"Packendes Duell" gegen Schlusslicht

Vierter Sieg in Folge: RC Sorpesee schlägt VfL Lintorf 3:0

+
RCS-Mitte Franziska Finke spielte ihre Dynamik gegen den Lintorfer Block aus.

Sundern. Die Serie hält: Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee eilen in der Dritten Liga weiter von Sieg zu Sieg. Das 3:0 gegen den VfL Lintorf war der vierte Erfolg in Folge. "Ein packendes Duell auf Augenhöhe, ein junges Team von der Sorpe mit Nerven aus Stahl und am Ende eine ganze Menge an Gründen zum Jubeln", fasste Trainer Julian Schallow das Match im Sunderner Schulzentrum zusammen.

Mit einem überlegten Lob über den Lintorfer Block hatte soeben RCS-Diagonale Kim Spreyer eine nimmermüde und zum Bersten spannende Partie mit 3:0 für den RC Sorpesee entschieden, da sprangen die Sauerländerinnen im Kreis und ließen sich von der Blauen Wand für ein wahnsinnig aufreibendes Spiel feiern. 

Zwar flossen bei den Gästen aus Lintorf im Anschluss an die Entscheidung einige Tränen, die eigene Leistung aber war ganz sicher nicht der Grund für die Gefühlsausbrüche. Vielmehr hatte das hellwache Liga-Schlusslicht die Mädels aus dem Sauerland in allen drei Sätzen am Rand eines Satzverlustes, den die Gastgeberinnen nur mit großem Kampf und tollen Nerven abwenden konnten. Am Ende aber tanzten dann doch der RCS und das im Takt mit den Ballkindern und Fans. 

Fehlstart in Satz eins

Im ersten Satz legten die Sauerländerinnen einen Fehlstart hin, der den Fans und dem Trainerteam den Schweiß auf die Stirn trieb. So ging bis zum 2:5 aus RCS-Sicht erst mal gar nichts zusammen und die die Fans der Blauen Wand waren schon früh auf den Plan gerufen, um ihr Team zurück auf die Spur zu peitschen. Mit Erfolg: Nach einer Auszeit beim 9:14 und einigen mehr als plakativen Ansagen von der Seite war die Spannung im RCS-Team plötzlich wieder da und man holte Punkt für Punkt auf. 

Unter dem Jubel des Schulzentrums egalisierten die Gastgeberinnen die Partie beim 17:17 und stiegen fortan in den heißen Kampf um den Satzerfolg ein. Franziska Finke behielt im Service die Nerven und auch die Einwechslung von Laura Kemper und Alina Hustadt brachten frischen Wind. Der RC Sorpesee beschleunigte auf der Zielgeraden und ging beim 24:23 erstmals in Führung. Einen Punkt später sprang die RCS-Bank auf und ballte die Faust für ein 25:23 im Auftaktsatz und die 1:0-Satzführung. 

RCS-Regisseurin Michelle Henkies und ihre Angreiferinnen nahmen im Verlauf der Partie mehr und mehr Fahrt auf.

Den zweiten Satz starteten die Damen vom Sorpesee mit deutlich mehr Elan. Bonnie Bastert zündete den Turbo im Aufschlag und mit dem erzeugten Druck konnte die Annahme der Gäste zunächst nicht umgehen. Beim 3:0 hatte der RCS eine kleine Lücke gerissen, nur um mit ein paar Abstimmungsproblemen beim 5:5 aber wieder gleichauf mit dem kampfstarken Team aus Lintorf um ihre überragende Außenangreiferin Larissa Claaßen zu sein. Der Kampfgeist in den Augen der Sauerländerinnen war aber geweckt und unter der Regie von Victoria Vornweg steigerte sich der Annahmeriegel mit Nicole Freiburg, Bonnie Bastert und Laura Kemper von Punkt zu Punkt. 

"Verzwickt nur, dass sich die Gäste, glänzend eingestellt von ihrem Trainer Stefan Engelke, keinesfalls kampflos ergeben wollten", berichtete Julian Schallow. Zwar punktete gerade RCS-MVP Laura Kemper über die Außenposition regelmäßig, das Spiel aber blieb bis zum Ende eng. So waren es am Ende ein guter Aufschlag von Alina Hustadt und ein "krachender Monsterblock" von Kim Spreyer, die die entscheidenden zwei Punkte zum 25:22 und zur 2:0-Satzführung sicherten. 

Marie Metger feiert Debüt

Im dritten Durchgang sah alles danach aus, als hätte das Team die Lektion der ersten beiden Sätze gelernt und würde von Anfang an aufs Tempo drücken. Beim 8:2 feierte mit Marie Metger die Jüngste im RCS-Ensemble ihr Debüt und das Angriffsspiel nahm Fahrt auf. Im Zuspiel hatte Michelle Henkies ihr Tempo gefunden und bis zum 13:6 lief es ganz wunderbar für die Gastgeberinnen. 

Allerdings hatte man die Rechnung erneut ohne die famos kämpfenden Gäste aus Lintorf gemacht. Punkt für Punkt kämpfte der VfL sich zurück ins Spiel und hatte beim 17:17 die Lücke wieder geschlossen. Marie Grützbach sorgte mit zwei guten Aufschlägen wieder für einen kleinen Vorteil auf RCS-Seite, bevor eine blitzgescheite Kombination von Michelle Henkies und Franziska Finke das 22:19 für die Sauerländerinnen besorgte. Bis zum finalen Punkt beim 25:22 aber blieb es allzeit spannend und die Fans hielt es am Ende nicht mehr auf ihren Sitzen. 

RCS-Libera Victoria Vornweg fand mit genesenem Daumen zurück zu alter Stärke.

Trotz des 3:0-Erfolges wollen sich Mannschaft und Trainerteam nicht ausruhen. "Wir wollen immer weiter am Spiel arbeiten und uns verbessern", betonte Co-Trainer Linus Tepe auf den Punkt. Vielleicht schon bis zum nächsten Spiel in Cloppenburg am kommenden Sonntag. "Betrachtet man die Fanfreundschaft zwischen RCS und TVC dann wird auch dies wieder eine ganz besondere Partie in der Ferne", ist sich Julian Schallow sicher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare