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Zweimal „David gegen Goliath“ in erster Westfalenpokalrunde – Heimische Teams nicht chancenlos

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Kreis Olpe Vorschau 1. Runde Westfalenpokal
Durch den Meistertitel in der Bezirksliga 5 sicherte sich der VSV Wenden einen Platz im Westfalenpokal. © Peter Maiworm

Kreis Olpe. David gegen Goliath, und das gleich zwei Mal. Die 1. Runde im Westfalenpokal spült beiden heimischen Vertretern FC Lennestadt und VSV Wenden sicher Geld in die Vereinskassen – der Sprung in Runde 2 ist aber eher unwahrscheinlich.

Den Auftakt machen am Mittwoch, 22. August, zwei Aufsteiger. Im Hensel-Stadion Auf‘m Ohl in Meggen erwartet Neu-Westfalenligist FC Lennestadt den Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn. Anstoß ist um 19.15 Uhr. Und am Donnerstag, 23. August, erwartet um 19.30 Uhr Landesliga-Aufsteiger VSV Wenden das etablierte Oberligateam TuS Haltern (am See) zum Pokaltänzchen.

Der im Kreis Olpe bekannteste „Käner“ steht nicht auf dem Feld, sondern ist im Management des Siegerländer Clubs tätig: Jochen Trilling, gebürtig aus Ennest, Sportlicher Leiter des 1. FC Kaan-Marienborn. Trilling spielte zunächst in der Jugend des SV 04 Attendorn, im ersten Seniorenjahr dann unter Trainer Jörg Rokitte mit RW Lennestadt-Grevenbrück in der Oberliga, ehe es ihn über Umwegen zum TuS Kaan-Marienborn zog, dem Verein, dessen Fußballabteilung als 1. FC Kaan-Marienborn ausgegliedert wurde. Seit 2014 ist Trilling dort als Sportlicher Leiter tätig. FC-Stürmer Florian Friedrichs spielte 2011/2012 ein Jahr in Kaan.

„Ein interessantes Los, die Jungs freuen sich“, kommentierte Jürgen Winkel, Trainer des FC Lennestadt, Anfang Juli die Auslosung. „Ein Heimspiel, das könnte ein attraktives Spiel werden. Man kennt sich ein wenig von Freundschaftsspielen, Kaan ist eine starke Truppe. Aber an einem starken Tag können wir Zuhause jedem Gegner das Leben schwer machen. Das haben wir im Westfalenpokal schon bewiesen.“

"Attraktives Heimspiel in der ersten Runde"

Jochen Trilling gegenüber dem SauerlandKurier: „Wir haben den FC Lennestadt nicht speziell beobachten lassen, haben aber genug Informationen über die Mannschaft und ihre Stärken. Was Mannschaft und Verein leisten, besonders im Westfalenpokal, haben die letzten Jahre gezeigt. Deswegen wissen wir, was uns erwarten wird.“ Zum Stellenwert des Pokals für die Käner: „Wir möchten uns für die nächste Runde qualifizieren und uns wie bei jedem Spiel weiter entwickeln. Deswegen hat der Mittwochabend auch eine hohe Wertigkeit für uns.“

Auch bei VSV-Coach Jörg Rokitte überwog die Freude über das Los: „Klar, wir sind Außenseiter. Aber es ist uns allen lieber, in der ersten Runde gleich ein attraktives Heimspiel zu erhalten, als nach Bielefeld zu einem Bezirksligisten zu fahren.“

Beide heimischen Teams sind nicht gerade mit positiven Ergebnissen in die Meisterschaftssaison gestartet. Beide verloren ihre ersten zwei Spiele, beide sind ohne eigenen Treffer geblieben – und das, obwohl in der Vorsaison die Offensivabteilungen die Paradereihen waren.

Der 1. FC Kaan-Marienborn ist in der Regionalliga West ebenfalls noch ohne Sieg. Gegen die U23 des 1. FC Köln und Mitaufsteiger SV 08 Lippstadt gab es Punkteteilungen, gegen RW Essen und Herkenrath mit 1:4 und 0:4 derbe Niederlagen.

Ganz anders die Situation bei TuS Haltern. Das Team steht in der Oberliga nach zwei Siegen mit sechs Punkten auf dem dritten Platz. In der vergangenen Saison spielte die Elf lange um den Aufstieg in die Regionalliga.

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