Schalke 04

So äußert sich Stevens zur erneuten Strafversetzung von Bentaleb

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Nabil Bentaleb (links) leistete sich unter Schalkes Coach Huub Stevens schon mehrere Vergehen.

Huub Stevens hat Nabil Bentaleb zum zweiten Mal in Schalkes U23 verbannt. Vor dem Revierderby beim BVB erklärt der Trainer die Gründe - und warum er verwirrt war.

Gelsenkirchen - Für Huub Stevens kam die Frage nicht überraschend. Natürlich wusste der Trainer von Schalke 04, dass er zwei Tage vor dem Revierderby bei Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) mit der Frage konfrontiert würde, warum er Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit aus disziplinarischen Gründen in die U23 strafversetzt hat.

"Wir kümmern uns um die, die da sind und nicht um die, die bei der U23 sind", leitete der 65-Jährige ein – um dann doch noch ausführlicher über den Algerier zu sprechen.

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Stevens erklärte: "Über Nabil kann ich nur sagen: Ich gehe nicht in Details, aber glauben Sie mir: Es ist nicht unbegründet, dass wir zu dieser Maßnahme greifen mussten. Ich finde es schade, dass ich das tun muss. Aber ich konnte nicht anders."

Stevens sichert sich ab

Der Niederländer erläuterte, dass er keine Alternative gegeben habe. Er habe sich sogar bei anderen Verantwortlichen im Verein erkundet und nach deren Meinung gefragt – um sicher zu gehen, dass er selbst nicht auf dem Holzweg sei. "Ich muss zu 100 Prozent sicher sein", sagte Stevens. War er sich dann auch.

Denn: "Es geht immer noch um Mannschaftssport. Da hast du es nicht mit einem Spieler zu tun, sondern mit 26. Wichtiger sind die fitten Spieler."

Womit Stevens durch die Blume durchblicken ließ: Der 24-jährige Bentaleb agierte offensichtlich nicht mannschaftsdienlich, stellte sich einmal mehr in den Vordergrund. Dabei habe es sich nicht um zwei einzelne Vergehen gehalten, die zu seiner Strafe geführt hatten. Es hätten sich viele Kleinigkeiten gehäuft.

Mehrere Vergehen von Bentaleb

Und das ist mit Stevens eben nicht zu machen. Der knurrige Niederländer steht wie kaum ein anderer Trainer für Disziplin und Ordnung in einem Team. Wer sich (wiederholt) nicht daran hält, wird eben bestraft.

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Dass Bentaleb kein einfacher Charakter ist, haben die vergangenen Monate gezeigt. Im Januar 2018 war der Algerier so wütend über seine Nicht-Berücksichtigung für die Startelf, dass Ex-Coach Domenico Tedesco ihn aus dem Kader gestrichen hatte. Einen Monat später führte schlechte Trainingsleistung sowie die Verbreitung schlechter Stimmung für die Verbannung des Algeriers aus dem Schalker Profi-Aufgebot.

Verwirrung um Geburt der Zwillinge

Der erste Rausschmiss unter Stevens folgte am 17. März, weil er nicht wie abgesprochen zum Heimspiel gegen RB Leipzig (0:1) erschienen war. Der Niederländer war verwundert über die Meldungen, dass Bentaleb einen Krankenhaus-Besuch bei seiner zu dieser Zeit schwangeren Lebensgefährtin gewesen sei und der Coach darauf keine Rücksicht genommen habe.  

"Da war alles in Ordnung", sagte Stevens und erklärte, dass Bentalebs Zwillinge erst am Donnerstag darauf zur Welt gekommen sei. "Ich musste mich für Sachen rechtfertigen, die nicht so waren, wie sie geschrieben wurden", stellte Stevens klar.

Womit er verdeutlichte: Die wahren Gründe für die erneute Strafversetzung des Algeriers waren wohl deutlich schlimmer.

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Quelle: wa.de

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