläufe; dort verpasste sie dann als Dritte ihres Viertelfinales allerdings knapp den Einzug in das Halbfinale.

Am folgenden Tag standen 30 Kilometer im Massenstart auf dem Programm, zu laufen auf einer 5km-Schleife, die nach Regen in der Nacht sehr anspruchsvoll war. Bis Mitte des Rennens lag Melina noch in aussichtsreicher Position, musste dann aber abreißen lassen und landete am Ende nach 1.37:46 std. im Mittelfeld der knapp 40 Starterinnen aus vier Nationen. Am Schlusstag nahm die angehende Physiotherapeutin den Teamsprint gemeinsam mit einer Sportlerin aus Thüringen in Angriff. Nach einem Sturz beim zweiten Wechsel reichte es für die beiden Läuferinnen dann aber nicht mehr für den Einzug ins Halbfinale.

Aber trotzdem war die Oberhundemerin nicht nur mit diesem Wochenende, sondern auch mit der kompletten Saison zufrieden. Beginnend mit einem Trainingslager und insgesamt 15 Wettkämpfen in der Schweiz, Italien, Österreich und Schweden liegt eine lange, anstrengende, aber auch erfolgreiche Saison hinter Melina Schöttes.

Ihr Fazit: „Ich bin froh, dass der Deutsche Skiverband und das Team Zipps mir diese Starts ermöglicht haben. Natürlich war aufgrund der strikten Hygienemaßnahmen alles viel aufwändiger als in den vorigen Jahren, deshalb möchte ich mich ganz besonders bei meinen Sponsoren, den Firmen Bals, Patt und Bever bedanken, ohne deren Unterstützung und die meiner Familie und des Skiclubs Oberhundem wäre vieles nicht möglich gewesen. Auch die Bildungsakademie für Therapieberufe in Bestwig, wo ich meine Ausbildung mache, hat mich für alle Trainings- und Wettkampfmaßnahmen freigestellt.“

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