0:3 gegen Zweitliga-Spitzenreiter Borken

Trotz ansprechender Leistung: RC Sorpesee verliert WVV-Pokal-Viertelfinale

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Katharina Schallow war bei der 0:3-Niederlage gegen Borken ein Aktivposten in Annahme und Angriff.

Erkelenz/Sundern. Die Sensation ist ausgeblieben: Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben ihr WVV-Pokal-Viertelfinale gegen den aktuellen Zweitliga-Spitzenreiter Skurios Volleys Borken mit 0:3 verloren. "Außer einer Menge Respekt bei Gegner und Zuschauern haben wir leider nichts gewonnen - da heißt es: aufstehen und weitermachen!", sagte RCS-Coach Julian Schallow nach der Partie.

Hängende Köpfe und enttäuschte Gesichter gab es auf Seiten des RC Sorpesee bei der obligatorischen Verabschiedung nach dem Spiel in der Karl-Fischer-Sporthalle in Erkelenz. Soeben war die Reise im WVV-Pokal der Saison 2018/19 zu Ende gegangen und die Niederlage gegen den Tabellenführer der zweiten Bundesliga besiegelt. "Standesgemäß", würden die Außenstehenden wohl sagen - und doch war es im Verlauf und der Entstehung ein tiefer Schlag für das junge Team von Sorpesee.

"Schon der erste Satz brachte den Spielverlauf über weite Strecken auf den Punkt", bilanzierte Julian Schallow. Sein Team legte einen Blitzstart hin und hatte sich beim 6:0 einen kleinen Vorsprung herausgespielt. Beim 7:5 war es dann wieder ein enges Spiel und bis zum nächsten Zwischenspurt der Sauerländerinnen wogte das Spiel hin und her. Spätestens aber, als beim 22:17 für den RCS nur noch drei Punkte zum Satzgewinn in Durchgang eins fehlten, schien der Kopf dem ohne Nicole Freiburg und Franziska Finke angetretenen Team aus Langscheid einen Streich zu spielen. Etwas kopflos überließ man Borken die Chancen zur Aufholjagd und das erfahrene Top-Team nahm diese gerne an. Gerade mal einen Punkt erzielte der RC Sorpesee noch in diesem Durchgang und musste beim 23:25 das 0:1 in Kauf nehmen.

"Den Kopf wieder hochbekommen"

"Wer dachte, jetzt sei die Partie de facto entschieden, sah sich in Satz zwei aber getäuscht", berichtet Julian Schallow. Bonnie Bastert und Kim Spreyer tauschten die Positionen und wirbelten fortan noch vehementer gegen die körperlich deutlich überlegenen Bundesligamädels um die stark aufgelegte Annika Brinkmann. "Mit blitzgescheiten Aufschlägen und einer glänzenden Annahme um Victoria Vornweg" hielten die Sauerländerinnen nach Angaben ihres Trainers auch den zweiten Satz offen. Beim 21:19 und 23:22 aus RCS-Sicht aber ließ das Team wieder einige Chancen liegen und spielte den Borkenerinnen damit in die Karten. Beim 23:25 setzte es somit den nächsten Tiefschlag und den 0:2-Satzrückstand.

Ein fast gleiches Bild bot sich den Zuschauern in Erkelenz auch in Durchgang drei. Der RCS kämpfte, was das Zeug hielt und sicherte sich immer wieder Punkte aus den langen Ralleys. Michelle Henkies und Alina Hustadt ergänzten sich vortrefflich auf der Zuspielposition, warfen gemeinsam alles Geschick in die Waagschale, um den großen Borkener Block in Bewegung zu bringen. Dass damit alle Wechseloptionen des RCS an diesem Tag schon beschrieben waren, machte sich in der zweiten Hälfte von Satz drei bemerkbar: Vanessa Vornweg und Bonnie Bastert griffen über die Mitte beherzt zu, Laura Kemper und Katharina Schallow wirbelten Außen und auf der Diagonalen punktete Kim Spreyer zuverlässig für den RCS. Ab dem 14:15 aus RCS-Sicht war dennoch Borken am Zug. Der kleine Zwischenspurt zum 14:19 reichte dem erfahrenen Team der Skurios Volleys trotz aller Anstrengungen der Damen vom Sorpesee zum 25:19 und damit ungefährdeten 3:0-Sieg.

So blieb nach dem Spiel eine Menge Aufbauarbeit für das RCS-Team. Die Unzufriedenheit speziell über die Satzausgänge in den ersten beiden Durchgängen waren allgegenwärtig und drückten die Stimmung doch ganz erheblich. "Da heißt es: Den Kopf wieder hochbekommen, an den Verletzungen im Team arbeiten und schon kommendes Wochenende wieder voll angreifen, dann ganz konzentriert auf die Liga", sagte Julian Schallow.

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