Aufopferungsvoll kämpfender Gegner

RC Sorpesee feiert 3:0-Heimsieg gegen SV Wietmarschen

+
Die RCS-Mannschaft um Hauptangreiferin Kim Spreyer zeigte beim 3:0-Sieg gegen den SV Wietmarschen eine starke Leistung.

Sundern. Als sich Lara Drölle, Zuspielerin der Volleyballerinnen des RC Sorpesee, am Samstag beim Spielstand von 18:22 entschlossen den Ball zum Aufschlag griff, leitete dies die Wende in einem bis dato sehr fahrigen Spiel der Gastgeberinnen gegen SV Wietmarschen ein. Auf 23:22 drehte der RCS den Auftaktdurchgang und damit im Rückblick auch den Verlauf der Partie gegen das aufopferungsvoll kämpfende Schlusslicht aus der Grafschaft Bentheim, die das Team vom Sorpesee am Ende mit 3:0 gewann.

Im Vergleich zur Partie gegen SSF Fortuna Bonn waren auf Seiten des RCS wieder einmal Umstellungen erforderlich: Interims-Libera Kirsten Platte musste passen, ebenso wie die im U18-Spielbetrieb verletzte Victoria Vornweg. Beiden blieb nur die Unterstützerrolle auf der Bank. Da tat es dem Team gut, dass die angeschlagenen Lara Drölle und Vanessa Vornweg vor der Partie grünes Licht gaben. Die Gastgeberinnen kamen allerdings sehr schleppend ins Spiel. Wietmarschen dominierte weite Teile des Auftaktdurchgang mit starker Block- Abwehrarbeit und vielen Varianten im Angriff. Die Annahme um die im Verlauf der Partie immer stärker werdende Michelle Henkies arbeitete sich in die Partie und am Ende machte der RCS die Bigpoints: Satzball abgewehrt und Chance genutzt, 26:24 und 1:0 für den RCS.

Im zweiten Durchgang legte das RCS-Team dann spürbar zu. Von 5:5 folgte unter tatkräftiger Hilfe von starken Aufschlägen von Katharina Schallow ein Lauf, der sich gewaschen hatte. Zwei Auszeiten später hatte der RCS beim 17:5 alles klar gemacht für den zweiten Durchgang und profitierte dabei davon, dass sowohl Kim Spreyer als auch Leonie Hoffmann ihr Visier im Angriff eingestellt hatten. Die Halle stand Kopf und zahlreiche Wechsel auf Seiten der Gastgeberinnen brachten den RCS-Tross nicht ins Stocken. Laura Kemper ersetzte Katharina Schallow, Bonnie Bastert entlastete Vanessa Vornweg und auch Lara Drölle war froh, eine kurze Verschnaufpause zu bekommen, in der Adelina Asolli die Bälle für den RCS verteilte. Beim 25:15 war Satz 2 auf der Habenseite verbucht und der RCS wechselte flugs die Seite - alles bei bester Karnevalsmusik und -stimmung.

Spielerinnen tanzen im Kreis

Als der RCS in Person von Franziska Finke mit einem krachenden 6:0-Lauf in Satz 3 startete, sahen wohl viele der gut gelaunten Zuschauer die Partie schon gelaufen. Da hatten die Gastgeberinnen aber die Rechnung ohne den SV Wietmarschen und seinen nicht aufgebenden Trainer Matthias Haarmann gemacht. Immer wieder instruierte er sein Team von außen und ließ sich neue Varianten in Aufschlag und Angriff einfallen. So kämpften sich die Gäste unter freundlicher Mithilfe des RCS-Teams wieder heran. Bonnie Bastert wechselte auf die Diagonale, Alina Hustadt warf ihren Aufschlag für den RCS in die Waagschale, denn auf den Außenpositionen war der Angriffsrhythmus beim Wechsel etwas verloren gegangen. Beim 18:18 war die Partie wieder ausgeglichen und eine Verlängerung denkbar. Da aber zeigten die Gastgeberinnen erneut Zähne und Lara Drölle und Michelle Henkies kratzten gemeinsam die entscheidenden Abwehrbälle vom Hallenboden des Center Courts im Schulzentrum. Als der Punkt zum 25:22 den 3:0-Heimsieg besiegelte, tanzten die RCS Spielerinnen im Kreis, rund um Victoria Vornweg, die aber auch bald wieder tanzen wird.

So konnte der Karnevalsabend beginnen und die RCS-Fans zogen vergnügt los. Auch für die Hauptdarstellerinnen des Abends ging es weiter, sie schlüpften in ihre Kostüme und machten als M&Ms, Pilotinnen oder Feen die Karnevalsfeten der Region unsicher. "Bis zum nächsten Samstag aber werden sie dann wieder den Fokus aufs Spiel legen und Vollgas geben", war sich RCS-Trainer Julian Schallow sicher.

Für den RCS aktiv: Adelina Asolli, Bonnie Bastert, Lara Drölle, Franziska Finke, Michelle Henkies, Leonie Hoffmann, Alina Hustadt, Laura Kemper, Kirsten Platte, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare