Marion Thees startet zur Jungfernfahrt auf dem frischen Eis der Winterberger Bobbahn

Warten hat ein Ende

Petra Sapp nannte es einen „historischen Moment“. Die Chefin des Organisationskomitees meinte damit jenes berühmte Signal „Bahn frei“, nach dem Marion Thees zur Jungfernfahrt auf dem frischen Eis der Winterberger Bahn starten durfte. Exakt vier Monate vor Beginn der Bob- und Skeleton-WM im Hochsauerland hatte das Warten endlich ein Ende.

„Sie waren dabei“, regte Sapp Touristen aus Frankfurt oder den Niederlanden an, jene Köstlichkeiten zu probieren, die es zur Feier des Tages erstmals gab -  unter anderem „WM-Eis“, eine Minze-Limette-Kreation, die gerade bei dem Nachwuchs des BSC Winterberg für Begeisterung sorgte. Und heimische Bäckereien präsentierten länderspezifische WM-Brötchen: für Deutschland mit Schinken, für die Niederlande mit Käse, für die USA mit Rib Hacksteak, für Jamaika mit Putenbrust und für die Schweiz mit einem Schaumkuss. All diese kulinarischen Besonderheiten werden bis zum Ende der vom 23. Februar bis 8. März 2015 dauernden Weltmeisterschaft angeboten. Die Bäcker haben sich obendrein noch ein attraktives Gewinnspiel für treue Kunden einfallen lassen.

Als Gewinnerin fühlte sich mittlerweile auch schon wieder die zweimalige Skeleton-Weltmeisterin Thees, der die Ehre zuteil wurde, das glänzende WM-Eis offiziell in Betrieb zu nehmen. „Das ist immer schön“, sagte die 30-Jährige, die erst vor wenigen Wochen ihren Rücktritt erklärt hatte, weil sie die vom Verband geforderten Startzeiten nicht mehr reali-sieren konnte. „Dieser Schritt war ein bisschen traurig. Eigentlich wollte ich als Aktive an der Heim-WM teilnehmen. Doch es ist anders gekommen“, gab sie zu. Anschließend berichtete die Thüringerin aus Friedrichroda aber, dass sie zurzeit in Winterberg Material teste und mittelfristig Trainerin werden wolle: „Das war immer mein Ziel. Deswegen habe ich ja Sport studiert.“ So wird sie bei der WM auf jeden Fall dabei sein – nur eben anders. Und der historische Moment am 23. Oktober 2014 um 14.46 Uhr bleibt ohnehin mit ihrem Namen verbunden.

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