Mit 20 Punkten an der Tabellenspitze

3:0 in Wietmarschen: RC Sorpesee feiert siebten Sieg im siebten Spiel

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Weitere drei Punkte für die Drittliga-Tabelle feierte das RCS-Team gemeinsam mit den mitgereisten Anhängern.

Wietmarschen/Sundern - Langsam aber sicher müssen sich die Verantwortlichen des RC Sorpesee wohl doch Gedanken über das "A"-Wort machen. Die Drittliga-Volleyballerinnen feierten beim 3:0-Erfolg in Wietmarschen den siebten Sieg im siebten Spiel und ziehen an der Spitze der Tabelle einsam ihre Kreise. Vom Aufstieg redet aber (noch) niemand.

Sieben Spiele und stolze 20 Punkte stehen für die Mannschaft von Trainer Julian Schallow nach dem über weite Strecken souveränen Sieg beim SV Wietmarschen zu Buche. Dass der sieglose Tabellenletzte die Punkte aber keineswegs kampflos abgeben wollten, merkten die RCS-Damen schon ab dem ersten Durchgang am Sonntagnachmittag. So kratze das Team von Trainer Matthias Haarmann neben zahlreichen sehenswerten Bällen vom Boden auch in allen Sätzen an der 20-Punkte-Marke. Sie zu knacken, gelang den tapferen Gastgeberinnen nicht, so dass am Ende die Sauerländerinnen mit der Blauen Wand ihre 20 Tabellenpunkte bejubelten.

In der umkämpften Anfangsphase des ersten Satzes hatten die Gäste vom Sorpesee nach flüssigem Start in Annahme und Abwehr etwas mehr zu arbeiten und auszugleichen, als sie es sich wünschten. Zwar mühte sich der Annahmeverbund um die allzeit präsenten Kirsten Prachtel, Katharina Schallow und die spätere MVP Laura Kemper sichtlich um Ruhe, die geschickte Aufschlagtaktik der Gastgeberinnen und die eine oder andere Abstimmungsschwierigkeit führten allerdings zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zumindest bis zur Mitte des Satzes. Ab dem 10:10 allerdings waren es mehr und mehr die Gäste in blau, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Der Doppelwechsel mit Hanna Fleischer und Alexandra Sharipov zeigte Wirkung und beim 19:15 aus RCS-Sicht hatte Wietmarschen Gesprächsbedarf. Die Wende allerdings konnten die Gastgeberinnen trotz allen Kampfgeistes nicht mehr herbeiführen: Beim 25:19 jubelte die Blaue Wand über die 1:0-Satzführung. 

RCS-Express kommt ins Rollen

Nun schien der RCS Express endgültig in Fahrt zu kommen: Ein Blitzstart zum 7:1 in Satz transportierte die in dieser Phase fehlerfrei agierenden Sorpesee-Mädels bis zum 18:6, bevor sich der Schlendrian auf Seiten der blau-weißen dann doch wieder etwas breit machte. Begünstigt durch einige Umstellungen des Trainerteams und die damit entstandene Unruhe kam der SV Wietmarschen zurück in Partie. Daran konnte auch die Auszeit beim 18:9 zunächst nichts ändern. Bis zum 25:18 hatten die zahlreichen Zuschauer noch einiges an umkämpften Ballwechseln zu beobachten und aus Sicht der Gastgeberinnen häufig zu bejubeln. Die Kurzeinsätze von Marie Metger und das beherzte Spiel über Außen aber brachten am Ende die Entscheidung zugunsten des RCS. Mit 2:0 ging es in die Pause, die beim Blick auf Satz drei den Gastgeberinnen doch besser zu tun schien als dem gerade durchgestarteten RCS-Team.

Nach der zehnminütigen Zwangspause hatte sich zumindest der Aufschlag der Sauerländerinnen für einen Moment verabschiedet. In den ersten vier Rotationen schenkten die Gäste den Ball postwendend per Fehler an die Gastgeberinnen, die ihrerseits im Aufschlag einen Sahnetag erwischt hatten und den RCS gehörig schwitzen ließen. Beim 9:10 aus Sicht des RCS war dann Linus Tepe auf den Plan gerufen, genau diesen Punkt anzusprechen, und fortan drehten die Gäste angeführt vom stark arbeitenden Mittelblock um Vanessa Vornweg und Kim Spreyer den Gashahn wieder auf. Beim 15:14 sicherten sie sich die Führung und eine Aufschlagserie der eingewechselten Leonie Baumeister ließ das Polster auf 20:14 wachsen. Hanna Fleischer verstärkte nochmals den Block und als Marie Metger mit druckvollen Aufschlägen für Laura Kemper zur Tat schritt, war es dann doch geschehen: Beim 25:19 jubelte der RCS mit seinen Fans über einen verdienten und hart erarbeiteten 3:0-Sieg in der Ferne. 

Heimspiel-Doppelpack am kommenden Wochenende

Dieses Ergebnis konnten die Damen vom See seit dem ersten Spieltag nicht mehr auf die Anzeigentafel bringen. "Mit Blick auf die etwas verquere Tabelle der Dritten Liga war das ein überaus wichtiger Dreier, der uns zum nächsten Heimspiel als Tabellenführer vor eigenes Publikum schickt", berichtete Coach Julian Schallow. Am kommenden Wochenende steht sogar ein Doppelspieltag an, sodass die die Sorpesee-Mädels in den Genuss von gleich zwei Heimspielen kommen. "Klar dass die Vorfreude dabei groß ist und sich die Blicke schon in Wietmarschen gleich in diese Richtung wendeten", sagte Schallow.

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