Tedesco verteidigt Rotation

Auf Schalke kommt (fast) alles auf den Prüfstand

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Auf Schalke werden sie im Winter alles genau analysieren - auch die Kader-Zusammenstellung. Trainer Domenico Tedesco (rechts) steht intern derweil nicht zur Debatte.

Ein Spiel steht für Schalke in dieser enttäuschenden Hinrunde noch an. Doch unabhängig vom Ausgang in Stuttgart: Bei Königsblau kommt alles auf den Prüfstand. Fast alles.

Gelsenkirchen - Christian Heidel stellt eines noch einmal klar, um jegliche weitere Diskussion in diese Richtung im Keim zu ersticken. „Wir werden definitiv nicht den Trainer wechseln“, sagt der Sportvorstand von Schalke 04. Ganz gleich, wie das letzte Spiel dieser für das Team von Coach Domenico Tedesco so enttäuschenden Hinrunde am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) endet. Im schlimmsten Fall droht sogar der Relegationsplatz.

Andersherum sei aber auch bei einem Sieg bei den Schwaben nicht plötzlich alles gut. „Es wird das Bild dieser Bundesliga-Vorrunde nicht großartig verändern“, sagt Heidel: „Aber es ist wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen“.

Daran, dass es bei den Königsblauen in der Winterpause dann einiges zu verbessern gibt, würde es jedoch nichts ändern. Mit Ausnahme der Person des Chefcoaches stehe alles auf dem Prüfstand, versichert Heidel: „Wir werden intern alles offen und knallhart analysieren und überlegen, mit welcher Marschroute wir in der Rückrunde erfolgreich sein können. Wir werden verändert in den Januar gehen, weil wir aus dieser Situation lernen müssen.“

"Wir werden unsere Schlüsse ziehen"

Es sind die typischen Floskeln in einer derartigen Situation eines (ambitionierten) Fußball-Klubs. Wichtig wird aus Schalker Sicht sein, dass tatsächlich Taten folgen. Insbesondere wollen sie genau hinschauen, ob sie in puncto Mannschaft so gut aufgestellt sind, wie sie es – ebenso wie viele andere – zuvor gedacht hatten. Warum ein Sebastian Rudy auf Schalke nicht funktioniert. Warum ein Omar Mascarell nicht das abruft, was ihn in der Vorsaison in Frankfurt so stark gemacht hat. Aber auch, warum einige Profis nicht mehr das auf den Rasen bringen, was sie im Vizemeister-Jahr gezeigt hatten. „Wir werden unsere Schlüsse ziehen“, kündigt Heidel an.

Das ist unabdingbar. Genauso, so sagt es Tedesco, wie die Rotation, für die Schalkes Trainer zunehmend in die Kritik gerät. Der 33-Jährige schaltet in den Verteidigungs-Modus und nennt drei Hauptgründe, warum es nicht ohne die ständigen Wechsel – personelle wie auch zum Teil taktischer Natur – gehe: Belastungssteuerung, Verletzungen und das Prinzip Leistung.

Tedesco verteidigt Rotation

„Wenn wir mit Auftritten nicht einverstanden sind, bekommt ein anderer Spieler seine Möglichkeit. Es ist nicht so, dass wir direkt wechseln, wenn wir mit einer Leistung unzufrieden sind", so der Trainer. "Aber wenn es die zweite, dritte oder vierte Möglichkeit gab, ist es logisch, dass wir etwas Neues probieren. Deswegen sind wir breit aufgestellt und vertrauen jedem Spieler.“

Das Argument, dass sein Team so nicht zu seinen Automatismen kommen könne, erstickt Tedesco im Keim: „Wir machen im Training sehr, sehr viel Abläufe, weil wir genau wussten, was passieren würde. Dazu hatten wir eine sehr gute Sommer-Vorbereitung, weil wir den Kader früh beisammen hatte. Deswegen stimmen die Abläufe. Jeder Spieler weiß, wie sein Nebenmann funktioniert.“

Einmal in der Offensive, macht Tedesco deutlich, dass schwache Auftritte wie in Augsburg oder Porto nicht zu den Vorstellungen von ihm und seiner Truppe passten: „Ich werde mich an Niederlagen nie gewöhnen. Das erwarte ich auch von der Mannschaft. Wir werden jedes einzelne Spiel wie ein Finale bestreiten.“ Beginnend mit der Partie beim VfB. „Wir müssen“, sagt der Coach, „das Spiel gegen Leverkusen toppen, dann gewinnen wir das Spiel.“

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Quelle: wa.de

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