Start in den Rollski-Weltcup in  Banska Bystrica mit Top-Sportlern aus zehn Nationen

Wochenende mit Höhen und Tiefen für Oberhundemerin Melina Schöttes

Für Melina Schöttes aus Oberhundem wurde der Auftakt des Rollski-Weltcups in Banska Bystrica zu einem Wochenende mit Höhen und Tiefen
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Für Melina Schöttes aus Oberhundem wurde der Auftakt des Rollski-Weltcups in Banska Bystrica zu einem Wochenende mit Höhen und Tiefen.

Im slowakischen Banska Bystrica wurde am Wochenende der Rollski-Weltcup 2021 mit Top-Sportlern aus zehn Nationen eröffnet. Für Deutschland gingen je drei Frauen und Männer an den Start, unter ihnen auch Melina Schöttes vom Ski-Club Oberhundem. Für die 23-Jährige verlief das Wochenende mit Höhen und Tiefen.

Oberhundem/Banska Bystrica - Los ging es mit einem Sprint über 200 Meter auf einer leicht ansteigenden Strecke in der Altstadt von Banska Bystrica. Nach 23,36 Sekunden blieb die Uhr für Melina im Prolog stehen, was die Qualifikation für die Finalläufe bedeutete - als einzige Deutsche. Im Viertelfinale kam dann das Aus, sie schied gegen die Prologsiegerin und spätere zweitplatzierte Slowakin Alena Prochazkova aus.

Am Samstag ging es dann mit dem Massenstartrennen über 12 Kilometer in der freien Technik weiter. Ein Großteil des Feldes blieb bis Kilometer 10 zusammen, bis die Profiläuferinnen aus Schweden, Tschechien und der Slowakei das Tempo an der letzten kleinen Steigung noch einmal verschärften. „Da konnte ich nicht mehr dran bleiben. Ich habe den Trainingsrückstand der letzten Wochen gemerkt, das Tempo war einfach zu schnell“, beschreibt die Oberhundemerin, die aufgrund von gesundheitlichen Problemen ihr Training in den zurückliegenden Wochen etwas reduzieren musste, den Rennverlauf. Am Ende reichte es in 29:40,2 Minuten noch für Platz 12 in dem hochkarätig besetzten internationalen Feld, das von der Schwedin Linn Soemskar mit drei Siegen in drei Rennen dominiert wurde.

Am Sonntagmorgen ging es bei Regen wieder auf die Roller. Ein Berglauf über 10 Kilometer mit insgesamt 480 Höhenmetern musste absolviert werden. „Bis Kilometer 6 lief es richtig gut, ich konnte mit den drei besten der beiden letzten Tage mitlaufen, wir hatten schon eine Lücke zur nächsten Gruppe, aber auf den letzten, extrem steilen Kilometern, fehlte mir einfach die Kraft, um dran zu bleiben“, so Melina Schöttes, die nach 45:09,7 Minuten als 10. das Ziel im Bergdorf Kordiky erreichte.

„Mit dem Sprintergebnis bin ich zufrieden, bei den anderen beiden Wettkämpfen hatte ich mir schon etwas mehr ausgerechnet, zumal ich lange in der Spitze mitlaufen konnte. Allerdings habe ich dann den Trainingsrückstand gemerkt, außerdem fehlte die Wettkampfpraxis bisher in diesem Sommer. Das waren für mich die ersten richtigen Wettkämpfe nach dem Winter“, zieht die angehende Physiotherapeutin eine Bilanz des Auftakts dieser Rollskisaison, die im August in Estland und Lettland fortgesetzt wird. „Dort finden insgesamt sechs Wettkämpfe an zwei Wochenenden statt. Da möchte ich versuchen, weitere Weltcup-Punkte zu erlaufen und mich für die WM im September in Italien zu qualifizieren“, so die weiteren Saisonziele von Melina Schöttes.

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