Deutliche Siege in Pokal und Liga

Zwei 3:0-Erfolge: RC Sorpesee feiert perfekten Start in die neue Saison

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Mannschaft und Fans feierten gemeinsam den perfekten Saisonstart.

Paderborn/Münster/Sundern - Mit diesem Saisonstart hätten wohl auch die kühnsten Optimisten in den Reihen des RC Sorpesee nicht gerechnet: Die Volleyballerinnen aus Sundern kehrten jeweils mit zwei souveränen 3:0-Siegen aus Paderborn (Pokal) und Münster (Liga) zurück.

Da rieben sich einige der anwesenden Zuschauer und auch die fachkundigen Beobachter auf den Coaching-Bänken beider Teams verwundert die Augen: Sowohl am Freitagabend beim 3:0-Erfolg bei VOR Paderborn als auch beim 3:0-Meisterschaftsauftakt bei Vorjahresmeister USC Münster II war das neu formierte Team des RCS nach Ansicht von Trainer Julian Schallow "voll auf der Höhe des Geschehens". 

Zu ungewohnter Zeit am Freitagabend hatten es die Sauerländerinnen in Paderborn laut Schallow mit "einem der aufstrebenden Damenteams Ostwestfalens" zu tun. Waren die ersten Bälle in der Spielvorbereitung und auch nach dem Anpfiff noch von großer Nervosität auf beiden Seiten geprägt, so fanden die RCS-Mädels schneller in die Spur und überzeugten nach dem Auftaktrückstand vor allem in Aufschlag und Annahme. So brachten den Gäste Punkt für Punkt immer mehr Polster zwischen sich und die Gegnerinnen und sicherten sich Satz eins letztlich verdient mit 25:15. 

Jetzt wartet der Zweitligameister

Ein ganz ähnliches Bild bot sich den Zuschauern in Satz zwei: Schneller Rückstand des RCS und nach kurzer Schwäche dann eine beherzte Jagd um jeden Ball. "Es war schon erstaunlich, mit wie viel Ruhe Block und Feldabwehr auch in kritischen Situationen ihren Job machten und Ball um Ball der wahrlich athletisch guten Paderbornerinnen entschärften", meinte Julian Schallow. Das 25:17 war der Lohn für die Mühen und brachte beste Voraussetzungen für einen Erfolg in der Ferne. 

Dass die Gastgeberinnen aber über eine Menge Kampfgeist und Qualität in ihrem Kader verfügen, zeigten sie eindrucksvoll im dritten Durchgang: Der Aufschlagdruck der Sauerländerinnen kam etwas ins Stocken und sofort war Paderborn zur Stelle - punktete durch starke Angriffe und Blocks selbst, profitierte aber in dieser Phase auch von einigen der wenigen RCS-Fehler. Beim 20:18 aus RCS-Sicht wurde es eng, aber ein kleiner Lauf zum 25:21 sicherte Satz und Sieg - und zur Freude aller Aktiven eine Partie gegen den Zweitligameister Skurios Volleys Borken in der eigenen Halle. 

"Da geht noch mehr"

"Da geht noch mehr an diesem Wochenende", war der Tenor in der Schlussbesprechung in Paderborn und genauso sollte es kommen: Die Voraussetzungen vor dem Spiel in Münster waren auf dem Papier allerdings wohl nicht die besten. Die zweite Mannschaft des USC als souveräner Meister der Vorsaison und mit vielen gestandenen Bundesligaspielerinnen gespickt schien schier eine Nummer zu groß für die zwar top motivierte, aber doch recht frisch zusammengewürfelte Truppe vom Sorpesee. 

So mussten die Gäste in ihren nagelneuen Trikots bis zum 10:16 aus ihrer Sicht auch die Überlegenheit der Gastgeberinnen neidlos anerkennen. Das Spiel des USC lief und trotz Auszeiten und Auswechselungen war guter Rat auf RCS-Seite teuer. "Einfach Gas geben, das wird schon!", lautete die Ansage in der letzten Auszeit. Und wie es wurde: Der RCS drehte auf, steigerte sich in allen Elementen und hatte beim 21:21 die Lücke wieder geschlossen. Auch zwei Punkte des USC zum erneuten 21:23-Rückstand brachten das Team nicht aus dem Tritt. Ab jetzt punktete nur noch der RC Sorpesee und sicherte sich beim 25:23 den laut Trainer Schallow "vielleicht wichtigsten Satz des Wochenendes". 

Nach dem dritten Satz stehen Anhang und Team Kopf

Denn nach dem Seitenwechsel waren die Gäste aus dem Sauerland plötzlich voll da. Die Aufschläge trafen die von Linus Tepe ausgespähten Ziele und unter dem Jubel der zahlreichen mitgereisten Anhänger zogen die Mädels vom See davon. Beim 10:5 war eine kleine Lücke gerissen, die der UCS mit tollen Aktionen aber wieder schließen konnte. Beim 13:13 dann ein erneuter Zwischenspurt des RCS und dieses Mal kam der Konter der Gastgeberinnen zu spät. Münster kämpfte sich zwar wieder etwas heran, aber zu mehr als Ergebniskosmetik reichte es beim 25:21 nicht. 

"Klar, dass wir Lunte gerochen hatten und den ersten Dreier der Saison sichern wollten", berichtete Julian Schallow. Der USC setzte alles auf eine Karte und versuchte es mit einer neuen, stark verjüngten Aufstellung. Bei aller Intensität und allen Bemühungen waren es aber weiterhin die RCS-Damen, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten." Die Wechsel funktionierten fantastisch, die Annahme griff beherzt zu und landete einmal ein Ball im hohen Block der Gastgeberinnen wurde nicht zurückgezogen, sondern weiter beherzt angegriffen", schwärmte der Coach. Kurzum: Der RCS verdiente sich den Erfolg nach wackligem Beginn redlich und beim 25:16 stand der RCS-Block samt Team Kopf.

Julian Schallow sah "zwei beherzte Auftritte zum Saisonbeginn, die Lust machen auf eine Menge mehr Volleyball und die natürlich die Vorfreude steigen lassen auf den ersten Heimauftritt der frischen Saison", der am kommenden Samstag im heimischen Schulzentrum steigt.

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