Mit Schalke in die Champions League

Todibo ist ambitioniert - und widerspricht (noch) der Aussage von Matthäus

Jean-Clair Todibo ist zunächst bis Sommer vom FC Barcelona an Schalke 04 ausgeliehen.
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Jean-Clair Todibo ist zunächst bis Sommer vom FC Barcelona an Schalke 04 ausgeliehen.

Jean-Clair Todibo will mit Schalke hoch hinaus und setzt sich auch selbst ambitionierte Ziele. Sportvorstand Jochen Schneider schwärmt, äußert sich mit Blick auf den Sommer jedoch zurückhaltend.

Gelsenkirchen – In dieser Hinsicht braucht Jean-Clair Todibo noch Zeit. Bei seiner offiziellen Vorstellung auf Schalke bekam der 20-Jährige daher Unterstützung von Massimo Mariotti. Der Integrationsbeauftragte des Klubs übersetzte die Aussagen des Innenverteidigers vom Französischen ins Deutsche. Was nicht bedeutet, dass der Youngster die Sprache nicht lernt. „Ich hätte jetzt eigentlich eine Stunde gehabt“, sagt er lächelnd. Schneller als mit der Sprache dürfte es auf dem Rasen gehen. Denn der zunächst für die Rückrunde vom FC Barcelona ausgeliehene Todibo soll den Königsblauen im Idealfall sofort helfen, falls nötig. Schließlich reagierten die Knappen mit seiner Verpflichtung auch auf die Ausfälle von Salif Sané und Benjamin Stambouli.

Todibo hätte jedenfalls nichts dagegen, bereits am Samstag bei Schalkes Auswärtsaufgabe in München (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) aufzulaufen. „Natürlich hoffe ich, am Samstag gegen Bayern zu spielen“, sagt er: „Ich bin zu Schalke 04 gekommen, um hier alles zu geben.“

Dabei ist der Franzose gerade einmal eine Woche da. Muss sich an sein neues Umfeld, seine neuen Mitspieler, die neuen Anforderungen anpassen. Sollte man meinen. „Ich glaube, dass ich mich jetzt schon sehr gut integriert habe, weil die Mitspieler mir sehr viel helfen“, berichtet er. „Vor allem das Trainer-Team hat in den Tagen schon sehr viel mit Videos gearbeitet, um die Details zu erklären, wie wir spielen wollen.“ Sportvorstand Jochen Schneider glaubt ebenfalls: „Er könnte sofort zum Einsatz kommen. Es ist ja eine andere Generation, die Kommunikation ist gar kein Problem mehr.“

Bester Innenverteidiger? Todibo widerspricht Matthäus - noch

Schalke ist jedenfalls glücklich, den umworbenen Todibo überzeugt zu haben – für Schneider „eines der größten Innenverteidiger-Talente in Europa. Er ist extrem zweikampfstark, sehr schnell und hat ein unglaublich gutes Aufbauspiel.“ Auch Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus schwärmte jüngst via Bild: „Der beste Innenverteidiger, den ich seit langem gesehen habe.“

Ganz schön viele Lorbeeren für den erst 20 Jahre alten Verteidiger, der bislang fünf Pflichtspiele für Barca absolvierte. Auch Druck? „Das belastet mich nicht, ich fühle mich nicht unter Druck gesetzt“, sagt Todibo entschieden. Bescheiden – und gleichermaßen überaus ambitioniert: „Mein Ziel ist es, einer der vielleicht besten Verteidiger der Welt zu werden. Aber im Moment bin ich es nicht.“

Das sagt Sportvorstand Schneider über die Kaufoption für Todibo

Auf dem Weg dorthin soll seine Zeit auf Schalke helfen. Auch bei den Königsbauen hat er viel vor. „Ich möchte mich weiterentwickeln und mit der Mannschaft die Champions League erreichen“, sagt Todibo. Für die Königsblauen wäre beides ein Gewinn, denn nach Ablauf der Leihe zum Ende dieser Saison haben die Schalker eine Kaufoption über 25 Millionen Euro. Greifen die Knappen zu, wäre Todibo der Rekord-Einkauf des Klubs (aktuell Breel Embolo mit einer Grund-Ablöse von 22,5 Millionen Euro). Aber so weit will Schneider zumindest nach außen hin nicht denken. „Bis zum Sommer kann viel passieren“, meint der Sportvorstand lediglich: „Es ist dann besser, eine hohe Option zu haben als gar keine.“

Zumal es für Schalke auch in der Folge ein Gewinn werden kann, da Barca ein Rückkaufrecht für 50 Millionen Euro hat. Im Idealfall wird Todibo also ein Transfer, an dem die Königsblauen sportlich ebenso profitieren wie wirtschaftlich – anders als in der jüngsten Vergangenheit. Der Vorteil: Nicht Barca entscheidet im Sommer, sondern Schalke – und der Spieler, denn: „Ihm muss es hier gefallen, und er muss hier eine Perspektive sehen, das ist das Entscheidende“, so Schneider.

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Quelle: wa.de

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