Der Ascheplatz in Ostwig soll einem Kunstrasen weichen

Ein unhaltbarer Zustand

Gegenwart und Zukunft: so soll es „Am Loh“ bald aussehen.

Unhaltbar sind beim FC Ostwig/Nuttlar, derzeit Tabellenzwölfter der A-Kreisliga Hochsauerland West, nicht nur so manche Torschüsse, unhaltbar ist im Grunde genommen auch der Zustand des inzwischen fast 40 Jahre alten Tennen- beziehungsweise Asche-Sportplatzes „Am Loh“. Grund genug für die Verantwortlichen des Fusionsclubs, aktiv tätig zu werden. Das „Projekt Kunstrasenplatz“ läuft auf vollen Touren.

„Die Drainage ist bereits seit mehreren Jahren defekt und der Platz verschlammt bei Regen immer mehr. Fußballspiele mussten deshalb bereits abgesagt und abgebrochen werden. Es besteht also Handlungsbedarf“, bringt Timo Liese, Zweiter Vorsitzender des TV Ostwig, die Notwendigkeit einer Komplettsanierung auf den Punkt.

Seit April beschäftigen sich bereits mehrere kleine Arbeitsgruppen vereinsintern mit Strategien und Konzepten, wie aus der Wunschvorstellung „Kunstrasenplatz“ ein realistisches Vorhaben werden kann. Klar ist: Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Bestwig und vieler anderer Sponsoren wird das Vorhaben nicht umzusetzen sein. Rund 360.000 Euro würde ein neues ,Grün’ „Am Loh“ kosten – „mehr, als es unsere beiden Vereine alleine aufbringen können“, weiß der Erste Vorsitzende des FC Ostwig/Nuttlar, Karsten Becker.

Deshalb hat man sich beim FC einige kreative Marketingstrategien einfallen lassen, um möglichst viele Sponsoren zu generieren. Dazu gehören unter anderem die Übernahme von Patenschaften, der Erwerb von Parzellen und die Möglichkeit eines Firmenengagements. Sogenannte Platzpatenschaften kosten 365 Euro (1 Euro pro Tag sozusagen), kleine Parzellen sind bereits für 50 Euro zu erwerben. Die Rückendeckung für das Projekt ist bereits jetzt enorm. „Seit knapp drei Wochen läuft unser Parzellen- und Patenschaftsverkauf und es sind schon jetzt weit über 20.000 Euro zusammengekommen“, berichtet Christian Geilen, Zweiter Vorsitzender des FC Ostwig/Nuttlar.

Mitglieder entscheiden im Januar 2014

Bis zum angestrebten Ziel von 130.000 Euro Einnahmen durch die Vermarktung (zusätzlich zu rund 120.000 Euro benötigtem Zuschuss von der Gemeinde) ist es allerdings noch ein langer Weg. Markus Rahmann, Marketingleiter des FC Ostwig/Nuttlar, verweist deshalb auch auf die Internetseiten der Vereine. Die Vermarktung dort habe zugleich die Funktion eines „Spendenbarometers“. Entscheidend werde es auch sein, wie das „Firmen-Engagement“ – eine Kombination aus Banden- und Internetwerbung – einschlägt.

Auch wenn die Verantwortlichen zurzeit „vorsichtig optimistisch sind“, Unterstützer werden weiter dringend gesucht. Damit aus den unhaltbaren „roten“ Zuständen bei der Mitgliederversammlung des TV Ostwig am 25. Januar 2014 haltbare „grüne“ Fakten werden.

Wer mehr über den Kunstrasen erfahren will oder als Sponsor einsteigen möchte, kann sich auf www.tv-ostwig.de und www.fc-ostwig-nuttlar.de informieren. (Von Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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