Emotionale Vorstellung 

RSC verliert und begeistert dennoch die Fans

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Im Block voll auf der Höhe: RCS stoppt die brandgefährliche Außenangreiferin des USC.

Sundern.  Ein Volleyballspektakel auf höchstem Niveau erlebten die Zuschauer beim Spiel des RC Sorpesee gegen USC Münster. Auch wenn die heimischen Volleyballerinnen die Partie verloren, begeisterten sie mit einer emotionalen Vorstellung der Sonderklasse.

Als der letzte Pfiff des Schiedsrichters am vergangenen Samstagabend im Schulzentrum Sundern das 0:3 der jungen Herausforderinnen vom Sorpesee gegen den Tabellenführer aus Münster besiegelte, spendete die voll besetzte Blaue Wand beiden Teams frenetischen Beifall für eine sehr intensive und vor allem in Satz 2 enorm hochklassige Partie.

Zittrig nach zuletzt zwei Niederlagen startete der RCS in das zweite Heimspiel der Saison. Der USC in Person von Alisha Ossowski legte gleich mächtig los im Aufschlag, ein Element in dem die Gäste ihre nach eigener Meinung beste Saisonleistung ablieferten. Beim 1:5 war der RCS-Staff zur ersten Auszeit gezwungen und das Team arbeitete sich wieder heran. Angetrieben von den begeisterten Anhängern auf der Tribüne kämpfte der RCS sich zurück und hatte beim 14:14 die Partie wieder ausgeglichen. Das hohe Niveau der Aufholjagd hielt das Team um das Zuspielduo Michelle Henkies und Alina Hustadt jedoch hinten heraus nicht und musste den USC, bei dem vor allem Ines Bathen und Linda Dörendahl in dieser Phase aufdrehten, ziehen lassen. Da half es auch nicht, dass der RCS ganze sechsmal wechselte und wie in jedem Satz ebenfalls seine Auszeiten gut zu nutzen wusste.

Satz 2 sah eine weiter verbesserte Leistung der Gastgeberinnen. Sarah Petrausch erhöhte den Druck in Angriff und Aufschlag und der RCS Annahmeriegel um Libera Victoria Vornweg und die spätere MVP Nicole Freiburg verrichtete Schwerstarbeit. Auf der Diagonalen wirbelten Kim Spreyer und Bonnie Bastert nach Kräften und der Mittelblock mit Franziska Finke und Vanessa Vornweg entschärfte Ball um Ball. Durch die Einwechslung von Laura Kemper kam zusätzliche Power auf die Außenposition und der RC Sorpesee war plötzlich voll da. Beim 21:22 aus RCS Sicht gab es die Chance die Lücke ganz zu schließen, alleine zupacken konnten die RCS Mädels nicht. Einen Punkt später ereignete sich die Szene, auf die beide Seiten in einer mittlerweile mitreißenden Partie gerne verzichtet hätten. Nach zwei starken Blockaktionen des RCS lief Ines Bathen auf Seiten des USC zum dritten Mal zum Angriff an und versuchte es mit einem Drehschlag. Bei der Landung allerdings verdrehte sich die Top Außen der Gäste unglücklich das Knie. Gut, dass mit Anne Schmitz und Jannik Burgard vom Physio Zentrum Sundern zwei RCS Experten direkt die Behandlung übernahmen. Im spannenden Finale des Satzes entschieden ein Technikpfiff des Schiedsgerichtes und ein knapper Ausball zum 23:25 für den USC.

Mit dem 0:2 als Hypothek und dem engen Ausgang von Satz 2 schien es als sei die RCS Moral gebrochen. Der USC stellte um, hatte von nun an mit Petrausch auf der Diagonalen einen weiteren Punktgarant und zog das Tempo erneut an. Beim 10:20 aus RCS Sicht schien es eine Klatsche zu geben,  aber Team und Tribüne hatten noch nicht genug von einer tollen Partie. Die Gastgeberinnen fighteten und kämpften sich Punkt für Punkt zurück. Beim 20:23 war der USC urplötzlich wieder in Reichweite und doch spielte der Kopf dem RCS wieder einen Streich. Zwei einfache Fehler später jubelte das Ensemble des USC über einen 3:0-Erfolg.

Für die Fans des RCS blieb die Gewissheit ihrem Team mit der Anfeuerung bis zum finalen Punkt den Rückenwind gegeben zu haben, den die Mannschaft für die Aufholjagd speziell in Satz 3 nutzte. 

Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Leonie Baumeister, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Marie Grützbach, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz und Co-Trainer Linus Tepe.

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