Bedingungslose TSG-Angriffspower als Chance

Hoffenheim vs. Schalke ist das Duell der Offensiv-Gegensätze

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Während Schalkes Offensive um Guido Burgstaller (links) in der Liga insgesamt auf nur 13 Tore kommt, erzielte Reiss Nelson bislang allein acht der 27 Hoffenheimer Tore.

Die Hauptaufgabe von Schalke 04 wird am Samstag darin liegen, die Hoffenheimer Offensive nicht zur Entfaltung kommen lassen. Der TSG-Spielstil könnte für Königsblau auch zur Chance werden.

Gelsenkirchen - Auch wenn Julian Nagelsmann mit 31 Jahren jung und noch nicht allzu lange um Profi-Fußball-Geschäft tätig ist, tappt er nicht in die Falle. „Wenn man sich zu früh zu weit aus dem Fenster legt mit einer Prognose, die dann nicht stimmt, steht alles groß in den Medien.“

Daher hält sich der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim bedeckt auf die Nachfrage, ob die Angriffsnot des FC Schalke 04 vor dem direkten Duell am Samstag (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) gut für sein Team wäre.

Ohnehin wollte sich Nagelsmann nicht allzu sehr damit beschäftigen, wie Königsblau ausgerichtet ist. Anders als sein Gegenüber Domenico Tedesco, der auch gerne mal nach den Stärken des Kontrahenten aufstellt. „Sie haben in dieser Saison schon alles gespielt, deswegen sind wir auf alles vorbereitet“, erklärt Nagelsmann. „Wir versuchen, unsere Art von Spiel mehr auf den Platz zu bringen und wollen nicht zu sehr auf den Gegner eingehen.“

Hoffenheimer Tor-Granaten

Was bei Hoffenheims ehemaligem Jugend-Coach Tedesco anders aussehen dürfte. Denn während der Schalker Angriff nicht erst seit der personellen Dezimierung große Ladehemmung hat – mit 13 Toren die drittschlechteste Offensive der Liga –, stellt die TSG derzeit die viertbeste.

„Hoffenheim ist ein sehr starkes Team, offensiv überragend“, sagt Sebastian Rudy, selbst von 2010 bis 2017 dort aktiv. Tedesco erklärt: „Wir haben gewisse Ideen, den Gegner bewegen zu können. Egal, wer da vorne spielt: Da sind schon ein paar Tor-Granaten dabei.“ Solche, die er nicht in seinen Reihen hat.

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Zumal das königsblaue Spiel zuletzt wenig bis gar nicht auf absoluten Offensiv-Fußball ausgerichtet war, sondern eher auf Sicherheit und Kompaktheit. Anders als das der Hoffenheimer. „Domenico würde sicher auch lieber vier Tore schießen als gar keins“, glaubt Nagelsmann: „Man muss sich auch immer den Spielern anpassen, die du im Kader hast.“

"Auf dem Weg zurück in die Spur"

Auch wenn es der TSG-Coach so nicht sagt – die Zahlen sprechen ohnehin eine klare Sprache: Bei den Sinsheimern passt das Personal besser zu Angriffsfußball. Dennoch warnt Nagelsmann davor, die Schalker Liga-Krise zu hoch zu hängen: „Sie sind auf dem Weg dorthin, wieder in die Spur zu finden.“

Doch für den nächsten Schritt dorthin muss es Königsblau gelingen, die zitierte Hoffenheimer Offensive in den Griff zu bekommen. Das Schalker Problem: Die im Vorjahr noch so weitgehend sichere Defensive wackelt zu oft – was zuletzt die 1:3-Niederlage in der Champions League beim FC Porto offenbarte.

Schwache Schalker verlieren verdient in Porto

„Wir müssen Hoffenheim defensiv in den Griff bekommen und auch offensiv schnellstmöglich Torchancen erarbeiten“, sagt Alessandro Schöpf. Mit welchem Personal, ist offen. Die Einsätze der jüngst angeschlagenen Guido Burgstaller und Steven Skrzybski entscheiden sich wohl erst kurzfristig. Egal, wer am Ende aufläuft: Dass die 1899-Defensive zuletzt auch nicht sonderlich sattelfest war, dürfte den Schalkern zumindest ein wenig Hoffnung geben.

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Quelle: wa.de

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