Maßnahme in Coronavirus-Krise

Nach Gehaltsverzicht: Profis greifen Schalke 04 erneut unter die Arme

Nach dem Gehaltsverzicht greifen die Profis Schalke 04 erneut unter die Arme. Die neuen Maßnahmen greifen, sobald die Bundesliga fortgesetzt wird.

  • Aufgrund der Coronavirus-Krise verzichten die Profis auf Schalke auf Teile ihres Gehalts. 
  • Kapitän Omar Mascarell erklärt, dass es dabei vor allem um die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle ging.
  • Nun stimmten die Schalker Profis weiteren Maßnahmen zu.  

Update vom 19. April, 14.47 Uhr: Der FC Schalke 04 leitet weitere Sparmaßnahmen ein, um die aktuelle Corona-Krise so gut es geht zu überstehen. Nach dem Gehaltsverzicht kündigten die Profis an, zu weiteren Schritten bereit zu sein. Nun ist klar: Omar Mascarell und Co. stehen zu ihrem Wort.

Die finanziellen Engpässe, die mit der Corona-Pandemie für zahlreiche Bundesliga-Klus einhergehen, macht auch und ganz besonders nicht vor Schalke 04 Halt. S04 ist auf die Auszahlung der TV-Gelder angewiesen, ansonsten ist die Existenz des noch immer eingetragenen Vereins stark bedroht. Zumindest hier war unter der Woche Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Rechteinhaber einigten sich zumindest mündlich auf eine baldige Auszahlung der letzten von vier Raten.

Schalke 04: Profis greifen S04 nach Gehaltsverzicht erneut unter die Arme

Ist der FC Schalke 04 somit gerettet? Offenbar nicht, zumindest noch. Denn wie die Bild berichtet, haben sich der Verein und ihre Spieler mitsamt Berater auf weitere Schritte geeinigt, um die Zahlungsfähigkeit von S04 zu sichern. Dem Bericht zufolge verzichten die Profis künftig auf 33,3 Prozent ihrer Prämien, weitere 33,3 Prozent werden gestundet. Bedeutet: Sobald der Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga fortgesetzt wird, muss Königsblau keine Angst mehr davor haben, Siegprämien auszuschütten und somit noch weiter in die finanzielle Bredoullie zu geraten. 

Desweiteren suchten die Verantwortlichen das Gespräch mit den Beratern. So soll eine Rückzahlung der Honorare für den Monat März im Gespräch sein. Option zwei sei ein prozentueller Verzicht der für den September geplanten Honorare für die Spieler-Vertreter.

Schalkes Mascarell erklärt Gehaltsverzicht - was ihn "ein bisschen geschockt" hat

Update vom 14. April, 8.22 Uhr: Die Profis von Schalke 04 verzichten bekanntermaßen auf Teile ihres Gehalts, um dem wirtschaftlich angeschlagenen Klub und vor allem seinen Mitarbeitern in der Geschäftsstelle in Zeiten der Coronavirus-Krise zu unterstützen. Das sei der wichtigste Punkt dabei gewesen.

"Viele Mitarbeiter verdienen nicht viel Geld, müssen aber ihre Miete pünktlich zahlen, Lebensunterhalt bestreiten. Sie haben Kinder, die versorgt werden müssen. Wir sind Schalke, wir sind eine Familie, da hilft man sich untereinander", sagte Kapitän Omar Mascarell (27) im Interview mit der Bild: "Wir dürfen eines nicht vergessen: Wir sind Fußball-Profis, dürfen dabei aber nie die Lebensrealität aus den Augen verlieren. 15 Prozent Gehaltsverzicht sind für uns deshalb eine Selbstverständlichkeit, vor allem wenn man damit vielen helfen kann."

Dabei erklärte der Spanier jedoch auch, dass ihm eine Sache dann doch überrascht habe: "Es war das erste Mal für mich, dass ich mit den Jungs über so ein schwieriges Thema reden musste. Ich dachte mir: Vielleicht werden einige Spieler das anders sehen, Zweifel haben, und man muss sie überzeugen. Aber ganz ehrlich: Ich war fast ein bisschen geschockt, wie sehr alle mitgezogen haben. Das war ein wichtiges Zeichen."

Die Profis seien sogar zu einem weiteren Gehaltsverzicht bereit, sofern es die Situation erfordert. "Wir haben das mit Team und Klub-Führung vereinbart", so Mascarell: "Wir wollen nun erst einmal versuchen, die Saison abzuschließen. Ende Juni werden wir uns nochmal zusammensetzen, um über den aktuellen Status reden. Wir sind immer bereit, dem Klub zu helfen."

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In seiner Heimat in Spanien habe Mascarell diesbezüglich ebenfalls einige erklärende Interviews geben müssen. Mit dem Tenor, wie die Klubs in Deutschland die Sache mit dem Gehaltsverzicht so schnell umgesetzt hätten: "Wir wussten um die Situation des Klubs", sagte Mascarell: "Jeder weiß, dass wir finanziell nicht die besten Zeiten erleben. Das Coronavirus stellt den Klub vor enorme Schwierigkeiten."

Coronavirus: Schalker Profis verzichten auf Gehalt - und sind für weitere Schritte bereit

Update vom 30. März, 10.36 Uhr: Bei den Fans von Schalke 04 schlägt die Stunde der Schnäppchenjäger. Die Königsblauen haben ihre Fanartikel stark reduziert. Fast jedes Teil im Online-Shop ist zurzeit günstiger zu erwerben.

Das aktuelle Schalker Heimtrikot kostet statt 84,95 Euro nur noch 49,95 Euro, das Auswärts-Leibchen im Damenschnitt in Weiß ist um fast die Hälfte auf 44,95 Euro heruntergesetzt.

Die meisten Artikel sind um bis zu 40 Prozent reduziert. "Das hat aber nichts mit Corona zu tun. Wir reduzieren immer ab Mitte März, um Platz zu schaffen, wenn die neue Ware kommt", versicherte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. Was sich allerdings geändert habe, sei, dass alle Artikel ohne Kosten verschickt werden, weil alle Fanshops geschlossen sind. "Versandkosten bleiben zuhause", heißt es dazu auf der Homepage.

Coronavirus: Schalker Profis verzichten auf Gehalt - und sind für weitere Schritte bereit

Update vom 27. März, 15.18 Uhr: Die Profis des FC Schalke 04 verzichten aufgrund der Coronavirus-Krise wie erwartet teilweise auf ihr Gehalt sowie ihre Prämien. Darüber hinaus haben sie mit der Vereinsführung auf "eine prozentuale Aussetzung ihrer Bezüge zunächst bis zum 30. Juni 2020" vereinbart, wie die Königsblauen mitteilten.

Die Mannschaft wolle damit dem Klub und damit knapp 600 Mitarbeitern Unterstützung zum sicheren Erhalt ihrer Arbeitsplätze leisten zu. Vorstand, Trainer- und Betreuerstab sowie zahlreiche Führungsverantwortliche und Mitarbeiter würden ebenfalls ihren finanziellen Beitrag leisten. Die monatliche Entlastung für Schalke liege im Millionenbereich, heißt es weiter.

"Corona betrifft leider jeden einzelnen von uns. Gerade darum ist es so wichtig, dass wir einander helfen und uns gegenseitig unterstützen. Nachdem Peter Peters, Alexander Jobst und ich den Mannschaftsrat über die aktuelle existenzbedrohende Krisen-Situation informiert haben, hat die Mannschaft unmittelbar ihre volle Unterstützung zugesagt", erklärt Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Weiter meinte er: "Dass die Spieler sich ihrer großen Verantwortung in dieser Art und Weise bewusst sind und ihre totale Solidarität zugesagt haben, ist ein großartiges Zeichen der Loyalität. Unsere Spieler haben damit eindrucksvoll dokumentiert, was ihnen unser Verein bedeutet. Denn es ist ein ganz klares Signal: Wir alle stehen zusammen für unseren FC Schalke 04, nicht nur in guten, sondern vor allem auch in schlechten Zeiten.“

Mannschaft und Vereinsführung hätten - je nach Entwicklung der Lage – bereits signalisiert, auch über den 30. Juni 2020 hinaus weitere Schritte in Erwägung zu ziehen. Die Mannschaft war am Donnerstag und Freitag in Kleingruppen am Klub-Gelände zu einem Treffen zusammengekommen.

Coronavirus: Schalke plant Maßnahmenpaket - Profis zu Gehaltsverzicht bereit

Update vom 24. März, 13.38 Uhr: Der FC Schalke 04 plant ein großes Maßnahmenpaket zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise. "Ich halte überhaupt nichts davon, aufgrund von öffentlichem Interesse vorschnell Einzelmaßnahmen zu platzieren. Wir müssen uns jetzt finanziell so aufstellen, dass wir möglichst lange durchhalten und entsprechend Liquidität gewährleisten", sagte Vorstand Alexander Jobst der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Laut Marketingchef Jobst sind auch die Schalker Profis bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. "In der Frage der Gehälter kam schon vor einigen Tagen das erste Signal von unserer Profi-Mannschaft", sagte der 46-Jährige. Auch das Trainerteam um Chefcoach David Wagner sowie der dreiköpfige Vorstand mit Jochen Schneider, Peter Peters und Jobst wollen ihren Teil beitragen.

Das Maßnahmenpaket soll helfen, die Arbeitsplätze der rund 650 Mitarbeiter zu erhalten. Doch auch in diesem Bereich drohen Veränderungen. "Es ist eine konkrete Überlegung, Kurzarbeit zu beantragen. Wichtig ist uns dabei aber, dass unseren Mitarbeitern dann keine wirtschaftlichen Nachteile entstehen, auch das ist ein Ergebnis unserer ganzheitlichen Herangehensweise", so Jobst.

Update vom 24. März, 8.55 Uhr: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen für die Klubs deutet sich bei Spielern und Funktionären in der Bundesliga große Bereitschaft zu einem partiellen Gehaltsverzicht an - auch beim FC Schalke 04

Wie Sport1 behauptet, habe der Mannschaftsrat der Königsblauen Kürzungen von bis zu 30 Prozent vorgeschlagen. Laut Bild stimme es zwar, dass sich Spieler und Klub grundsätzlich einig darüber seien, dass es einen Gehaltsverzicht geben müsse. Allerdings sei noch nicht besprochen worden, wie hoch dieser ausfallen werde. Die genannten 30 Prozent könne die Bild nicht bestätigen und wurden dem Blatt aus dem Umfeld dementiert.

Coronavirus: Schalke stoppt Einstellungen und Investitionen

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 hat seine konkreten Personalplanungen wegen der durch das Coronavirus verursachten Spielpause vorerst gestoppt. "Bei uns gibt es einen Einstellungs- und Investitionsstopp", sagte Sportchef Jochen Schneider in einer Umfrage von Sport1: "Auch Transfergespräche sind vorerst auf Eis gelegt. Es geht jetzt um andere Dinge. Wir müssen Prioritäten setzen." Auch die Schalker Knappenschmiede sei davon betroffen, hieß es zuletzt bereits.

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

Der Fußball werde im Sommer "einen gänzlich anderen Transfermarkt vorfinden", sagte der 49-Jährige: "Wir wissen noch gar nicht, wann der beginnen wird, weil wir vielleicht noch den Juli brauchen, um die Saison zu beenden."

Coronavirus-Krise: Wie BVB und Leipzig damit umgehen

Auch beim Nachbarn Borussia Dortmund ist man derzeit bei Gesprächen über die Zukunft vorsichtig. "Es geht momentan vor allem darum, die aktuelle Situation zu meistern als perspektivisch zu arbeiten", sagte Sportdirektor Michael Zorc: "Wir befinden uns in einer Situation, die es so noch nie gegeben hat im Profi-Fußball."

Auch sein Kollege von Markus Krösche von RB Leipzig arbeitet derzeit eher perspektivisch. "Ich beschäftige mich mit Alternativen für die nächsten zwei Jahre und schaue mir Ligen an, auf denen ich zuletzt vielleicht nicht so sehr den Fokus hatte", sagte Krösche: "Zurzeit sind aber keine konkreten Deals möglich."

dpa/mg

Quelle: wa.de

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