TuS Ferndorf lässt ehemalige Deutsche Meister hinter sich

Sportliches Aushängeschild der Region bestreitet Benefizspiel in Großturnhalle Auf‘m Ohl

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Handball-Zweitligist Ferndorf ist das sportliche Aushängeschild der Region. Das Team vom Michael Lerscht spielt am 24. Januar für einen guten Zweck in Meggen gegen den Erstligisten VfL Gummersbach.

Lennnestadt/Ferndorf. „50 Jahre (Sport-)Stadt Lennestadt“. Eröffnet wird der sportliche Teil des Jubiläumsjahres mit dem Benefiz-Handballspiel TuS Ferndorf gegen den VfL Gummersbach. Heute stellen wir den TuS Ferndorf vor.

Der Verein aus Kreuztal hat sich, für Nicht-Handballfreunde nahezu unbemerkt, zum sportlichen Aushängeschild Südwestfalens entwickelt. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht auf dem 6. Platz in der 2. Handball-Bundesliga – vor ehemaligen Deutschen Meistern wie dem TUSEM Essen oder dem TV Großwallstadt. Zu den Heimspielen in der Turnhalle „Stähler Wiese“ in Kreuztal pilgern regelmäßig mehr als 1000 Fans – auch aus dem Kreis Olpe, wie der Geschäftsführer der Handballabteilung, Dirk Stenger aus Attendorn, gern mitteilt. Stenger war es auch, der entscheidend am Zustandekommen des Spiels am 24. Januar beteiligt war.

Gegründet wurde der TuS bereits 1888, Handball wird seit 1928 gespielt. Große Erfolge feierte der Kreuztaler Verein im Feldhandball: Westfalenmeister 1953, Westdeutscher Meister 1968, 1970, 1972 und 1974; 1970 stieg er in die damalige Feldhandball-Bundesliga auf. Ende der 1970er-Jahre ging es in der Halle weiter: Aufstieg in die Oberliga Westfalen 1979, erneuter Aufstieg in die Oberliga Westfalen 1988, Westfalenmeister und Aufstieg in die Regionalliga West 1998, Westdeutscher Meister 2011 und 2012, verbunden mit dem erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der Abstieg aus der 2. Liga folgte ein Jahr später, 2015 wurde der TuS Westdeutscher Meister und stieg wieder in die 2. Liga auf, aus der er 2017 aber wieder abstieg.

Dann begann eine Erfolgswelle: sofortiger Wiederaufstieg in die 2. Liga im Jahr 2018 mit 59:1 Punkten und Qualifikation für das DHB-Pokal-Achtelfinale in der Saison 2017/2018 und Spiel gegen den Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen. Die Partie fand in der Schwalbe-Arena in Gummersbach vor 3300 Zuschauern statt und ging nur mit 24:28 verloren.

In der aktuellen Spielzeit legten die Schützlinge von Michael Lerscht eine furiose Hinrunde hin: Zurzeit ist die Mannschaft Sechster mit 25:15 Punkten. Dirk Stenger: „Das große Ziel bleibt der Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga und Etablierung in der zweithöchsten Spielklasse.“

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