Suchen und Finden

So rumort es auf dem Schalker Transfermarkt

+
"Wen hole ich, wen gebe ich ab?", wird sich S04-Manager Christian Heidel denken.

Der FC Schalke 04 muss tätig werden auf dem Transfermarkt. Dieser Umstand befeuert Gerüchte beim S04. Wie ist der Stand der Dinge bei den Knappen?

Gelsenkirchen – Der Kohlenhobel dröhnt, zieht seine Spur durch den Streb. Hämmern, Scheppern, Staub. Wo einst unter Tage die Kumpel malochten, da rumorte es. Vorbei die Zeiten auf Schalke und im gesamten Ruhrgebiet. Und doch rumort es wieder.

Über Tage diesmal – bei den Knappen tut sich etwas auf dem Transfermarkt. Das soll eigentlich für Ruhe sorgen, wirkt aber ob der Personalnot wie nervöses abklopfen. Denn was der Pott unmittelbar nach dem Zechenschwund zu viel hatte, das haben die Königsblauen jetzt zu wenig: Arbeitskräfte.

Heidel unter Druck

S04-Manager Christian Heidel steht dieser Tage unter Druck. Er muss liefern. Und tut es vielleicht sogar. Viele Spieler werden mit Schalke in Verbindung gebracht, einige sollen aber wohl auch schon wieder auf dem Sprung stehen. Was tut sich in der Defensive und in der Offensive?

Diagnosen bekannt: So lange fallen Schöpf, Stambouli und Skrzybski aus

Die Jochbeinfraktur von Benjamin Stambouli und der Abgang von Defensiv-Routinier Naldo in Richtung AS Monaco verschärfen die Situation in der Defensive. Zu allem Übel wird jetzt auch noch Sommer-Neuzugang Omar Mascarell vom Fachmagazin kicker mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht. Der 25-Jährige hatte eine gute Saison bei Eintracht Frankfurt gespielt, genoss immerhin eine Ausbildung bei Real Madrid – will bei Schalke aber nicht so recht einschlagen. Er könnte wechseln – schwer zu glauben aber, dass der S04 ihn ziehen lässt. Man ist auf jeden angewiesen, der gegen den Ball arbeiten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass Abdul Rahman Baba wohl vor einem Abgang nach Frankreich steht.

Manchester City an Rudy interessiert?

Ähnlich verhält es sich mit Sebastian Rudy. Der 28-Jährige kam im Sommer vom FC Bayern München. In der Hinrunde förderte er aber mehr Abraum als Kohle in Form von durchdringender Leistung. Seine Produktionsmenge blieb hinter den Erwartungen zurück. Angeblich sei jetzt Manchester City interessiert. Medienberichten zufolge stehen 40 Millionen Euro zur Debatte für den Mittelfeldspieler, der eigentlich den Vorarbeiter mimen sollte. Auch hier gilt ein Verkauf aber als Unwahrscheinlich – die Königsblauen benötigen seine Dienste. Zudem zeigte sich Rudy beim 2:2 in Berlin auch schon stärker.

Bedarf in der Offensive

Interessant wird es in der Offensive. In Franco di Santo liegt bei den Knappen noch ein Stürmer „auf Halde“, für den es keine Verwendung gibt. Der Vertrag des Argentiniers läuft im Sommer aus, 29 Jahre ist er alt – zu früh für die Rente. Einen Interessenten gibt es wohl schon: Galatasaray Istanbul, wie Radyospor berichtet.

Amine Harit steht ebenfalls auf dem Abstellgleis. Er ist zwar ein begnadeter Fußballer, macht aber immer wieder mit moralischen Eskapaden auf sich aufmerksam. Sollten der Klub und er das nicht in den Griff bekommen, droht dem Marokkaner ein Verkauf.

Schalkes wachsendes Lazarett erhöht Transfer-Not

Doch wer Personal abgibt, dem eh schon Personal fehlt – der muss sich neue Arbeiter besorgen. Auf dem Zettel von Heidel stehen Rabbi Matondo (18) von Manchester City und Nikola Kalinic (31) von Atlético Madrid – letzterer erhält aber wohl nicht die Freigabe von Atléti-Coach Diego Simeone.  Bei Matondo sei man schon weiter. Wie die Bild berichtet, soll Manchester City zunächst ein Angebot über zehn Millionen Euro abgelehnt haben, jetzt soll er aber wohl für fünf bis sieben Millionen Euro ins Ruhrgebiet wechseln dürfen. Mit einem kleinen Kniff: So soll ManCity eine Rückkaufoption für 30 Millionen Euro gefordert haben.

Groß ist dennoch weiterhin der Bedarf. Guido Burgstaller fällt aus mit Problemen im Fuß, die wohl von seinen Beschwerden im Leistenbereich herrühren könnten. Breel Embolo steht vor dem Saisonaus, Alessandro Schöpf ebenfalls. Hinzu kommt die Verletzung von Steven Skrzybski. Heidel muss dringend den Kohlenhobel anwerfen und unter den Gesteinsschichten in den Tiefen des Transfermarkts etwas brauchbares fördern – sonst heißt es bald: Schicht im Schacht.

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare