Geld für Transfers

Schalke verzichtet auf Finanz-Hilfe von Clemens Tönnies - Jetzt spricht der Ex-Boss

Schalke braucht Geld, um Transfers im Winter tätigen zu können. Das kommt nicht von Ex-Klub-Boss Clemens Tönnies, was der Aufsichtsratschef bedauert..

  • Der FC Schalke 04 will und muss für den Kampf um den Klassenerhalt auf dem Transfermarkt tätig werden.
  • Clemens Tönnies hat finanzielle Hilfe angeboten. Daraus wird aber nichts, was der aktuelle Aufsichtsratschef bedauert (Update vom 7. Januar, 18.14 Uhr)
  • Auch Clemens Tönnies selbst äußerte sich über das Votum des Gremiums (Update vom 7. Januar, 20.56 Uhr).

Update vom 7. Januar, 20.56 Uhr: Jetzt spricht auch Clemens Tönnies! Der frühere Aufsichtsratschef des FC Schalke 04 bedauert nach eigener Ausschlag den Beschluss seines Ex-Klubs, auf seine finanzielle Unterstützung zu verzichten. „Ich beuge mich der Entscheidung, obwohl ich sie natürlich bedauere“, sagte der 64-Jährige der Funke-Mediengruppe.

NameClemens Tönnies
Geboren27. Mai 1956, Rheda, Rheda-Wiedenbrück
EhepartnerinMargit Tönnies
KinderMaximilian Tönnies, Julia Tönnies

Zuvor war bekannt geworden, dass der Deal nicht zustande kommt, weil die Forderung des Fleisch-Fabrikanten nach einem einstimmigen Beschluss im Aufsichtsrat des aktuellen Bundesliga-Letzten nicht erfüllt wurde. „Ich wollte sicherstellen, dass alle geschlossen hinter dem Konzept stehen, unter allen Umständen den Klassenerhalt zu sichern“, sagte Clemens Tönnies.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge waren zwei Mitglieder des Schalker Aufsichtsrates gegen die finanztielle Unterstützung von Clemens Tönnies gewesen. Es stand zur Debatte, den Sponsoren-Vertrag mit einer Tönnies-Firma („Böklunder“) auszuweiten und vorzeitig zu verlängern. „Ich bleibe im Herzen immer Schalker“, sagte Clemens Tönnies.

Auch Jens Buchta, der aktuelle Vorsitzende des Schalker Aufsichtsrates, bedauert die Entscheidung, die für Transfers dringend benötigte finanzielle Hilf von Clemens Tönnies abgelehnt zu haben (siehe Update vom 7. Januar, 18.14 Uhr).

Schalke muss auf Finanz-Hilfen von Clemens Tönnies verzichten - Jens Buchta bedauert Entscheidung

Update vom 7. Januar, 18.14 Uhr: Trotz der großen wirtschaftlichen Not wird Schalke 04 auf finanzielle Hilfen des früheren Klub-Bosses Clemens Tönnies verzichten. „Der Aufsichtsrat hat mit großer Mehrheit zugestimmt, das Angebot anzunehmen und in Gespräche einzutreten, allerdings nicht mit der von Clemens Tönnies verlangten Einstimmigkeit“, berichtete Jens Buchta, der Vorsitzende des Gremiums, via Klub-Homepage.

Medienberichten zufolge haben zwei Aufsichtsräte ihre Zustimmung verweigert. Daher, bestätigte Jens Buchta, habe Clemens Tönnies sein Angebot zur Unterstützung schließlich zurückgezogen. „Ich bedauere das. Wir müssen seine Entscheidung aber respektieren“, kommentierte der Aufsichtsratschef. „Ebenso ist aber auch zu respektieren, dass der Aufsichtsrat ein demokratisches Gremium ist und die Willensbildung im Rahmen einer Diskussion erfolgt.“

Im Gespräch war, dass der Fleischfabrikant Clemens Tönnies den bestehenden Sponsoring-Vertrag einer seiner Firmen (Böklunder) verlängert und ausweitet. Somit hätte eine niedrige zweistellige Millionensumme zusammenkommen können, mit deren Hilfe die Schalker die dringend notwendigen Umbauten des S04-Kaders mithilfe von Transfers im Winter hätten bezahlen können.

Millionensumme von Clemens Tönnies: Schalke trifft Entscheidung - Transfers auf der Kippe?

Update vom 7. Januar, 9.52 Uhr: Der FC Schalke 04 verzichtet auf die Finanzspritze von Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. Der Vorstand und Aufsichtsrat von S04 hatten am Mittwochabend entschieden, das Angebot von Tönnies nicht anzunehmen. Das berichten die Ruhr Nachrichten.

Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates waren dem Bericht zufolge gegen die finanzielle Hilfe. Clemens Tönnies hatte sein Angebot an die Bedingung geknüpft, es müsse einstimmig abgesegnet werden. Was passiert nun mit den erhofften Transfers bei Schalke 04? Klar ist: S04 muss andere Finanzierungsmöglichkeiten finden, zumal die Mittel für Tätigkeiten auf dem Transfermarkt fehlen.

Schalke lehnt Darlehen von Clemens Tönnies ab: Es gibt eine Alternative

Update vom 6. Januar, 11.54 Uhr: Mit der Leihe von Sead Kolasinac hat der FC Schalke 04 das erste Zeichen gesetzt. Weitere Taten auf dem Transfermarkt werden angestrebt, soll der S04-Kader doch für die Mission Klassenerhalt aufgefrischt werden. Das Problem: das Geld fehlt. Clemens Tönnies könnte helfen - unter mehreren Bedingungen.

Nach der Trennung im vergangenen Sommer hatte Schalke 04 angekündigt, sich von Clemens Tönnies emanzipieren zu wollen. Nun hat der ehemalige Vorstandsvorsitzende finanzielle Hilfe in Form eines Darlehens angeboten. Das allerdings kommt für die Vereinsführung nicht in Frage, wie die WAZ berichtet. Eine Alternative schließe der Klub allerdings nicht aus.

Dem Bericht zufolge erwägt S04, das Engagement mit Böklunder auszubauen. Die Firma von Clemens Tönnies ist noch immer als Sponsor von Schalke 04 aktiv. Verlängert der Klub den Sponsoringvertrag im fünf bis sechs Jahre, käme so die zweistellige Millionensumme zustande, die Schalke für Transfers in diesem Winter benötigt. Ebenfalls möglich wäre die sofortige Auszahlung der gesamten Vertragssumme.

Schalke: Clemens Tönnies hilft wohl mit Geld für Winter-Transfers

Update vom 5. Januar, 9.34 Uhr: Clemens Tönnies (64) und Schalke 04 - es wird wohl immer konkreter, dass der langjährige Klub-Boss den klammen und abstiegsgefährdeten Königsblauen finanziell unter die Arme greift.

Laut Bild geht es offenbar um ein Investment im zweistelligen Millionenbereich. Offen sei nur, in welcher Form das geschehen könnte - also ob als Darlehen oder eine andere Variante. Die Verhandlungen darüber stünden noch aus. Clemens Tönnies habe aber eine Forderung: ein einstimmiger Beschluss des Aufsichtsrats.

Clemens Tönnies könnte Schalke also das Geld vorstrecken, das der Klub für dringend notwendige Winter-Transfers benötigt. Die Gegenleistung, bei einer eventuellen Ausgliederung der Profi-Abteilung Anteile des Unternehmens zu bekommen, fordere der 64-Jährige dafür nicht, heißt es in dem Bericht. Schalke will und soll unabhängig von Tönnies bleiben. Über die Details einer möglichen Unterstützung von Clemens Tönnies berichtet auch Ruhr24.de*.

Schalke in Not: Clemens Tönnies vor Comeback - das ist der Plan

Update vom 4. Januar, 8.52 Uhr: Schalke 04 ist in arger Not. Sportlich wie finanziell. Um den Abstieg aus der Bundesliga zu vermeiden, müssen neue Spieler her. Und für Transfers braucht der klamme Klub Geld - doch woher nehmen?

Es wird wohl immer wahrscheinlicher, dass Ex-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies (64) wieder bei Schalke mitwirkt. Nachdem die Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Schneider und Marketing-Vorstand Alexander Jobst die (finanzielle) Hilfe des Ex-Klub-Bosses abgelehnt hatten, hat sich die Einstellung dazu angesichts der großen Not geändert.

Clemens Tönnies will Schalke bei Transfers helfen - Klub hat noch Bedenken

Schalkes Vorstand und Clemens Tönnies nähern sich laut Bild wieder an. Er soll mithelfen, den S04-Kader, der ganz offensichtlich nicht für den Abstiegskampf gemacht ist, zu verstärken. Dafür fordert er jedoch einen einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats.

Allerdings gibt es auf Schalke offenbar weiterhin bedenken. Die Klub-Spitze sträubt sich dagegen, den ehemaligen mächtigen Klub-Boss anzupumpen, schreibt der Kicker. Denn in Gelsenkirchen wissen sie, dass ein (finanzielles) Engagement wieder für Unruhe unter den Fans sorgen würde. Ein weiteres Argument dagegen: Clemens Tönnies hatte Schalke schon vorher nie Geld geschenkt. Die Verbindlichkeiten - aktuell rund 240 Millionen Euro - würden sich also nur noch weiter erhöhen.

Clemens Tönnies hatte nach Informationen der Bild schon in der Transferperiode im Sommer vorgehabt, Schalke zu unterstützen. Demnach soll er drei Leih-Transfers inklusive Finanzierung bereits eingetütet haben. Seinerzeit hatte Jochen Schneider das noch abgelehnt, weil es rund um den Verein zu viele Tönnies-Gegner gibt - gerade unter den Anhängern. Am Sonntag hatte Schneider jedoch ein Plädoyer für Tönnies und seine Verdienste im Klub gehalten.

Diesmal könnte es anders sein. Mit Sead Kolasinac hat Schalke den ersten Winter-Transfer bereits eingetütet. Dazu ist der vereinslose Julian Korb als neuer Rechtsverteidiger im Gespräch.

Schalke 04 in Not: Verhandlungen mit Clemens Tönnies? Das sagt Jochen Schneider

Gelsenkirchen - Noch immer schwebt der Name Clemens Tönnies über Gelsenkirchen. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 trat im Juli 2020 von seinen Ämtern bei S04 zurück. Der Grund: Die Kritik an seine Person und der dadurch entstandene immense Druck auf den Verein. Nun meldete sich Schalkes Sportvorstand zu Wort - und nahm Clemens Tönnies in Schutz.

Schalke: Geld für Transfers von Clemens Tönnies? Das sagt Jochen Schneider

Seit 2001 war Clemens Tönnies Aufsichtsratsvorsitzender bei Schalke 04. Den negativen Höhepunkt bildete die Protestaktion der Fans im vergangenen Sommer. Zahlreiche Schalke-Fans bildeten eine Menschenkette rund um die Veltins Arena. Kurz darauf trat Clemens Tönnies zurück. „Clemens Tönnies hat überragende Verdienste um den FC Schalke 04“, nahm Sportvorstand Jochen Schneider den 64-Jährigen bei Sky in Schutz.

Besonders die Art und Weise sorgte bei Jochen Schneider für Kopfschütteln. Nach dem massiven Corona-Ausbruch im Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück wurde die Kritik an einer Person festgemacht. „Er wurde durchs Land getrieben als wäre er der Alleinverantwortliche für die Corona-Krise in Deutschland.“, kritisiert Schneider.

Schalke: Jochen Schneider verteidigt Clemens Tönnies - Hilfe bei Transfers?

Seitdem hat sich Clemens Tönnies in den Hintergrund zurückgezogen. Als Fan von Schalke 04 leidet er wohl dennoch mit. Nach dem 0:3 gegen Hertha BSC zum Jahresauftakt ist der Abstieg in die Zweitklassigkeit für den Gelsenkirchener Traditionsklub wahrscheinlicher denn je. Besonders sportlich macht S04 einen katastrophalen Eindruck.

Mit Tasmania Berlin bangt der - bis jetzt - schlechteste Bundesligist aller Zeiten um einen unrühmlichen Rekord. Am kommenden Wochenende könnte sich der FC Schalke 04 dazu gesellen, weil der Schalker Kader alles andere als wettbewerbsfähig ist. Stürmer Mark Uth wurde dementsprechend deutlich und forderte personelle Verstärkungen.

Schalke: Jochen Schneider äußert sich vorsichtig zu möglicher Finanzspritze von Tönnies

Besonders in der Schalker Offensive hapert es an allen Ecken und Enden. Es mangelt an Tempo und Torgefahr. Zwar betonte Jochen Schneider, S04 würde den markt genauestens beobachten. Jedoch stellte er abermals die begrenzten finanziellen Mittel in den Vordergrund. Mehrere Spieler sollen wohl noch in der Winterpause den Verein verlassen.

Genügt das, um noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen? Wohl kaum. Weshalb Clemens Tönnies wohl erneut in den Vordergrund rücken könnte bei Schalke 04. Nicht in einer Führungsposition, sondern als Sponsor und Geldgeber. „Er war Motor und Gesicht des Klubs und das in wahrlich nicht schlechten Zeiten mit drei Pokalsiegen und dem Aufbau der Nachwuchsakademie“, lobt Jochen Schneider Clemens Tönnies.

Clemens Tönnies könnte als Geldgeber bei Schalke 04 einspringen.

„Wir dürfen Schalke nicht untergehen lassen, da bin ich der Allerletzte, der nicht hilft“, sagte Tönnies bei RTL. Wie die Bild berichtet, sollen kurzfristige Verhandlungen stattfinden. Eine zweistellige Millionensumme, die in die Vereinskasse von Schalke 04 fließen soll, ist im Gespräch. Klar sie, dass die Finanzspritze ausschließlich für neue Spieler verwendet werden soll.

Macht der Schalke-Fan Tönnies nun Geld locker für seinen Herzensklub? Jochen Schneider antwortete erneut vorsichtig. „Er leidet wie wir alle unter der Situation. Ob er hilft oder nicht, werden wir sehen. Es kommt mir zu kurz, wie seine Verdienste gewürdigt werden“, so Schneider. Klar ist: Der FC Schalke 04 ist auf jegliche Hilfe angewiesen, soll der Absturz in die Zweitklassigkeit noch verhindert werden. *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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