Läuferteam sehr ausgeglichen – Bröcher: „Mit Platzierung das Optimum ausgeschöpft“

SG Wenden beeindruckender Sechster bei TeamCross-EM

Abgekämpft und verdreckt – aber stolz und glücklich über die Top-Leistung: das SG-Team nach dem Rennen in Kastamonu. Die Wendener belegten in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld den sechsten Platz bei der TeamCross-EM.

Wenden/Kastamonu. Das toppte selbst die bisher schon hohen Erwartungen von Läufern wie Leichtathletikfans der SG Wenden: Die SG-Mannschaft belegte am Sonntag den 6. Platz bei der TeamCross-EM im türkischen Kastamonu.

Simon Huckestein über das Rennen: „Das war der härteste Cross in meiner langen Karriere.“ Und selbst der hartgesottene Tim-Arne Sidenstein musste sich nach dem Zieleinlauf völlig abgekämpft in den mit Schnee überzogenen knöcheltiefen Schlamm legen. Aber mit dem hart erkämpften, sensationellen 6. Platz war das Team der SG Wenden sehr erfolgreich und mehr als zufrieden. 

Mit den zehn besten Crosslaufmeisterteams aus zehn europäischen Ländern hatten es die Wendener im Rennen zu tun. Waren die ersten Plätze schon frühzeitig an Franzosen und Türken vergeben, so gab es dahinter ein spannendes Ringen zwischen der britischen Mannschaft und der SG Wenden – als Vertreter Deutschlands – um die Plätze 6 und 7. In den Zwischenergebnissen lagen immer die Briten vor den Wendenern.

 Erst am Ende des Rennens konnte sich die heimische SG in der Addition der vier Bestplatzierten eines Teams mit 116:117 Punkten gegen die Laufkollegen von der Insel durchsetzen. Dies lag unter anderem daran, dass Christian Biele im Finish Thomas Staughan in die Schranken wies und Tim Sidenstein im Spurt einer achtköpfigen Gruppe einige Konkurrenten hinter sich lassen konnte. In einem international hochklassigen Feld war Tim Sidenstein als 21. der beste der SG-Gruppe. Für die 10km lange Crossdistanz benötigte er, trotz teils knietiefem Schlamm und Schneematsch sowie Temperaturen um Null Grad, lediglich 34.32 min.. 

Tim Sidenstein: „Im Ziel war ich völlig ausgepumpt. Ich konnte immer in der Verfolgergruppe laufen, musste aber im Spurt möglichst viele der Gruppe hinter mir lassen. Aber ich bin glücklich und zufrieden. Es war viel besser als vor einem Jahr in Spanien.“ Auch Simon Huckstein zeigte sich wieder von der besten Seite: In 35.04 min. gelang ihm noch der Sprung unter die besten 30. Mit Nils Schäfer als 32. in 35:16 min. und Christian Biele auf Platz 34 in 35:27 min, war das Wertungsteam der SG Wenden komplett.

 Die Ausgeglichenheit der SG-Mannschaft zeigt auch darin, dass auf Platz 36 schon Sven Daub und auf Platz 43 in 37:02 min. mit Marco Giese der jüngste SG-Teilnehmer folgten. Auch die beiden Ersatzläufer Fabian Jenne und Sven Sidenstein freuten sich über den großartigen Erfolg ihrer Mannschaft. 

Trainer Egon Bröcher im nachhinein: „Mit dem 6. Platz haben wir das Optimum ausgeschöpft. Nach vorn war der Abstand zu groß. Besser gings nicht, die Jungs waren super stark. Das war ‘mal wieder ein Parcours, der sich Cross nennen darf. Die Strecke lag auf 1100m Meereshöhe, was zusätzlich schwer war. Auch von den 15 Stunden Anreise und 15 Stunden Heimreise muss man sich erst mal erholen. Das hat Substanz gekostet, aber wir müssen uns nun auf die deutschen Crossmeisterschaften Anfang März konzentrieren.“ 

Die TeamCross-EM ist vergleichbar mit der Champions League in Fußball. Als amtierender deutscher Crossmeister hatte sich die SG Wenden qualifiziert und die Einladung nach Kastamonu von der EAA, dem europäischen Leichtathletikverband, erhalten.

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