3:1-Heimsieg zum Karnevalsauftakt

RC Sorpesee gewinnt packendes Duell gegen den ASV Senden

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Gemeinsam mit den Fans der "blauen Wand" bejubelten Spielerinnen und Trainerteam des RC Sorpesee den 3:1-Heimsieg gegen den ASV Senden.

Langscheid/Sundern. Dass mit den Gästen aus Senden alles andere als "gut Kirschenessen" sein würde und man für einen Sieg alles in die Waagschale werfen müssen würde, war den Verantwortlichen des RC Sorpesee schon vor der Partie gegen die Münsterländerinnen klar. Dass es nach zwei starken Auftaktsätzen der Drittliga-Volleyballerinnen dennoch spannend und bis zum Ende umkämpft blieb, hatte zwei wesentliche Gründe: zum einen den Durchhänger der Gastgeberinnen im dritten Durchgang und zum anderen einen stärker und stärker werdenden Gegner um einen famos taktierenden Coach Suha Yaglioglu. Am Ende aber fielen sich nach dem 3:1-Erfolg der Sauerländerinnen auf der Tribüne des Schulzentrums doch die Fans der blauen Wand in die Arme - zu Recht, hatten sie doch das Team vom See rechtzeitig wieder auf den rechten Weg gebrüllt.

In Satz 1 sahen die Zuschauer im Sunderner Schulzentrum zunächst einen abwartenden Spielbeginn beider Teams. Einem kurzen Abtasten beider Seiten folgte ein erster Zwischenspurt der Gastgeberinnen, den der ASV in dieser Phase nicht kontern konnte. Kim Spreyer, Kirsten Platte und Lara Drölle trafen schon zu Beginn ihre Aufschläge und das RCS-Spiel nahm gehörig Fahrt auf. Beim 3:12 hatte ASV-Coach Suha Yaglioglu bereits zweimal auf sein Team einwirken müssen - wie immer an diesem Abend mit Erfolg. Das Spiel der Sendenerinnen stabilisierte sich und dem RCS gelangen unter zahlreichen Wechseln bis zum Satzende zwar viele sehenswerte Punkte, entscheidend aber war der Blitzstart. Die Fans kamen auf ihre Kosten und feierten beim 25:14 einen Erfolg im Auftaktsatz, der kaum Wünsche auf RCS-Seite übrig ließ.

Schnell die Seite gewechselt und es ging weiter im Takt. Beim 10:4 hatte der RCS den Sendenerinnen auch in Satz 2 eine ordentliche Starthypothek aufgeladen und zog zunächst einsam seine Kreise. Das variable Spiel der Gastgeberinnen um ihre Spielführerin Kirsten Platte drängte die Gäste aus dem Münsterland das eine und das andere Mal zurück und kam erst Mitte des zweiten Satzes kurz zum Stocken. Beim 12:9 aus RCS-Sicht griff das Trainerteam um Julian Schallow und Linus Tepe zu einer ersten Auszeit und einen kurzen Zwischenspurt später zum 19:13 war der RCS wieder auf der Siegerstraße. Das Spiel hatte Fahrt aufgenommen und bot der gut gefüllten Tribüne im Schulzentrum alles, was das Fan-Herz begehrte: 2:0 Satzführung inklusive. Beim 25: 20 in Satz 2 hatte der RCS alle Trümpfe in der Hand, dem Spiel final seinen Stempel aufzudrücken.

Konzentration schwindet nach dem Seitenwechsel

Mit dem Seitenwechsel zu Satz 3 schien die Konzentration der Damen vom Sorpesee aber auf der Strecke geblieben zu sein: Die Aufschläge des RCS fanden nicht mehr die von Taktikfuchs Linus Tepe auserkorenen Ziele und der ASV stabilisierte sein Angriffsspiel gegen die zunehmend hektischere RCS-Abwehr. Zudem hatte ASV-Coach Suha Yaglioglu mit seinen Wechseln und taktischen Anweisungen ein goldenes Händchen. Über 5:3 und 12:7 zogen die Gäste davon, bevor eine Aufholjagd die Heimmannschaft auf 10:12 heranbrachte. Zwar schwächelte der RCS nochmals und hatte beim 15:17 noch einen kleinen Rückstand, spätestens beim 18:17 waren die Zeichen dann aber wieder auf Angriff gestellt. Die letzte ASV-Auszeit und eine unglückliche Aktion aus der Abwehr brachten aber die erneute Wende und bis zum 18:22 hatte der RCS kein Mittel gegen die cleveren Angriffe der Gäste. Zwar kam das Team dank guter Aufschläge von Bonnie Bastert noch einmal heran aber den Satz sicherte sich beim 22:25 aus RCS-Sicht der Gast aus Senden.

Plötzlich war wieder spürbar Feuer in der Bude und die Fans auf den Rängen hatten Lust, den RC Sorpesee zurück ins Spiel zu bringen. Gesagt, getan: der Auftakt in Satz 4 gelang den Gastgeberinnen wie der Beginn von Satz 1 und 2. Über 4:0 setzte sich der RCS auf 10:3 ab und kaufte den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen in dieser Phase den Schneid ab. Lara Drölle und Kim Spreyer fanden ihre Abstimmung und über Außen punktete Kirsten Platte mit tatkräftiger Unterstützung von Leonie Hoffmann und Katharina Schallow konstant. Senden wäre aber nicht Senden, wenn das Team nicht alles in die Waagschale gepackt und dem RCS bis zum Ende dieses finalen Satzes alles abverlangt hätte. Beim 24:19 hatten die Gastgeberinnen den Ball schon auf dem Boden gewähnt, da sicherte eine famose Rettungsaktion der Gäste gefolgt von der spektakulärsten Rally des Tages den 20. Punkt für Senden und zwang Sorpesee zu einer letzten Auszeit. Zwei beherzte Aktionen später jubelten dann doch die Blaue Wand und das RCS-Team über drei wichtige Punkte.

So sicherten sich Fans und Team zum Karnevalsauftakt einen wichtigen Sieg über einen erstarkenden Gegner und gönnten sich nach Spielende noch eine Martinsbrezel zur kalten Jahreszeit. „Spielerisch waren heute nur die ersten beiden Sätze ok, danach haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden. Gut, dass wir diese Fans haben“, gab RCS-Hauptangreiferin Kim Spreyer selbstkritisch zu Protokoll. Recht hatte sie und doch hatte sich der kampfstarke Gast den Punkt auch redlich verdient. Die Trainer waren sich im abschließenden Trainertalk einig: Viel Luft nach oben auf beiden Seiten, aber die Einstellung stimmte.

Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Lara Drölle, Franziska Finke, Michelle Henkies, Leonie Hoffmann, Alina Hustadt, Laura Kemper, Kirsten Platte, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz und Co-Trainer Linus Tepe.

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