Champions League

"Das muss ManCity erst beweisen": Schalke klammert sich an Außenseiter-Chance

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Trainer Domenico Tedesco (rechts) will mit Schalke die Außenseiter-Chance gegen ManCity nutzen.

Schalke 04 geht als klarer Nicht-Favorit ins Champions-League-Duell mit Manchester City. Königsblau will den Wettbewerb auch als Brustlöser nutzen.

Gelsenkirchen – Was soll Domenico Tedesco auch anderes sagen? Natürlich weiß der Trainer von Schalke 04, dass kaum jemand an eine Chance seiner Mannschaft glaubt. An eine Chance, dem übermächtig wirkenden Premier-League-Meister Manchester City auch nur ansatzweise Paroli bieten, geschweige denn für eine Überraschung sorgen zu können.

Dennoch erklärt der 33-Jährige vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League am Mittwochabend (21 Uhr/bei uns im Live-Ticker) in der Arena: „Logisch rechnen wir uns etwas aus.“ Linksverteidiger Bastian Oczipka meint: „Schön, wenn alle so denken. Trotzdem müssen wir das Spiel erst einmal spielen. ManCity muss erst einmal beweisen, dass sie stärker sind als wir.“

Dass das Star-Ensemble von Teammanager Pep Guardiola diesen Beweis bringen wird, daran zweifelt kaum jemand. Dennoch klammert sich Königsblau an das Fünkchen Hoffnung. Schalke hat keine Chance – und will sie nutzen.

Anhaltende Gerüchte um Heidels Zukunft

Es ist für die Knappen aber auch eine willkommene Gelegenheit, den tristen und grauen Liga-Alltag zumindest vorübergehend zu vergessen. Die miserable Lage in der Meisterschaft mit Platz 14 – nie stand Königsblau zu diesem Saison-Zeitpunkt schlechter da – auszublenden. Genauso wie die anhaltenden Gerüchte um Sportvorstand Christian Heidel, der immer mehr in die Kritik gerät. Und der zuletzt selbst für Spekulationen um seine Zukunft sorgte.

„Natürlich – wenn die Gesamtgemengelage stimmt“, hatte der 55-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung auf die Frage geantwortet, ob er seinen bis 2020 datierten Vertrag erfüllen wolle. Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies kommentierte die losgebrochene Debatte um mögliche Heidel-Nachfolger wie Jonas Boldt (noch bis Sommer in Leverkusen) oder Klaus Allofs (bis 2016 in Wolfsburg) nicht konkret: „Wenn auf Schalke nicht mehr spekuliert wird, wäre etwas falsch“, wurde er in den Zeitungen der Funke Mediengruppe zitiert.

Somit liegt die Aufmerksamkeit jetzt umso mehr bei Tedesco und seinen Mannen. „Grundsätzlich ist das Thema präsent, weil man darauf aufmerksam gemacht wird“, erklärt der Chefcoach: „Wir sind total auf ManCity fokussiert. Wir wissen, dass wir etwas zu leisten haben.“

Tedesco überrascht mit Fährmann

Zumal es der Trainer auch erneut geschafft hat, mit einer Entscheidung das mediale Aufsehen erst einmal auf sich beziehungsweise die Mannschaft zu ziehen. Denn für viele überraschend wird gegen die Engländer nicht Alexander Nübel im Schalker Tor stehen, sondern Kapitän Ralf Fährmann.

Schalke bereitet sich auf Achtelfinal-Duell mit ManCity vor

„Dass wir uns letzte Saison für die Champions League qualifiziert haben, ist auch sein Verdienst. Dementsprechend wird Ralle gegen Manchester im Tor stehen“, begründet Tedesco. In der Liga-Partie am Samstag in Mainz wird der 22 Jahre alte Nübel derweil nach abgesessener Rot-Sperre zurückkehren.

Tedesco hatte den U21-Nationalkeeper mit Rückrunden-Start zur Nummer eins befördert. Er musste nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Mönchengladbach allerdings zwei Partien pausieren. Fährmann hatte ihn daher in beim FC Bayern sowie gegen Freiburg vertreten und im Pokal-Achtelfinale gegen Düsseldorf seine Chance erhalten.

Bentaleb wieder schmerzfrei

Darüber hinaus lässt Tedesco offen, welchem Personal er für die Mammutaufgabe gegen ManCity vertraut. Nabil Bentaleb sei wieder schmerzfrei, und auch Guido Burgstaller und Steven Skrzybski seien Optionen, wenn auch nicht für die gesamten 90 Minuten. Benjamin Stambouli trainiert nach seiner Jochbeinfraktur zwar wieder mit Maske, einen Einsatz gegen die Guardiola-Elf schließt Tedesco jedoch aus für die nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzenden Schalker.

„Aber“, sagt Tedesco, „ein solches Spiel in so einem Wettbewerb pusht natürlich. Da haben wir Bock drauf.“ Was soll er auch anderes sagen?

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Quelle: wa.de

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